Offroad in Bali

Wir sind in Bali angekommen. Am Flughafen Singapur warnte man uns vor den Grenzbeamten in Bali, die einen ohne nachweisbares Rückflugticket nicht ins Land lassen. Wir waren daher etwas nervös aber zum Glück waren die Beamten gut drauf und wir sind ohne Probleme eingereist. Wir haben uns eine Unterkunft direkt am Strand gesucht, ein bisschen abseits des Trubels von Kuta.P1030363 Die ersten Tage haben wir auf uns zukommen lassen. Wir finden Kuta nicht so schlimm wie befürchtet, es ist sehr touristisch aber nicht überlaufen und das endlose Geschlängel kleiner Straßen und Gassen mit jeder Menge handelswütiger Verkäufer war für mich nach der Abgeschiedenheit von Ko Phan Ngan und Ko Samui genau richtig. Wie gerne würde ich meinen Rucksack mit Krimskrams vollstopfen und Geschenke für jeden Anlass kaufen.
Am 3. Tag haben wir unsere erste Surfstunde genommen. Ich hatte ja schonmal einen Kurs in Spanien, das hier war jedoch sehP1030369r einfach gehalten und vielleicht war das das Erfolgsrezept. Jedenfalls standen alle innerhalb der ersten 2 Std. auf dem Brett, wenn auch ein bisschen wackelig. Meik war happy, dass er es geschafft hat auf dem Brett zu stehen. Die Brandung in Bali ist total beeindruckend. Die Welle geht über den ganzen Strand und bricht ganz gleichmäßig, ein atemberaubender Anblick. Außerdem erleben wir hier die schönsten Sonnenuntergänge.

Die letzten drei Tage sind wir dann mit dem Mietwagen die Insel entlang gefahren. Bei 8 Verkehrstoten pro Tag schien uns die Knautschzone eines Autos sehr erstrebenswert. Obwohl viele Polizisten versuchen, den Verkehr in den Griff zu bekommen, ist es der helle Wahnsinn und das Linksfahren wird bei den HeersP1030394charen von Mopeds fast zur Nebensache. Wir sind in den Norden gefahren und wollten in Permuteran übernachten, um dort einen Tauchgang an der nahegelegenen Insel machen. Leider waren sämtliche Unterkünfte sowie die Tauchschulen total überteuert. Das haben wir dann nicht eingesehen, die versnobte Stadt hinter uns gelassen und im Auto an der Küste genächtigt. Am Morgen wurden wir mit einem erstklassigen Sonnenaufgang belohnt. P1030395

Wir sind dann nach Lovina gefahren, dort wurden wir sofort von einem Typ angesprochen, der uns einlud mit ihm aufs Meer zu fahren, dort wären jeden Morgen hunderte von Delfinen zu sehen. Wir hatten nichts besseres vor und sind in seinen kleinen Katamaran geklettert.

Er hat nicht übertrieben, da waren haufenweise Delfine, die in Gruppen zusammen geschwommen sind. Sie haben uns sogar den Gefallen getan, aus dem Wasser zu springen und wir waren hin und weg von dem Anblick. P1030412 P1030419

Lovina hat uns auch sehr gefallen, zumal wir heraus fanden, das die ansässigen Tauchschulen die Insel vor Permuteran auch anfahren. Die Atmosphäre der Stadt war total entspannt und gemächlich, also beschlossen wir zu bleiben. Wir haben einen Ausflug zum Gunung Batu unternommen, einem Vulkan mit einem großen See an seinem Fuß. Da wir spät dran waren konnten wir nicht mehr hoch aber der Anblick und die Aussicht waren erstmal eine Entschädigung. P1030441Gestern haben wir dann den Tauchgang an der Insel gemacht und hatten Sichtweiten von 20 Meter sowie jede Menge intakter Natur, da alles unter Naturschutz steht. Das Highlight war ein kleiner Riffhai (vielleicht 2 Meter lang, Meik glaubt aber es waren nur 1,50 Meter), der unter uns majestätisch seine Bahn zog.

Heute sind wir schließlich nach Kuta zurückgekommen. Auf dem Weg haben wir uns einen See bei Gitgit und die Reisterrassen in Jatiluwih angesehen und sind dort ein bisschen spazieren gegangen.

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Das sieht schon sehr gut aus, wie die da so in den Bergen angelegt sind. Sie wurden sogar von der UNESCO für´s Weltkulturerbe nominiert. Über kurvenreiche Schutterstraßen fanden wir dann unseren Weg bis nach Mengwi, wo wir den Pura Taman Ayun, P1030504den Wassertempel besuchten. Der hat uns allerdings nicht so beeindruckt. Nach Kuta zu kommen war ein bisschen wie nach Hause kommen. Wir sind hier Stammgast in einem Restaurant geworden und haben uns schon die ganzen Tage auf Pizza und Steak gefreut. Insgesamt ist Bali sehr vielseitig und die Menschen sehr freundlich. Wir sehen einige Muslime aber prägend ist hier der Hinduismus.

In den Tempeln findet unheimlich viel Spektakel statt. Festlich gekleidete Menschen tragen riesige Körbe mit Opfergaben auf den Köpfen in die Tempel und es sind mystische Klänge zu hören. Auf den Straßen und vor jedem Hauseingang sind kleine Gaben in Bananenblättern und so ein Körbchen haben wir auch ins Auto bekommen, bevor wir losfahren durften. Wahrscheinlich ist es für einen Schutzgeist gedacht.P1030466

6 Gedanken zu „Offroad in Bali

  1. Anke

    Hey ihr beiden,

    wow, surfen und tauchen und dann noch Delphine UND ´nen Hai sichten! Ich bin richtig neidisch ;-) Würde ich beides auch gern mal wieder machen.
    Bali klingt sehr viel spannender, als ich es mir vorgestellt hätte.

    Wünsch euch noch gaaanz viel Spaß!

    LG
    Anke

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  2. Regine

    Hallo ihr Beiden,

    es freut uns, dass das Tauchen euch soviel Spaß macht. Hauptsache ihr taucht nächstes Jahr wieder hier auf;)….Diese kleinen Körbchen kommen uns bekannt vor, hatte Annett die nicht auch schon?
    Wir wünschen weiter viele interessante Erfahrungen und danke, dass wir daran teilhaben dürfen,
    LG die Ellis

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  3. Opa

    Hallo Taucher (rin)
    Als ” Landratte “kaum vorstellbar wie es so unter Wasser zugeht, es muß ein sehr schönes Gefühl sein diese Uterwasserprcht sehen zu können. ( findet einen Schartz-Diamanten…., ich melde mich als Teilhaber an)
    Glück bei der Suche
    LG O&O

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  4. Kerstin

    Hallo Weltenbummler,

    wie schön zu sehen, dass es Euch gut geht und was Ihr alles schon erlebt habt. Eure Fotos von all den Reisen, die Ihr schon unternommen habt, sind großartig. Auch Kerstin hat anscheinend einen wunderschönen Urlaub mit Euch verbracht.

    Auf Bali seid Ihr jetzt auch schon gewesen und habt wunderschöne Fotos gemacht! Da bekomme ich direkt Lust nochmal nach Bali zu reisen. Wie lang wart Ihr eigentlich auf Bali und habt Ihr Euch dort auch mit den Äffchen angefreundet :-) ? In Bezug auf den Straßenverkehr auf Bali kann ich Euch nur bestätigen, wie schnell Unfälle passieren können, insbesondere mit Rollerfahrern. Die fahren schon ziemlich crazy!! Als ich damals auf Bali war, hatte unser Taxifahrer direkt bei meiner Anreise einen Rollerfahrer angefahren…:-(

    Wie vertragt Ihr eigentlich so das Essen?

    Ich freu mich auf weitere Fotos und Mails von Euch und wünsch Euch noch ganz viel Spaß! Bleibt schön gesund!

    LG Kerstin

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