Die letzten Wochen in Australien

Die letzten zwei Wochen in Perth haben wir uns hauptsächlich entspannt. DSC00184Wir haben uns noch einige Male in Fremantle herumgetrieben, da das kleine Örtchen einfach sehr schön und lebendig ist. DSC00125Das von Gefangenen erbaute Gefängnis von Fremantle steht unter Kulturschutz und war eines der ersten Gebäude in Western Australia. Hier wurden auch viele Aborigines gefangen gehalten, die meisten wegen Nichtigkeiten. Es gab Folterungen und Hinrichtungen. Einen Schreck kriegt man beim Anblick der winzigen Zellen, es ist kaum vorstellbar, dass dort Menschen hausen mussten. Als Toilette diente ein Eimer mit Deckel. Ein weiteren Ausflug unternahmen wir nach Rottnest Island.

DSC00223Der Name der, vor Fremantle liegenden Insel, leitet sich von rat’s nest “Rattennest” ab, was nicht stimmt, da die dort lebenden Quokka den Ratten zwar ähnlich sehen, aber eine Känguru Art sind. Auf der Insel sind keine Autos erlaubt, weshalb wir die Insel mit dem Fahrrad umrundet haben. Die unzähligen Buchten laden zum Schwimmen und Schnorcheln ein. Wir haben es richtig genossen, mal wieder ein bisschen sportlich unterwegs zu sein.DSC00248

Die sogenannten Hügel von Perth besuchten wir ebenfalls, da dort tolle Sonnenuntergänge zu sehen sind sowie eine sehr schöne Aussicht auf die Skyline der Stadt. Ein weiteres Highlight war der Australia Day, ein staatlicher Feiertag, der in Perth mit einem großen Fest am Flussufer zelebriert wurde. Hier bekamen wir Flug- und Stuntshows zu sehen sowie eines der besten Feuerwerke.

DSC00231Am 4. Februar sind wir dann an unserem letzten Ziel in Australien angekommen: Sydney. Die Stadt fällt besonders durch ihre vielen alten Gebäude auf. Australien hat nicht so viel alte Gebäude. Die Lage am Fluss mit dem Opernhaus und der Harbour Bridge ist wunderschön. DSC00337Die Brücke kann man als Fußgänger überqueren und hat so eine sehr schöne Aussicht über den Fluss und auf die Stadt. Wir haben auch den kleinen Ortsteil Manly mit der Fähre besucht, der wie ein kleiner entspannter Urlaubsort wirkt und direkt am Strand liegt. Unser Highlight hier war deutsches Essen. IMG_1826Wir haben ein bayrisches Restaurant besucht und uns Sauerkraut, Rotkraut, Schweinebraten und Wurst schmecken lassen. Ansonsten bietet Sydney unendlich viele Shoppingmöglichkeiten oder Plätze zum Verweilen sowie ein Chinatown mit vielen Restaurants.
Am 9. Februar war unsere Australien Reise zu Ende und wir sehen unserem nächsten Ziel entgegen: Neuseeland.

Wir wollen euch jedoch unsere Sammlung persönlicher Highlights von Australien nicht vorenthalten:

schräg aufgefallen: Australien hat noch mehr überflüssige Straßenschilder als Deutschland. Außerdem gibt es eine Vielzahl an lustiger Ortsnamen wie GinGin, 1770 aber auch Miami und Altona haben wir gesehen.

was wir vermissten: vernünftige Weihnachtskultur, das absurdeste Präsent im Supermarkt waren Gummibärchen in einer Weihnachtspackung. Wir haben uns nach Lebkuchen und Glühwein verzehrt.

kulturelle Unterschiede: es war sehr erheiternd in staunende Gesichter zu gucken wenn wir erzählten, dass in Deutschland die Leute ihre Autoreifen wechseln müssen, dass man auch bei unter Null Grad noch arbeiten geht, dass wir in jedem Laden Alkohol kaufen dürfen und im Glühwein auch Rum sein kann. Wir mussten lachen als wir gesehen haben, dass es hier in einigen Bars erlaubt ist Alkohol mitzubringen statt, wie in einigen Biergärten bei uns, das Essen.

das nervigste: Die australische Regierung scheint ihren Mitbürgern nicht viel Zivilcourage und sonstige gute Eigenschaften zuzutrauen, da man an wirklich jeder Ecke mit irgendwelchen Belehrungen rechnen muss, die bei Nichtbeachtung unter absurden Geldstrafen stehen. So kostet z.B. nicht anschnallen 600 $. Die Polizei sperrt hemmungslos komplette Straßen, um jeden einzelnen Autofahrer auf Alkohol zu testen und mitunter auch belehrend die Reifenbeschaffenheit am Auto zu kritisieren. In Alice Springs ist sogar der Billigwein “Gun” verboten, weil die Aboriginies das sonst immer kaufen.

größter Schreck: Wir erhielten einen Anruf von einer Tauchschule, dass unsere Kreditkarten dort gefunden wurden, wir verloren zwei Mal die Ladung vom Dachgepäckträger wegen des schlimmen Windes und wir sind einmal mit offener Kofferraumklappe losgefahren und verteilten das Innere des Kofferraumes auf der Straße. Schuld war Caspar.

bester Tauchspot: die S.S. Yongala an der Ostküste, unser bester Schnorchelspot war am Ningaloo Reef an der Westküste.

lebenswerteste Stadt: Je nachdem was man möchte Melbourne oder Perth. Während in Melbourne unheimlich viel Kultur und auch eine schöne alternative Szene vorherrscht, hat man in Perth den Strand und alle damit verbunden Aktivitäten direkt vor der Nase. Außerdem ist das Klima wärmer und gleichbleibender.

Wir haben alle Klimazonen in einem Land bereist, sind in der Zeit gesprungen und haben Berge, Meer, Wüste, Wasserfälle und Städte gesehen. Überall gab es freundliche, aufgeschlossene und hilfsbereite Menschen. Wenn kein Auto auf der Straße zu sehen ist an dem man sich orientiert, gucken wir immernoch in die falsche Richtung.

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HIER gehts zur Galerie der letzten Wochen.

 

2 Gedanken zu „Die letzten Wochen in Australien

  1. Opa

    Hallo Christin u. Meik
    wir haben mit großem Interesse den letzten Bericht gelesen und die wunderschönen Bilder angesehen.
    Bei dem Festschmaus konnten wir uns gut vorstellen mit welch großen Appetit getafelt wurde,man sieht es euch förmlich an.
    Viele schöne Erlebnisse auf der weiteren Tour
    beste Grüße von uns aus der Weltstadt Bln.

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