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Saigon und Cu Chi Tunnel

Es ist wieder soweit. Wir verlassen Saigon in Richtung Küste, nach Hoi An. Wir werden fliegen, da die Busfahrt 24 Std dauern soll. Das ist uns nun doch zuviel, zumal das Reisen im Bus nicht sehr komfortabel ist. Die letzten 2 Tage haben wir Saigon zu Fuß und mit Fahrradrikschka erkundet.

P1020009Die Stadt besteht aus 2 zentralen Teilen: Saigon und Cholon. Im Teil Saigon sind wir zwischen Hochhäusern spaziert, haben Shoppingmals und Märkte gesehen. Auffällig sind die vielen schönen Gebäude, weshalb Saigon auch oft mit Paris verglichen wird. Die Skyline vom Fluss aus ist, besonders im Dunkeln  wenn die Wolkenkratzer unter verschiedenen Lichtspielen leuchten,  atemberaubend.  In Cholon dagegen tobt das Leben auf der StP1010980raße.

Der chinesisch geprägte Stadtteil ist ein riesiger Markt. Da sind getrocknete Gewürze und Fisch (lebend oder getrocknet) zu sehen. Es wird Fleisch gehackt, Stoffe und Spielzeug verkauft und dazwischen fahren Motorroller mit ihren übergroßen Lasten.

 

Wir haben auch mehrere Tempel gesehen. Die Vietnamesen glauben an alle möglichen Dinge gleichzeitig. Dominierend ist neben dem Buddhismus der Daoismus und der Glaube an Geister. So steht z.B. vor vielen Häusern ein kleines Haus, wie ein Vogelhaus. Dorthin können die Geister wenn es regnet. Und böse Geister können nur geradeaus fliegen, darum war an dem Tempel eine Tür hinter dem Eingang, um die Geister wegzuhalten. In diesen Tempeln waren unheimlich viele Leute mit noch mehr Räucherstäbchen. Außerdem brannten Feuer und Rauchspiralen hingen sogar an der Decke. P1010997Uns tränten die Augen. Auffällig waren auch die filigranen Figuren des Daoismus, die aus Porzellan sind und die Dächer der Tempel säumten.P1020011

 

 

 

 

 

An unserem letzten Tag in Saigon haben wir einen Tagesausflug zu den Cu Chi Tunneln unternommen. Das Tunnelsystem diente den Vietnamesen bzw. dem Vietcong während des Vietnam Kriegs (hier oft American War genannt) als Festung. Das Tunnelsystem war 200 km lang und hatte drei Ebenen, 3m, 6m und 10m tief. P1020035Die Tunnel zu den Räumen waren ca. 80 cm hoch und 60 cm breit und sehr gut getarnt, darüber hinaus war das ganze Gebiet um die Eingänge mit gemeinen Fallen versehen, wie zB. Gräben mit Bambusspießen, welche ebenfalls sehr gut getarnt waren. Die Amerikaner haben vieles versucht um die Tunnel einzunehmen, sie versuchten unter anderem die Tunnel zu fluten. Da das Tunnelsystem auf der tiefsten Ebene mit dem Saigon River verbunden war, fließ das Wasser jedoch einfach ab und die Vietnamesen bedankenden sich für die Abkühlung. Die Amerikaner ließen auch Schlangen und Skorpione in die Tunnel und wieder bedankten sich die Vietnamesen für das leckere Essen. Darauf hin bombardierte die USA das gesamte Areal und verwandelte es in eine Mondlandschaft. P1020053Aber selbst unter dem Druck 100 kg schwerer Bomben hielten die Tunnel  stand. Die Tunnelgänge in denen wir lang gekrochen sind wurden extra für Touristen vergrößert, ansonsten hätten wir da gar nicht erst reingepasst.