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Mekong Tour – auf dem Weg nach Ho Chi Minh

Der zweite Tag unserer Mekong Delta Tour begann früh, wir konnten den Start etwas hinaus handeln und mussten so erst um 7:30 Uhr beim Frühstück sein.  Es gab französisches Baguette, Spiegelei und Marmelade. Die Asiaten frühstücken selber eher Nudeln, in Vietnam speziell Phó, dass sind Glasnudeln mit mehr oder weniger viel Suppe mit Fleisch und Kräutern. Zum Frühstück etwas gewöhnungsbedürftig. Nach dem Essen haben wir jeder einen vietnamesischen Hut bekommen und  uns gleich auf die Fahrräder  geschwungen.

Dann haben wir uns die Insel von unserm Guide Nhé zeigen lassen. Auf der kleinen dörflichen Insel gibt es nur schmale Wege und keine Straßen. Die Wege sind meist von Obst tragenden Bäumen und Planzen umgeben, wenn nicht gerade ein kleines Haus am Wegrand steht. P1010875

Neben der Natur, hat Nhé uns auch eine kleine Familienbäckerei und eine Art Apotheke gezeigt. Die Medizin besteht aus Kräutern und verschiedenen Baumrinden. Die Menschen bekommen das umsonst.

 

 

Nach dem wir uns von unserm “Homestay” verabschiedet haben und die Fähre runter von der Inseln nahmen, folgte eine eineinhalbstündige Autofahrt. Wir fuhren in das Kokosnuss Gebiet des Mekong Deltas. Es gibt 20 verschiedene Arten von Kokosnüssen. Auch eine die im Wasser wächst. Sie sieht ein bisschen aus wie ein überdimensionierter Tannenzapfen.

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Wir haben eine Bonbonfabrik besucht, dort konnten wir sehen und kosten wie aus Kokosfett Bonbons hergestellt werden. Außerdem haben wir noch verschiedene Honigprodukte probiert. Die gewinnen sogar Milch in dem sie Hummeln melken. Wir  besuchten mehrere Inseln, auf einer lebte der Kokosnuss Mönch, der sich angeblich nur von Kokosnüssen ernährt haben soll und trotzdem, oder gerade deswegen 80 geworden ist.

P1010932 Wir haben wieder die herrliche Natur genossen, wurden zwischen Wasserpalmen durchgepaddelt und mit wunderbaren Fürchten versorgt, neben Ananas, Papaya und Mango gab es noch Drachenfrucht, etwas litschiartiges und vieles mehr. Nach der schönen Insel Tour sind wir dann gegen Abend in Ho Chi Minh Stadt angekommen, bekannt unter dem Namen Saigon.

Ankommen in Vietnam

Ho Chi Minh Stadt (Saigon)! Diese Stadt haut mich um, obwohl wir gerade erst angekommen sind, bin ich vom ersten Eindruck fasziniert von dieser pulsierenden, leuchtenden Metropole. Und angesichts der vielen Shoppingmöglickeiten schlägt mein Herz schon jetzt schneller.
Moment, eigentlich müssen wir euch doch erst einmal berichten wie wir hier her gekommen sind…

Unser Start in Vietnam hätte besser sein können. Zunächst sind wir mit einem unklimatisierten und rammelvollen Bus an die Grenze gezuckelt, wie immer mit 50 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit und jeder Menge Schlaglöcher, die einen im Sitz abheben und dann wieder zurückknallen lassen. Wir hatten uns gegen den Nachtbus nach Saigon entschieden, weil der 11 Std. gebraucht hätte (und wenn die 11 Std. sagen meinen die 15). Außerdem wollten wir ja das Mekong Delta erkunden und das liegt ca. 200 Km südlich von Saigon. Der Bus wäre aber zurück nach Phnom Peng und dann zur Grenze gefahren, was für uns ein großer Umweg war. An der Grenze wollten sie einen Dollar dafür, dass sie den Stempel in unseren Pass machen. Ist nicht viel, aber da geht es ums Prinzip. In Vietnam ist die Korruption praktisch fest verankert und es nervt uns langsam sehr, dass wir andauernd für alles mehr zahlen sollen als Einheimische. Willkommen sein geht anders.

In Ha Tien, dem Dorf 7 km hinter der Grenze, wussten wir erst einmal nicht so richtig weiter. Wir hatten vor, eine Motorbike Tour durch das Mekong Delta zu machen. Es gibt sogenannte Easyrider, die das anbieten. In Vietnam ist es nicht erlaubt selbst zu fahren, daher bieten die Jungs von Easyrider ihr Wissen und den zweiten Platz auf ihrem Motorrad an, um Touristen in Ecken zu fahren, die sie sonst nie sehen würden. Leider haben die Easyrider nicht auf unsere Anfragen reagiert (inzwischen haben sie sich gemeldet aber wir hätten das ja vor 3 Tagen gebraucht).

Wir blieben also erstmal die Nacht in Ha Tien und entschieden am nächsten Tag nach Can Tho zu fahren, einer Handelsstadt im Mekong Delta, von der wir hofften nach Ho Chi Minh zu kommen. Die Busfahrt dahin kostete uns 9 Dollar und dauerte ewig. Auch hier wurden wir das Gefühl nicht los, veralbert worden zu sein als wir uns in einem stinknormalen Einheimischen-Bus wiederfanden, in dem geraucht wurde und der an jeder Ecke anhielt um Leute oder Waren aus und einzuladen.

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In Can Tho suchten wir uns eine Unterkunft und planten den Weg nach Ho Chi Minh durch das Mekong Delta. Gestern ging es los: wir starteten um 5:30 in den Sonnenaufgang in einem kleinen Boot zu den schwimmenden Märkten. Größere Boote mit lauter Früchten darauf lagen im Wasser und verkauften die Ware an kleinere Händler oder auch Privatpersonen. Einige hatten auch fertige Suppen an Bord, die sie verkauften.

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Anschließend wurden wir zu einer Reisnudelfabrik gefahren. Zunächst erwarteten wir eine große Fabrik mit Maschinen und hatten wenig Lust aber dann war das ein kleiner Hinterhof wo wir beobachten konnten, wie die Menschen aus Reis Nudeln machten und kleine Reisfladen trockneten. Wir waren begeistert.

 

Es folgte eine Tour durch die Kanäle. Der Mekong ist die Lebensader im Süden von Vietnam. Er verzweigt sich in viele kleine Flüsse, das kann man sich kaum vorstellen.

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Nach unserer Bootstour wurden wir von einer netten jungen Dame namens Nhè (spricht man Njä) abgeholt. Sie sollte für die nächsten 1 1/2 Tage unser Guide sein. Wir erwarteten nichts großes, da die meisten Touren zwar gut sind aber eben nicht so umwerfend wie sie angepriesen werden. Aber wir wurden eines besseren belehrt. Unser Ziel war Vingh Long, ein Ort auf dem Weg nach Ho Chi Minh, wo wir “Homestaying” hatten, also bei einer einheimischen Familie übernachteten. Auf dem Weg fuhren wir zu einer Familie, die aus Bohnenmus und Wasser Fladen machen, die sie kochen und zum trocknen aufhängen und auf dem Markt verkaufen. Danach fuhren wir zu einer Familie, die Räucherstäbchen herstellte. Sie zeigten uns, wie sie das machen (unter dem Pulver steckt Bambus, wusstet ihr das?). Außerdem entdeckten wir heimische Kirschen (sehen aus wie ganz kleine unreife Tomaten) und Zitronengras.

P1010869Mit der Fähre setzten wir dann nach Vingh Long über und fanden uns bei unserer Gastfamilie wieder. Das Highlight des Tages war das gemeinsame Kochen: Wir machten selbst Frühlingsrollen und Pfannkuchen. Die sind allerdings nicht mit Ei, sondern mit Reismehl und werden gefüllt mit Gemüse und Fleisch. Außerdem wurde uns noch ein Elefantenohr (so heißt der Fisch) serviert sowie Reis, Schwein und Nudelsuppe. Und selbstverständlich Obst aus dem Garten, der Litschi sehr ähnlich. Wir lebten wie kulinarische Könige und waren begeistert von der Vielfalt des Essens. Außerdem stellten wir fest, dass die Vietnamesen gesegnet sind mit Obst. Praktisch jeder Baum ist ein Obstbaum, man braucht nur die Hand aufhalten und pflücken. Es ist großartig immer so viele frische Obstsorten auf dem Teller zu haben.

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Wir gingen sehr zufrieden schlafen.