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Hanoi und die Halong Bucht

Die Hauptstadt von Vietnam ist nicht besonders aufregend. Es ist eine recht laute Stadt. Ähnlich wie in Saigon (dort waren es auf 10 Millionen Menschen 8 Millionen Motorbikes!) gibt es auf fast jeden Menschen ein Moped, das sieht, hört und riecht man. Das einzig schöne ist der See inmitten der Stadt, der uns ein wenig an die Hamburger Alster im Kleinformat erinnerte. Es waren auch einige Irre unterwegs, die bei 35 Grad dort joggen waren oder mit ihren Gewichten trainierten. Wir waren im Historischen Museum und haben uns das berühmte Wasserpuppentheater angesehen. Das war in der Tat sehr interessant aber auch kitschig. Im Prinzip werden bewegliche, angemalte Holzpuppen durch das Wasser geführt. Je nach erzählter Geschichte stellen sie Tänze dar oder landwirtschaftliche Tätigkeiten, dazu wird live gesungen und Musik gespielt. Die Menschen, die die Puppen bewegten, haben sich zum Schluss auch vorgestellt. Die stehen anscheinend wirklich die gesamte Vorstellung über im hüfttiefen Wasser. Meik fand das ganze Theater nicht so besonders, da er sehr schlecht gesessen hat. Die Sitze waren nur für Asiaten gemacht.
Wir haben dann eine 2 tägige Tour in die Halong Bucht gebucht. Diese ist circa 100 km entfernt von Hanoi und berühmt für die vielen Felsen (3000 an der Zahl), die aus dem Wasser ragen. Wir haben auf dem Boot übernachtet, mit dem wir durch die Bucht fuhren. P1020144Bis wir tatsächlich losfuhren dauerte es allerdings eine Weile, da die Regierung es an diesem Tag auf die Boote in der Bucht abgesehen hatte und jeder einzelne Pass pingelig kontrolliert wurde. Unser Guide berichtete, dass das wohl einmal im Monat vorkäme und es im Prinzip darum gehe, sich kleinste Fehler mit viel Schmiergeld bezahlen zu lassen.

 

Eine dieser Schikanen ist auch die Ansage, dass alle Boote weiß gestrichen sein müssen. Sind sie das nicht, werden Geldstrafen fällig. Das Weiß muss nun andauernd neugemacht werden, weil es schnell häßlich aussieht und abbröckelt. Ursprünglich waren die Boote in ihrer Holzfarbe belassen, was viel natürlicher aussieht. P1020156Wir haben die Wartezeit jedenfalls mit einem Mittagsschläfchen überbrückt. Unsere kleine Kajüte war sehr gemütlich, hier hätten wir auch noch länger bleiben können. Wir waren Kajakfahren, P1020175schwimmen, sind auf einen Felsen geklettert und hatten dort die beste Aussicht auf die Umgebung. Die Landschaft ist atemberaubend und wir konnten uns kaum sattsehen.

Außerdem waren wir noch in einer gigantischen Höhle, die aus mehreren “Hallen” bestand. Durch das schummrige Licht wirkte alles sehr romantisch. Die Vietnamesen haben übrigens unglaublich viel Phantasie, fast jeder Stein in der Höhle sah aus wie eine Buddha, ein Hund oder ein Krokodil. P1020171Ich persönlich habe davon nur die Hälfte erkennen können. Wir sind auch an einigen schwimmenden Dörfern vorbei gefahren. Das Essen war sehr gut, wir bekamen alles mögliche an Fisch serviert, Fleisch, Gemüse und natürlich der allgegenwärtige Reis.
Am Ende des 2. Tages sind wir nach Luang Prabang (Laos) geflogen. Leider ist die Stadt das einzige, was wir von Laos sehen werden, trotzdem freuen wir uns darauf.

 

Ein bisschen Aufregung entstand noch beim Anblick des Flugzeuges, eine Propellermaschine der ich nicht wirklich zutraute, dass sie es überhaupt in die Luft schafft. Es lief dann aber unerwartet ruhig ab und wir sind sicher gelandet.

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Zusammenfassend können wir sagen, dass wir nun um einige Millionen (ein Euro sind nämlich 27.000 Dong) ärmer aber auch um viele Erfahrungen reicher geworden sind und Vietnam als das Land der kulinarischen Genüsse und des vielen Obstes in Erinnerung behalten werden.