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Koh Tao – ein Traum wird wahr

Koh Tao ist nur 3 km breit und 7 km lang. Es ist die Taucherhochburg überhaupt. Christin und ich hatten, nach schlechten Schnorchel Erfahrungen, eigentlich keine Lust mehr auf einen Tauchkurs. Da aber fast jede Unterkunft zu einer Tauchschule gehört, ist es schwer und / oder teuer auf der Insel einen Bungalow oder etwas ähnliches zu finden, ohne einen Tauchkurs zu machen. Die Kurse sind so günstig, dass wir dachten wir machen einfach doch einen, um irgendwo günstig unterzukommen.DSCN1259

Für 160€ haben wir dann einen zweieinhalbtägigen Kurs bekommen und 3 Nächte in einem bescheidenem aber schönen Bungalow.

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Unser Kurs beinhaltete neben der Theorie einen Pooltauchgang und zwei im Meer. Während der Theorieeinheit fühlten wir uns ein bisschen wie in die Schulzeit versetzt. Der erste Tauchgang im Pool war für Christin und Kerstin sehr aufregend. Mir fiel das Atmen unter Wasser leichter als gedacht. Wir lernten uns unter Wasser zu verständigen und auch einige Übungen, z.B. wie man Wasser aus der Tauchermaske bekommt. Am nächsten Tag ging es aufs Meer hinaus. Wir hatten zwei Tauchgänge und wurden mit schönen Korallen und exotischen Fischen belohnt. Tauchen macht süchtig. Die Angst und Anspannung bei Christin war Unterwasser schnell verflogen. Wir wollen auf jeden Fall weiterhin Tauchen gehen und unsere Qualifikationen erhöhen.

Besonders ich hab richtig Blut geleckt. Wir haben von anderen Tauchern so viele spannende Sachen gehört und Videos gesehen. Besonders das Wracktauchen stelle ich mir besonders interessant vor. Wir sind jetzt “Scuba Diver” und dürfen mit einem Instruktor bis zu 12m tief tauchen. DSCN1320

Zu Koh Tao selbst können wir sagen, dass die Insel zunächst etwas überfüllt und sehr touristisch wirkte. Aber es verläuft sich alles sehr schnell, die Insel ist für Aktive und Sportler sehr attraktiv. Party People gibt es hier auch kaum. Die ersten Tauchgänge starten schon um 7 Uhr morgens. Nach fünf Tagen verlassen wir Koh Tao, wir könnten alle noch viel länger hier bleiben. Wir haben auch einige interessante Leute kennengelernt mit denen wir uns austauschen konnten. Es gibt noch über 30 Tauchspots zu entdecken. Wir kommen bestimmt wieder!

Da wir die überwiegende Zeit keine vernünftige Internetverbindung hatten, hängen wir ein bisschen zurück. Die Tage nach Koh Tao waren nicht so ereignisreich und spannend. Christin berichtet wie es auf den anderen beiden Inseln war:

Wir sind von Koh Tao mit der Fähre nach Koh Phan Ngan gefahren. Hier haben wir am Coconut Beach einen sehr ursprünglichen und abgelegenen Strand gefunden. Unser Bungalow hatte eine schöne große Terrasse mit Meerblick.P1030296 Sehr romantisch. Weit weg von den Partystränden. Das einzige Manko waren die ganzen Deutschen, die uns auf einmal umgaben. Aufgrund der Abgeschiedenheit haben wir in den 2 Tagen auf der Insel nichts unternommen außer einen Tauchgang am Sail Rock, der weltweit bekannt ist. Es war total aufregend, weil das Wasser dort wesentlich tiefer war als im Kurs. Wir sind praktisch beim Abtauchen in das blaue Nichts getaucht. Unter uns war nur schwarze Leere. Aber als wir dann am Felsen waren, fanden wir dort eine vielfältige, bunte Welt mit riesigen Fischen vor. Wir sahen auch Muränen und Skorpionfische. Es war klasse. Geschnorchelt sind wir auch direkt an unserem Strand, dort war es fast so schön wie beim Tauchen und Meik hat sogar ein kleines Unterwasservideo machen können.

Von Koh Phan Ngan sind wir mit der Fähre nach Koh Samui gefahren. An dieser Stelle sei gesagt: Wer seekrank ist sollte nicht unter dem Deck sitzen und darf nur auf den Horizont starren, weil alles andere wackelt. Wir haben auf den Fährfahrten immer einige über der Reling hängen sehen. Zum Glück sind wir nicht unter den Unglücklichen gewesen. Unser Strand war weiß, ohne Steine und das Wasser erfrischend. Unser Highlight war ein Wasserfall, in dem wir herumklettern konnten.DSCN1549 Ich habe aber festgestellt, dass ich dort bereits vor drei Jahren war. An dieser Stelle an Anke und Sybille: Wir waren am richtigen Wasserfall, wir haben es nur nicht gecheckt! Insgesamt hat uns Ko Samui jedoch nicht überzeugt. Es ist letztendlich nur eine Durchgangsstation auf der weiteren Reise.

Nun sind wir in Phuket, Kerstins letzter Station vor ihrer Heimreise. Wenn wir Kerstin fragen, dann sagt sie, dass sie drei Urlaube in einem gehabt hat: Action, Städtetrip, Strand. Es kommt ihr vor, als sei sie schon seit mehr als 3 Wochen von zu Hause weg. In unserem schönsten Hotel von diesen drei Wochen genießen wir nun den Pool, den Meerblick, die Cocktails und die Massagen in der Stadt.

Die Dato Farm

Nach zweieinhalb ereignisreichen Tagen in Bangkok, haben wir uns für zwei Nächte auf der Dato Farm in Petchaburi niedergelassen. Ursprünglich wollten wir von der Dato Farm den Nationalpark Kaeng Krachen erkunden, aber der war leider schon ein paar Tage früher geschlossen als sonst, aufgrund der Regenzeit. DSCN1172Auf der Farm lebt man relativ eng mit den Thais zusammen, die diese Farm betreiben. Viele Gäste können sie nicht aufnehmen. Der Besitzer ist ein älterer Deutscher, der nebenbei noch Deutsch unterrichtet und deshalb vieles übers Telefon geregelt hat. Wir haben ihn erst am Tag unserer Abreise kennengelernt.
Nach unser Ankunft auf der Farm haben wir sofort eine kleine Tour in einen Mangroven Sumpf unternommen. Den Mangroven Sumpf durchforstet man auf einem Stelzenweg. DSCN1097Die Mangroven haben uns nicht so sehr beeindruckt, dafür war die Tour bzw. der Weg etwas zu lang. Interessant waren die Fische, die zum Teil wie Frösche aussahen. Ein Frosch mit Flosse. Das Highlight waren die Warane, die wir am Ende der Tour aus dem Auto gesehen haben. Für Fotos sind wir noch mal ausgestiegen, aber die Warane sind sehr schreckhaft und schnell vor uns geflüchtet
Der Zweite Tag auf der Farm begann mit einem Schrei von Kerstin. Wir hatten eine kleine Ratte im Bad. Die hat sich in der Wand ein Nest gebaut. Die Ratte war mindestens genau so erschrocken wie Kerstin. Das Nest war zwischen Decke und Wand und die konnte von dort immer ganz schnell übers Dach oder so weglaufen. Ne ne die war nicht direkt im Bad oder in unserem Zimmer rumgelaufen. Alles halb so wild.

Nach dem Frühstück sind wir in die kleine Stadt Petchaburi. Die Fahrt dahin auf dem Pick Up war aufregend aber hat Spaß gemacht. DSCN1119Die Stadt ist kaum touristisch, was sehr angenehm ist. Die Einheimischen sind gleich viel freundlicher und wollen einem nicht sofort etwas verkaufen oder übers Ohr hauen.

 

 

 

 

Petchaburi hat ein, zwei Tempel zu bieten. Ehrlich gesagt kann ich keine Tempel mehr sehen, aber Christin und Kerstin fanden es toll. Auf dem Weg zu einem Berg mit Tempel und vielen Affen hat uns die Mittagshitze zu schaffen gemacht. Wir haben dann erstmal in einem netten Restaurant aus Teakholz Mittag gegessen. Mit einem Pärchen, welches wir auf der Farm kennen gelernt haben. Die Affen auf dem Berg haben wir dann nicht mehr geschafft.

P1030177Den Tag darauf haben wir einfach mal nichts gemacht. Unser Nachtzug nach Chumphon fuhr auch erst um 22:35 Uhr. Vor dem Abendessen kam Thomas, der Besitzer der Farm und hat uns die Palmenzuckerproduktion gezeigt. Diese läuft komplett von Hand. Die Produktion betreibt eine Familie, die unweit von unserer Farm entfernt lebt. Die ganze Produktion spielt sich direkt neben den Wohnräumen der Familie ab. Benötigt wird ein großer Ofen auf dem der Blütensaft der Kokosnusspalmen aufgekocht wird. Nach einer Weile wird das heiße Gebräu dann noch mal geschleudert (mit kleinem maschinellen Einsatz) und in Gebinde, die zum Verkauf bestimmt sind, gegossen. Wir fanden das ganze sehr interessant. Beeindruckt hat auch, wie schwer hier noch körperlich in diesen kleinen Fabriken gearbeitet wird.

Abends ging es dann weiter mit dem Ziel: Die Insel Koh Tao. Dass unser Zug nicht pünktlich sein wird wurde uns schon erzählt aber das wir zweieinhalb Stunden am Bahnhof sitzen müssten hätten wir nicht gedacht. Ich fand den Nachtzug voll ok, die Liegefläche war ausreichend, auch für jemanden der etwas größer ist. DSCN1228Auf Grund der Verspätung hatten wir bei Ankunft in Chumphon sofort Stress. 6:45 Uhr sind wir angekommen und um 7:00 Uhr fuhr die Fähre. Der Anleger war angeblich 30 km entfernt. Auf dem Parkplatz des Bahnhofs hieß es dann, die Fähre bekommen wir nicht mehr und wir müssen die um 13:00 Uhr nehmen. Dann hieß es auf einmal wir können mit einer anderen Fähre fahren, das würde aber 200 Baht pro Person mehr kosten. Wir waren uns nicht sicher was wir jetzt machen sollten. Ohne zu wissen was uns erwartet haben wir die 200 Baht bezahlt und sind auf die Ladefläche eines Pickup gesprungen und los gedüst. Die andere Fähre sollte auch um 7:00 ablegen. Mit 80 über die Schnellstraße haben wir es gerade eben so geschafft. Auch die Fähre machte einen besseren Eindruck als zuvor erwartet. Nach drei Stunden sehr schaukliger Bootsfahrt haben wir Koh Tao sicher erreicht.

Bangkok die Zweite (Tag zwei)

Am nächsten Tag trennten wir uns, denn Meik ließ die „IT World“( Panthip Plaza) nicht los und Christin und ich fuhren zuerst wieder zum Bahnhof, um die Tickets für die Weiterreise ab Petchaburi mit dem Night Train zu buchen. Wir fielen dann fast auf eine seriös wirkende Reiseberaterin rein, die uns die Tickets in ihrem Reisebüro außerhalb der Schalterhalle verkaufen wollte. Da mussten wir erst mal “auf die Toilette” und gingen dann wie am Tag zuvor auch in die Schalterhalle und waren schnell Inhaber einer Fahrkarte bis Koh Tao! Also Zug, Bus und Fährticket. Stolz wie Oskar fuhren wir dann mit dem Tuk Tuk in Richtung China Town.Tuk TuK Wir quetschten uns dort durch die engen Gassen und wurden von Reizen überflutet. Erstaunlich war, dass selbst dort Mofas durch fuhren. Ich erstand dann dort 3 T-Shirts für umgerechnet 5 Euro. Danach machten wir uns auf zum Treffpunkt mit Meik. Das war gar nicht so leicht. Dennoch schafften wir es tatsächlich und das nur mit 20 min Verspätung. Was uns dann erwartete übertraf dann alles, was ich bisher erlebt hatte, an falschen Auskünften, Quatsch und Nerverei. Wir kauften also drei Tickets für das Boot, das uns zum Wat Arun Tempel fahren sollte.DSCN0992 Wir fuhren los und näherten uns dem Tempel am gegenüberliegenden Ufer. Wir fuhren dann jedoch nicht zum anderen Ufer, sondern immer weiter in die falsche Richtung auf dem Fluss. Irgendwie war das komisch, so dass wir den Skipper fragten, der gab jedoch an, dass wir auf dem Boot bleiben sollen. Wir fragten eine andere Person, die dann sagte, dass das Boot nicht zum Tempel fahre. Wir stiegen also um, auch hier merkten wir dieses Mal dann jedoch schneller, dass das Boot wieder nicht zum Tempel fuhr. Als die Ticketverkäuferin kam, dachte ich mir: Was die können, kann ich schon lange und sagte, als sie unsere bereits entwerteten Tickets ungläubig anglotzte einfach „Wat Arun“, „Wat Arun“ damit war sie zufrieden und ging weiter. Nachdem wir dann wieder anlegten, sprangen wir aus dem Boot und gingen zur Fähre zum Tempel. Dort war dann eine mega lange Schlange und ein laut brüllender Ordner, der alle anwies, sich “two on two” hinten an zu stellen. Wir befolgten die Anweisungen nicht. Wir waren nun immerhin schon eine Stunden unterwegs und immer noch nicht da. Normale Fahrzeit wäre ca. 20 min gewesen. Endlich angekommen bewunderten wir den Tempel. Angeblich strahlt er golden beim Sonnenaufgang.

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Wir kraxelten die steile Treppe nach oben und genossen den Anblick. Auf dem Rückweg in die Stadt beobachteten wir, wie uns Thaimädchen heimlich fotografierten – zwei blonde weiße Frauen, für die ganz besonders. Den Abend ließen wir dann mit Beauty und Massage ausklingen.

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Bangkok die Zweite

Nach sechs Wochen reisen wird man etwas müde vom Sightseeing. Zurück in Bangkok – ein erholender Strand wäre irgendwie schöner gewesen. Aber irgendwie schafft es diese Stadt einen doch in seinen Bann zu ziehen. Nichts desto trotz empfehle ich nicht länger als drei Tage in Bangkok zu bleiben und lieber ein weiteres Mal hin zu fahren. Wir wollen euch für das zweite Mal Bangkok Kerstins Eindrücke liefern:Kerstin

Ankunft in Bangkok: zunächst fuhr ich wie Christin empfohlen hat in den 3. Stock des Flughafens, um eines der ankommenden Taxis zu nehmen. Der erste Fahrer konnte mit der Adresse des Hotels nichts anfangen und verwies mich an den nächsten, der angab, zu wissen, wo das Hotel ist. Schnell stellte ich fest, dass er das Hotel und den Weg nicht kannte. Mir wurde ein wenig mulmig, doch zu guter Letzt kamen wir vor dem Hotel an. Christin und Meik warteten bereits im Zimmer auf mich. Am ersten Tag gingen wir zur bekannten Kao San Road.

DSCN0903Diese Straße ist ungefähr vergleichbar mit der “Großen Freiheit” in Hamburg, nur viel größer. Überall auf der Straße waren Stände mit Kleidung und allen möglichen Souvenirs. Und auch kleine mobile Stände, an denen Essen zubereitet wurde. Alles war hektisch, laut und riesen groß. Am nächsten Morgen liefen wir zum Grand Palast. Auf dem Weg dorthin fragten uns ungefähr 10 Tuk Tuk Fahrer ob wir nicht lieber Tuk Tuk fahren wollen. Auch ein freundlich wirkender Mann, der uns ungefragt den Weg wies, stellte sich schnell als Unsinn erzählender Touristen-Verkohler heraus . Er gab an, der Palast öffne erst um 14 Uhr und er könne uns vorher andere Dinge zeigen. Zum Glück kennen Christin und Meik diese Masche und wir wurden ihn schnell los. Auf der Straße vor dem Palast stand ein Reisebus am anderen und der Smog war deutlich zu spüren. Am Palast angekommen fiel zuerst ein Schild ins Auge auf dem stand “open Every day from 8 until 18″! Im Inneren erwarteten uns unglaublich viele Menschen. Das Gelände war riesig und ein Gebäude schöner als das andere. Prachtvolle Verzierungen und die schönsten Mosaike glitzerten an den Häusern. Dort betrat ich dann auch meinen ersten Tempel. Alle mussten vorher die Schuhe ausziehen. Das war zuerst etwas gewöhnungsbedürftig. Die Hitze der Sonne hinter den Wolken war deutlich zu spüren und Christin und ich haben dann trotz Wolken einen Sonnenbrand bekommen. Da wir zum Glück lange Kleidung trugen, war es jedoch nicht so schlimm. Nach der beeindruckenden Besichtigung gingen wir zu Fuß Richtung Wat Pho. Unsere Füße waren schon etwas lahm, aber wir hielten durch. Dort angekommen machten wir eine Pause zum Essen.

DSCN0910Ich wollte schon umkehren, da es dort nicht wirkte, als gäbe es etwas zum Essen, doch Meik stürmte weiter. Und wir haben dann in einem Straßen Stand gegessen. Sehr mutig für mich am ersten Tag. Das Essen war super. Es gab Pad Thai. Der Wat Poh Tempel war nicht so groß wie der Palast und bestand aus einigen Häusern, in denen sich jeweils eine goldene Buddha Figur in einer anderen Haltung befand. Höhepunkt hier war der “Laying Buddha”, der mit 46 Metern der Größte war.

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Jeder Besucher versuchte hier das perfekte Foto von sich und der Statue zu bekommen, so auch Christin und ich. Danach fuhren wir mit dem Taxi zum Bahnhof und buchten uns Tickets für das nächste Reiseziel Petchaburi. Nach einer kurzen Pause im Hotel ging es dann mit der neuen U-Bahn in das Skytower Viertel. Menschenleere, hochmoderne U-Bahn Schächte – größer können die Gegensätze zum alten Stadtkern nicht sein. Ein Glück ist Meik so ein Technik Freak, denn nur deshalb fuhren wir hin, was sich wirklich lohnte. Er wollte dort in die sogenannte IT World. Nach einem erneuten Fußmarsch kamen wir dort um 20 Uhr an. Leider war schon fast alles zu und Meik war enttäuscht. Danach liefen wir dann zum Baiyoke Sky Tower, denn der Stadtplan versprach einen View Point im 43. Stockwerk. Dort angekommen gab es ein Restaurant mit Meeresfrüchte – Buffet. Schnell war klar: Das wollen wir und wir traten ein. Zunächst völlig geflasht von der Skyline by night. Das Essen war super und die Aussicht ein unwirklicher scheinender Traum.

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Chiang Mai

Chiang Mai ist für thailändische Verhältnisse eine relativ ruhige Stadt. Es wird nicht gehupt und wir konnten unbelästigt die Straße entlanggehen. Es gibt auch hier wieder viele Tempel zu besichtigen, einige gute Bars sowie jede Menge Ausflugsmöglichkeiten in die Berge zu den Bergvölkern. Entweder zu Fuß, mit dem Mountainbike oder mit dem Quad. Viele Touren haben Elefantenreiten mit dabei, aber das wollten wir nicht. Die werden nicht gut behandelt und wir möchten das nicht noch unterstützen. Wir sind also einen Tag in der Stadt umhergelaufen und haben wieder einige schöne Tempel gesehen. P1030035Am Donnerstag haben wir einen halbtägigen Kochkurs gemacht. In unserer Klasse waren 8 Leute und wir haben uns in verschiedene Gruppen geteilt, je nachdem was wir kochen wollten.  Wir haben z.Bsp. eine Suppe mit Meeresfrüchten bzw. Hühnchen gemacht, ein Currygericht mit Cashews und haben Currypaste selbst P1030046hergestellt. Es hat soviel Spaß gemacht, die Zutaten zu schnippeln und alles in den Wok zu machen, besonders weil da in kurzer Zeit wunderbare Gerichte auf dem Tisch sind. Alles war sehr lecker, besonders weil Meik und ich jeder was anderes gemacht hatten und dann noch mehr kosten konnten. Für den folgenden Tag haben wir eine Hike & Bike Tour gebucht. Geplant waren zunächst 8 km wandern und dann 30 km radfahren. Leider musste ich nach dem Wandern aufgeben, anscheinend war das Curry und Chili vom Vortag dann doch zuviel gewesen oder jemand hatte schmutzige Hände. Ich lag dann die nächsten 2 Tage im Bett. Meik machte die Fahrradtour alleine. Es war wohl schön.
Naja, wir haben jetzt einen Grund wieder nach Chiang Mai zu kommen. Wir haben noch längst nicht alles gesehen. Im Moment sind wir jedoch froh, das ich am Sonntag morgen wieder im Stande war das Flugzeug zu besteigen und nach Bangkok zu fliegen.
Vor Kerstins Ankunft haben wir uns noch den Wochenendmarkt in Bangkok angesehen. Der ist über 1,13 Quadratkilometer groß und dort ist wirklich alles zu haben. Etwas für die Küche, für den Garten, das Wohnzimmer, Antiquitäten, Klamotten, Schmuck, Gewürze und Lebensmittel. Das war der reine Wahnsinn. Meik hat sich eine schöne Fishermen Hose gekauft und sieht nun aus wie ein echter Beackpacker.

Bye Bye Koh Chang

Den Tag gestern haben wir an uns vor bei ziehen lassen – sind hin und wieder ins Meer gehüpft, lagen in der Hängematte und haben gelesen.

Aber heute wollten wir es noch mal wissen. Das wir den Wasserfall nicht gefunden haben konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. Ich kam mir schon etwas inkompetent vor, die Wegbeschreibungen klangen alle so einfach, auch wenn sie alle unterschiedlich waren und man konnte den Wasserfall ja auch hören. Nach 45 Minuten dichten Dschungel, über Stock und Stein habe ich ihn endlich gefunden. Sofort bin ich zurück und habe Christin geholtKiri Phet. Um die Leistung hervorzuheben muss ich noch sagen, dass wir nicht die einzigen waren die auf der Suche waren nach dem Wasserfall, drei weitere Pärchen haben zwei Tage zuvor nach ca. 15 Minuten aufgegeben. Man muss wirklich durch den Regenwald und darf keinen Weg erwarten, nur einen sehr unscheinbaren schmalen zugewachsenen Trampelpfad, der zu allem Überfluss auch noch von mehreren umgefallenen Bäumen blockiert war.

Kiri Phet

 

 

 

Nach dem erfrischendem Bad unterm Wasserfall, sind wir auf ins nah gelegene Fischerdorf. Dort gibt es den besten Kaffe der Insel. Dieser wird zubereitet von Nina, einer Deutschen die seit sechs Jahren hier auf der Insel lebt. Sie lebt genauso wie die anderen Thais im Dorf. Vier Wände und ein Dach auf Stelzen im Wasser, mehr nicht. Sie hat keine Möbel und auch keinen Kühlschrank. Es war echt cool mit ihr, in Ihrem Wohnzimmer (‘n überdachter Holzsteg) einen Kaffee zu trinken. Im gleichen Dorf waren wir nach den spannenden Erzählungen von Nina noch Fisch und Shrimps essen, wirklich lecker.Nia's Place

Soll toll der Tag auch war so schnell ging er auch vorbei, unser letzter Tag auf Koh Chang, denn Morgen geht es weiter. Wir fahren in aller früh rüber nach Kambodscha, nach Siem Reap.

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Goodbye Koh Chang

 

 

 

 

White Sand Beach

Wir sind seit 3 Tagen auf Ko Chang. Gestern hörte der Regen auf und die Sonne kam heraus. So haben wir endlich die pIMG_0718assenden Fotos, damit ihr wisst, wie es hier aussieht:

Natürlich waren wir auch baden. BadenDer Strand wird abends sehr schmal, da dann die Flut kommt. Es geht dann auch keiner mehr baden, weil es gefährliche Unterströmungen gibt. Wer das beachtet hat jedoch nichts zu befürchten und das Baden ist sehr angenehm.

Während der letzten Tage haben wir viel gechillt, verschiedene Restaurants ausprobiert und ein sehr gutes gefunden: Das Nuon Bua. Dort wird so gut gekocht, dass selbst Meik endlich mal mit “scharf” herausgefordert wurde. Wir haben unsere Tom Yung Suppe mit Meeresfrüchten in einer Kokosnuss serviert bekommen. Das sah gut aus und war sehr lecker. IMG_0752-1 Kopie

Da heute die Sonne überwiegend auf unserer Seite war, haben wir uns ein Moped geliehen und sind einmal um die Insel gefahren. Ziel war ein Wasserfall im Dschungel, den unsere Gastgeberin uns empfahl. Wir haben den Wasserfall zwar gehört, vielleicht auch nur den reißenden Strom den er erzeugt, aber finden konnten wir ihn nicht. Der Pfad verlor sich im dichten Regenwald, nach etwa 15 Minuten Fußmarsch. Die Moskitos dagegen haben uns gefunden. Um uns zu retten sind wir dann in den Fluss gesprungen. Das war zwar nicht der Wasserfall, aber es war im Gegensatz zur Meerestemperatur (fast Badewanne) echt eine Erfrischung.

Was wir sonst noch gesichtet haben:

Hier sind einige Geckos, die flitzen so an den Häuserwänden entlang. Und riesige Schmetterlinge, die überwiegend abends rumfliegen. Wir haben beobachtet, wie ein Gecko sich den Schmetterling schnappte. Bis dahin fand ich Geckos ganz süß, jetzt bin ich nicht mehr überzeugt.IMG_0735

Wir haben auch gesehen, wie ein Affe vom Nachbargrundstück Sachen geklaut hat. Der wollte auch zu uns, aber wir haben ihn verjagt. Er hat uns nur angefaucht, sich aber nicht weiter heran getraut.

Mit dem Moped haben wir eine Schlange auf der Straße gesichtet, die hat sich aber schnell davon gemacht.

Näher als uns lieb ist sind uns die Ameisen. Als ich um 6 Uhr meine Augen aufschlug, war Meik schon wach und erklärte, wir hätten eine Ameisenstraße im Bett. Nach schneller Überprüfung musste ich da leider zustimmen uns so sind wir sehr schnell aufgestanden. Angeblich riechen die uns gern und kommen dann. Wir haben jetzt alles Gift, das unsere Gastgeberin hatte, im Zimmer verteilt. Man darf gespannt sein. Die Kakerlake hat es nicht gestört, wir standen uns auf einmal im Bad gegenüber und haben es in verschiedene Richtungen wieder verlassen.

Ich für meinen Teil war heute sehr motiviert, dass Online-Visum für Kambodscha zu beantragen, um die Weiterreise voran zu treiben.

Zulange kann man dann doch nicht im Paradies bleiben.

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Auf dem Weg nach Koh Chang

Wir haben Bangkok hinter uns gelassen, auf dem dem Weg nach Koh Chang. Koh Chang ist eine nette kleine Insel im Golf von Thailand. Die Busreise von Bangkok über Trat bis zur Fähre, die uns auf die Insel brachte, war abenteuerlich. Wir sind mit einem Kleinbus, die Thais sagen Minibus, gefahren. Anschnallen war nicht möglich, der Busfahrer fuhr draufgängerisch und machte vor roten Ampeln nicht halt. Kurz vor dem Ziel wurden wir im Nirgendwo aus dem Bus gelassen, das ging so schnell von statten das ich meinen Hut vergessen habe :-( . Wie sich herausstellte fuhr der Bus nicht bis zur Fähre, es gab einen Zwischentransfer.  Dafür wollte man uns noch mal 80 Bath pro Person abknüpfen, umgerechnet 2 Euro. Wir waren uns sicher, dass wir am Busbahnhof ein Ticket für Busfahrt bis zur Fähre und für die Fähre hatten. Wieder einmal haben uns die Thais übers Ohr gehauen. Widerwillig bezahlten wir die insgesamt die 160 Bath. Als wir dann endlich an unserer Unterkunft ankamen, die wir übrigens auch ganz spontan nach Ankunft auf der Insel wählten, waren wir begeistert. auf Koh ChangWir hausen hier in einfachen Holzbungalows, die in den Berghang gebaut wurden, mit dem Stand direkt vor der Tür, wirklich paradiesisch. Nur das Wetter spielt noch nicht ganz mit. Wir haben vor 3-4 Tage hier zu bleiben, so fern das Wetter sich bessert.

Bangkok fürs kleine Budget

Heute haben wir uns was getraut: Wir sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren. Mit U- und S- Bahn. Mit dem Bus geht anscheinend nicht, man weiß nie wann der kommt, wo der abfährt und welches Ziel angefahren wird. Die U- und S-Bahnen sind auf gefühlte 15 Grad runtergekühlt und insgesamt moderner als die Hamburger Bahn. Außerdem sind wir mit einem Longtailboot die Klongs (kleine Wasserstraße) langgefahren und haben den Tempel mit dem “sleeping Buddha” besucht. Wat Pho Auf dem Weg dahin haben wir mindestens drei freundliche Thais getroffen, die uns abrieten den Weg zu Fuß zu machen. Es seien 6 km und der Tempel sei auch erst ab 14 Uhr offen. Stattdessen sollten wir doch mit dem netten TukTuk Fahrer fahren, der praktischerweise auch gleich kam. Außerdem sollten wir eine Bootstour durch die Klongs machen, für 1400 Bath p.P. Wir haben alle stehen lassen und sind zu Fuß in Wahrheit vielleicht 3 km gelaufen und haben für 1000 Bath für 2 Personen eine private Klongtour gemacht. ;) Klong

 

 

Abends sind wir in einem Einkaufszentrum in einem kleinen thailändischen Restaurant essen gewesen. Da waren nur Thais und wir, es war großartig und das Essen war super und wurde in kleinen Schalen serviert. Davon konnte man dann einige futtern. Die Thais hatten stapelweise Schalen an ihren Tischen. Eine Schale, egal was drin war, kostete nur 10 Bath. CrepeInsgesamt haben wir  nur 1/3 von dem, was die beiden Restaurant an den Vortagen gekostet haben, bezahlt. Als Nachtisch gönnte ich mir eine Süßspeise: Ein warmer Crepe mit Sahne, Litschis und Schokoeis drin, zusammengerollt als eine Art Eistüte. Sehr lecker.

Heute war es das erste Mal richtig sonnig in Bangkok, was bedeutete, dass die Hitzte enorm zu nahm. Der abendliche Regen bot da Abkühlung. Wir sind reif für die Insel, morgen gehts nach Ko Chang. Hoffentlich jedenfalls, wir haben ja nichts gebucht.

Zweiter Tag in Bangkok

Nach dem Frühstück im Hotel wollten wir uns zu Fuß auf den Weg machen und die Umgebung erkunden. Unter anderem wollten wir in den Tempel in dem der liegende Buddha zu sehen ist. Auf halben Weg wurden wir von einem netten Thailänder angesprochen, der uns vermeintlich wohlwollende Tipps gab und uns darauf hinwies, das der von uns angestrebte Tempel erst 14 Uhr öffnet . Das Ende vom Lied war, dass wir in einem Tuk Tuk landeten, welches für nur 20 Bath eine kleine Stadtrundfahrt zu diversen anderen Sehenswürdigkeiten bot. Die zweite Sehenswürdigkeit war jedoch ein Schneider bei dem mir günstige Maßanzüge anboten wurden. Nach dem kurzem Erlebnis bei dem Schneider waren wir in einem Reisebüro des “Governments”– gehörte auch zur Tour ;-) wir haben zwar nichts gebucht aber die Infos waren zunächst ganz ok, die geplante Tour mit dem Ziel Kambodscha sollte dann aber 12.000 Bath (300€) kosten. Im Lonely Plantet steht jedoch das Gegenteil von allem, was uns im Reisebüro geraten wurde. Mittlerweile hat es angefangen zu regnen und wir wollten wieder ins Hotel, aber der Tuk Tuk Fahrer bestand darauf uns zu einem weiteren Schneider zu fahren, da er eine Provision bekommt. Für 100 Bath – also 2,50 € fuhr uns dann aber schließlich zum Hotel zurück.

Nach einem Mittagsschläfchen sind wir dann noch etwas durch die Straßen gezogen, und haben wieder köstlich gegessen.