Kategorie-Archiv: Siem Reap – Ankor

Tag 2 in Ankor

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Unseren zweiten Tag in den Tempeln haben wir mit der großen Route verbracht. Sie begann mit einem eher kleinem Tempel, darauf folgte eine einstündige Tuk Tuk Fahrt. Denn wir wollten zu einem kleinen Fluss, Kbal Spean, etwas entfernt von Angkor. Dort wurden sogenannte Lingas (Symbole) zu Ehren der hinduistischen Götter auf dem Grund in den Felsen gehauen.

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Diese sollen älter sein als manche Tempel.

Was wir nicht wussten ist, dass man 1,5 km vom Parkplatz durch den Dschungel bergauf gehen muss. Der Weg war diesmal klar zuerkennen und ausgeschildert ;) . Flip Flops erwiesen sich jedoch als das falsche Schuhwerk. Neben den Symbolen wurden wir mit einem kleinen Wasserfall belohnt, von dem wir vorher nichts wussten. Nach einer erfrischenden Dusche, die Christin aus mangelnder Badebekleidung nicht genießen konnte, sind wir wieder zurück.

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Wir haben uns noch drei weitere Tempel angeschaut die uns sehr gefallen haben, besonders der letzte: Preah Khan.  Dort war eine unübersichtliche Fülle von Bibliotheken, Sälen und Türmen. Vieles ist schon in sich zusammen gefallen, aber man konnte es sich noch so gut vorstellen.

Den letzten Abend in Siem Reap haben wir beim “Cambodian BBQ” ausklingen lassen. Wir haben einen kleinen Grill auf den Tisch bekommen und rohes Fleisch und Fisch, den wir dann selbst gegrillt haben. Es war Krokodilsfleisch dabei, das schmeckte gut aber auch nicht außergewöhnlich anders. Dann hieß es Rucksack packen, den es geht weiter nach Phnom Penh, der Hauptstadt von Kambodscha.

 

 

Auf den Spuren des alten Ankor Reiches

Endlich endlich gibt es wieder eine vernünftige Internetverbindung, so dass wir euch über die letzten Tage updaten können. Wir sind inzwischen in der Hauptstadt von Kambodscha, in Phnom Penh. Aber zuerst zu den letzten Tagen:
Siem Riep ist bekannt wegen seiner nahen Lage an den Tempeln von Ankor, den Tempeln der Gottkönige. Wir haben uns sagen lassen, dass man circa drei Tage Besichtigung einplanen muss, da die Anlage 200 km² groß ist. Ankor Wat
Wir haben uns dann für die 2 folgenden Tage einen Fahrer gemietet, der uns mit seinem Tuk Tuk in Form einer Motorradrikschka überall hin fuhr.
Zunächst zur Geschichte von Ankor: Die Tempelanlage wurde zwischen dem 9.-13. Jh. errichtet, jeweils vom amtierenden König in Auftrag gegeben. Die Könige sahen sich als Verbindungsstück zwischen irdischem und göttlichen Dasein. Jeder war verpflichtet einen Tempel zu bauen, in welchem er nach seinem Tode als göttliche Inkarnation verehrt werden konnte. Diese ungeheuren Bautätigkeiten erforderten viele Arbeiter, die alle ernährt werden wollten. Bereits im 9. Jh. wurden daher umfangreiche ausgeklügelte Bewässerungsanlagen gebaut, die die Menschen unabhängig von der Trockenzeit ernähren konnten und dabei halfen, das Ankor über Jahrhunderte ein enorm mächtiges Reich wurde.
Auffällig an den Tempeln ist, das es sowohl hinduistische als auch buddhistische Bauweisen gibt. Da die Könige über die Religion ihres Volkes entschieden, gibt es in der Geschichte Kambodschas dreimalige Wechsel zwischen Hinduismus und Buddhismus.IMG_0803
Ankor Wat ist der größte dieser Tempel und weltweit der größte Hindutempel. Am ersten Besichtigungstag haben wir die kleinere der beiden Routen durch die Anlage genommen und die bedeutendsten Tempel besucht. Beeindruckt hat uns, wie der Dschungel teilweise in die Tempel reingewachsen ist, so sind einige Tempel von gigantischen Bäumen umgeben, die die Steine durchbrechen. Manche Fragmente stehen jedoch nur noch weil die Bäume sie mit ihren Wurzeln stützen.
Um den Tag abzurunden haben wir uns am Abend bei einem Buffet einen traditionellen Tanz angeschaut. Der sogenannte Apsara Tanz war früher ausschließlich den Angkor Königen vorbehalten. Sehr zum Leidwesen von Meik waren die Tänzerinnen im Gegensatz zu früher nicht mehr barbusig. Es war trotzdem sehr schön.

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