Kategorie-Archiv: Bali

Die Gili’s und ein Vulkan

Von Lembongan aus sind wir nach Gili Air mit dem Speed Boot ca. eineinhalb Stunden gefahren. Die Gili Inseln sind wirklich klein, um Gili Air ist man in 90 Minuten einmal rum spaziert. Auf den Gili’s sind motorisierte Fahrzeuge verboten, also gibt es keine Autos und keine Motorroller. Es gibt mehrere kleine Pferdekutschen mit denen man schneller vorankommt und schwere Last, wie Gepäck, bewegt.

PferdekutschenAuf Gili Air waren wir nur zwei Tage, wir sind die Insel abgelaufen und haben die Idylle genossen. Rüber nach Gili Meno haben wir mit dem Boot nur 15 Minuten gebraucht. Wir konnten auf die andre Insel rüber schauen, man könnte sogar meinen rüber schwimmen zu können, doch die Strömung forderte schon Menschenleben.

Sunset

 

Auf Gili Meno wollten wir wieder Tauchen. Unser Ziel war es Schildkröten zu sehen, und zwar die ganz Großen. Mit etwas Glück kann man auch welche beim Schnorcheln sehen. Wir hatten nicht das Glück aber beim Tauchen am “Turtle Haven” haben wir mindestens sechs Stück gesehen. Insgesamt haben wir drei Tauchgänge gemacht. Zwei davon waren Adventure Tauchgänge bei denen man sich weiter qualifiziert. Mit fünf Adventure Tauchgängen ist man Advanced Open Water Diver. Wir sind 30 Meter tiefgetaucht und dürfen das auch in Zukunft. Der zweite Adventure Tauchgang beinhaltete Übungen um besseren tarieren zu können, dass bedeutet seinen Auftrieb unter Wasser besser zu kontrollieren, vor allem mit seinem eigenem Atemzug. Zum Abendessen gab es dann einen der Fische zu essen die wir zuvor unter Wasser so toll fanden. Nach drei Nächten Gili Meno sind wir wieder nach Bali gefahren, um genau zu sein nach Ubud. Ziel war aber eigentlich einen 45 Minuten entfernten Vulkan zu besteigen. Wir wollten unbedingt in den Krater schauen. Uns wurde empfohlen sich den Sonnenaufgang von oben anzusehen. Problem ist nur, dass man zwei Stunden für den steinigen Aufstieg benötigt, also um vier Uhr morgens los muss.

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Wir sind also um zwei Uhr in der früh aufgestanden und wurden so gegen halb drei abgeholt. Am Fuß des Vulkans gab es dann einen Kaffee und einen kleinen Snack. Oben angekommen konnte man kaum die Hand vor Augen sehen so nebelig war es. Schlecht wenn man den Sonnenaufgang sehen möchte. Unser primäres Anliegen war zum Glück der Schlund. Der Nebel hat sich dann aber schnell verzogen und man konnte die Sonne spektakulär durch den Nebel erahnen, fast wie Vollmond bei Nacht, kugelrund. P1030674Der Rand der Sonne hat sich klar vom blauen Himmel abgezeichnet und die Strahlen waren noch zu schwach um das zu verbergen. Mit der Sonne kamen auch ein Haufen Affen, die kennen das Spektakel und wissen, dass es jetzt was zu essen gibt. Ein Affe hat mich sogar angesprungen, um mir mein Frühstücksei zu klauen. Hat er aber nicht geschafft. Der Blick in den Schlund des Vulkans fiel etwas unter den Erwartungen aus aber es gab viele kleine dampfenden Quellen zu sehen. die AffenDer Vulkan ist noch aktiv.

Zurück in Ubud sind wir dann durch die Straßen geschlendert. Es gibt viel Kram zu kaufen aber auch sehr viele kreative Dinge. Ubud ist Künstler- und Handwerkstadt, was man auch sieht. Genau das richtige für die, die viele Souvenirs brauchen. Am nächsten Morgen sind wir dann zurück nach Kuta um noch zwei Surfstunden mit zunehmen. Surfen ist viel viel schwerer als Tauchen, trotzdem standen wir schon mehrmals auf dem Bord und konnten den Schaum der Welle runter reiten. Wir hätten nicht gedacht, dass wir so schnell Erfolgserlebnisse haben werden. Ich hoffen wir finden in Australien die Zeit und haben die Möglichkeiten weiter Wellenreiten zu lernen. Aber jetzt heißt es erst mal auf nach Singapur ins Marina Bay Sands Hotel.

Unter Wasser

Wir sind nun seit 3 Tagen auf Nusa Lembongan, einer kleinen Insel südöstlich von Bali. Hier ist es sehr ruhig. P1030565Die meisten sind hier um zu surfen oder zum tauchen, es gibt jede Menge Tauchschulen und wir haben ein Upgrade gemacht und sind nun stolze “Open Water Diver”. Das bedeutet, wir können bis zu 18 Meter tauchen und theoretisch auch alleine, ohne Führung. Macht aber kaum jemand, wir auch nicht. Wir überlegen nun schon die nächste Stufe, zum “Advanced Diver” anzugehen, dafür muss man 5 spezielle Tauchgänge absolvieren. Navigation und das Tieftauchen(30m) sind Pflicht und dann gibt’s noch ein paar zum Aussuchen. Ich würde gern Fotographie machen. Meik will lernen unter Wasser richtig zu “schweben”. Außerdem würden wir gern einen Nachttauchgang machen und Wracktauchen. Hier gibt’s aber kein Wrack und nachts ist Ebbe, so dass wir nicht raus können. Wir werden daher noch ein wenig warten müssen. P1030571
Neben dem Open Water Kurs haben wir auch 2 Tauchgänge zum Spaß gemacht. So waren wir heute zuerst am Manta Point um, ja genau: Mantas zu sehen. Wir mussten erst ein bisschen suchen, bis wir sie an der Wasseroberfläche sahen aber dann ging es rein ins Wasser und wir haben sehr viele herumschweben sehen. Die sehen schon sehr majestätisch aus. Sie sind natürlich ungefährlich, Planktonfresser, wir sind ja nicht irre. P1030566Da wir unter Wasser nicht fotografieren konnten, seht ihr an dem Bild mit Meik neben der Statur, wie die aussehen. Vom Größenverhältnis ist es auch sehr real. Anschließend waren wir im Cristal Bay, einer Bucht mit hunderten von Korallen und tausender bunter Fische. Wir hatten auch ein bisschen Unterwasserströmung, und haben uns da einfach treiben lassen.
Ansonsten hat die Insel nichts weiter zu bieten. Wir sind mit dem Moped ein bisschen umher gefahren, haben einen schönen Aussichtspunkt gefunden. Man kann Bali sehen und den Vulkan an der Ostküste. Auffällig ist hier übrigens wieder einmal der Müll, die Insel wirkt erstmal sauber aber alle hundert Meter liegen Müllberge an den Straßen, mit denen nichts passiert. Außer das die stinken. Indonesien scheint kein armes Land zu sein, für uns ist es nicht verständlich, dass hier so wenig Wert auf die Umwelt gelegt wird. Morgen verlassen wir Lembongan und fahren zu den Gilli Inseln. P1030587

Offroad in Bali

Wir sind in Bali angekommen. Am Flughafen Singapur warnte man uns vor den Grenzbeamten in Bali, die einen ohne nachweisbares Rückflugticket nicht ins Land lassen. Wir waren daher etwas nervös aber zum Glück waren die Beamten gut drauf und wir sind ohne Probleme eingereist. Wir haben uns eine Unterkunft direkt am Strand gesucht, ein bisschen abseits des Trubels von Kuta.P1030363 Die ersten Tage haben wir auf uns zukommen lassen. Wir finden Kuta nicht so schlimm wie befürchtet, es ist sehr touristisch aber nicht überlaufen und das endlose Geschlängel kleiner Straßen und Gassen mit jeder Menge handelswütiger Verkäufer war für mich nach der Abgeschiedenheit von Ko Phan Ngan und Ko Samui genau richtig. Wie gerne würde ich meinen Rucksack mit Krimskrams vollstopfen und Geschenke für jeden Anlass kaufen.
Am 3. Tag haben wir unsere erste Surfstunde genommen. Ich hatte ja schonmal einen Kurs in Spanien, das hier war jedoch sehP1030369r einfach gehalten und vielleicht war das das Erfolgsrezept. Jedenfalls standen alle innerhalb der ersten 2 Std. auf dem Brett, wenn auch ein bisschen wackelig. Meik war happy, dass er es geschafft hat auf dem Brett zu stehen. Die Brandung in Bali ist total beeindruckend. Die Welle geht über den ganzen Strand und bricht ganz gleichmäßig, ein atemberaubender Anblick. Außerdem erleben wir hier die schönsten Sonnenuntergänge.

Die letzten drei Tage sind wir dann mit dem Mietwagen die Insel entlang gefahren. Bei 8 Verkehrstoten pro Tag schien uns die Knautschzone eines Autos sehr erstrebenswert. Obwohl viele Polizisten versuchen, den Verkehr in den Griff zu bekommen, ist es der helle Wahnsinn und das Linksfahren wird bei den HeersP1030394charen von Mopeds fast zur Nebensache. Wir sind in den Norden gefahren und wollten in Permuteran übernachten, um dort einen Tauchgang an der nahegelegenen Insel machen. Leider waren sämtliche Unterkünfte sowie die Tauchschulen total überteuert. Das haben wir dann nicht eingesehen, die versnobte Stadt hinter uns gelassen und im Auto an der Küste genächtigt. Am Morgen wurden wir mit einem erstklassigen Sonnenaufgang belohnt. P1030395

Wir sind dann nach Lovina gefahren, dort wurden wir sofort von einem Typ angesprochen, der uns einlud mit ihm aufs Meer zu fahren, dort wären jeden Morgen hunderte von Delfinen zu sehen. Wir hatten nichts besseres vor und sind in seinen kleinen Katamaran geklettert.

Er hat nicht übertrieben, da waren haufenweise Delfine, die in Gruppen zusammen geschwommen sind. Sie haben uns sogar den Gefallen getan, aus dem Wasser zu springen und wir waren hin und weg von dem Anblick. P1030412 P1030419

Lovina hat uns auch sehr gefallen, zumal wir heraus fanden, das die ansässigen Tauchschulen die Insel vor Permuteran auch anfahren. Die Atmosphäre der Stadt war total entspannt und gemächlich, also beschlossen wir zu bleiben. Wir haben einen Ausflug zum Gunung Batu unternommen, einem Vulkan mit einem großen See an seinem Fuß. Da wir spät dran waren konnten wir nicht mehr hoch aber der Anblick und die Aussicht waren erstmal eine Entschädigung. P1030441Gestern haben wir dann den Tauchgang an der Insel gemacht und hatten Sichtweiten von 20 Meter sowie jede Menge intakter Natur, da alles unter Naturschutz steht. Das Highlight war ein kleiner Riffhai (vielleicht 2 Meter lang, Meik glaubt aber es waren nur 1,50 Meter), der unter uns majestätisch seine Bahn zog.

Heute sind wir schließlich nach Kuta zurückgekommen. Auf dem Weg haben wir uns einen See bei Gitgit und die Reisterrassen in Jatiluwih angesehen und sind dort ein bisschen spazieren gegangen.

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Das sieht schon sehr gut aus, wie die da so in den Bergen angelegt sind. Sie wurden sogar von der UNESCO für´s Weltkulturerbe nominiert. Über kurvenreiche Schutterstraßen fanden wir dann unseren Weg bis nach Mengwi, wo wir den Pura Taman Ayun, P1030504den Wassertempel besuchten. Der hat uns allerdings nicht so beeindruckt. Nach Kuta zu kommen war ein bisschen wie nach Hause kommen. Wir sind hier Stammgast in einem Restaurant geworden und haben uns schon die ganzen Tage auf Pizza und Steak gefreut. Insgesamt ist Bali sehr vielseitig und die Menschen sehr freundlich. Wir sehen einige Muslime aber prägend ist hier der Hinduismus.

In den Tempeln findet unheimlich viel Spektakel statt. Festlich gekleidete Menschen tragen riesige Körbe mit Opfergaben auf den Köpfen in die Tempel und es sind mystische Klänge zu hören. Auf den Straßen und vor jedem Hauseingang sind kleine Gaben in Bananenblättern und so ein Körbchen haben wir auch ins Auto bekommen, bevor wir losfahren durften. Wahrscheinlich ist es für einen Schutzgeist gedacht.P1030466