Kategorie-Archiv: Südostasien

Singapur und das Ende der ersten Etappe

Wir sind in Singapur angekommen, einer Stadt, die durch einen ganz eigenen Charme besticht. Wir vergaßen beinahe, dass wir uns noch in Asien befinden. Die Kulisse aus Wolkenkratzern und Glasfassaden ist beeindruckent. Die beste Aussicht auf die Skyline der Stadt hat man vom Pool unsers Hotels, dem Marina Bay Sands. IMG_1275Der Pool befindet sich auf dem Dach des Hotels, in der 57. Etage. Das Hotel ist in der Tat ein Prachstück, Touristenspot, Residenz für Reiche und Leute, die sich einen Traum erfüllen. Es hat ein Casino, Theateraufführungen, verschiedene Restaurants, ein riesen Einkaufszentrum mit den luxuriösesten Marken der Welt und ein Fitnessstudio mit Blick auf die Skyline. Wir haben das allerdings nicht genutzt. P1030809Wir haben in den 2 Tagen nicht viel von Singapur gesehen. Wir brauchten Erholung und Ruhe, haben viel für unsere nächste Reise Etappe, Australien recherchiert und waren froh über eine funktionierende Internetverbindung. Außerdem lohnt sich das Hotel nur, wenn man sich auch da aufhält. So haben wir den Pool, die Badewanne und das Frühstücksbuffet genossen. Das Frühstück war teurer als manche Unterkunft für 5 Tage in Asien.

Außerdem haben wir uns den Colonial Distrikt von Singapur angesehen.

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Da finden sich unheimlich viele Einkaufszentren, Bürokomplexe, aber auch Bauten aus früherer britischer Herrschaft, die von modernen Wolkenkratzern umringt sind. Die Menschen scheinen sehr musikalisch zu sein, überall gab es Straßenmusik, Musikgeschäfte und Gruppen von jungen Menschen mit Gitarre auf den Parkflächen. In der Lobby des Marina Bays spielte ebenfalls ein Orchester. Wir haben außerdem noch eine Bootsfahrt auf dem Singapur River gemacht. P1030884Singapur ist voller modern gekleideter Menschen und extrem sauber. Trotzdem gab es auch hier wunderbare Straßenstände, hier versammelten sich zum Sonnenuntergang ein Haufen hungriger Menschen zum günstigen Essen und genossen die Skyline. So auch wir, es war unser letztes original asiatisches Abendessen. Die erste Etappe unserer Reise liegt nun hinter uns und es beginnt eine völlig Neue.

Australien wird in vielen Dingen anders sein. Wir freuen uns auf Festpreise, die für alle gelten und die man nicht mehr verhandeln muss, auf Taxifahrer die einen nicht übers Ohr hauen wollen, auf Geschäfte, die bekannte Sachen verkaufen, auf unser eigenes gekochtes Essen; auf Wurst, Käse und Brot zum Abendessen und auf Menschen, mit denen wir vollständige englische Sätze sprechen können.

Aber wir werden sicher trotzdem Asien in seiner bunten Vielfalt mit seinen neugierigen und kreativen Menschen, die aus allem ein Geschäft machen können, vermissen. Auch das ausgefallene, günstiges Essen sowie die unendlich vielen Früchte werden wir vermissen.

Es ist schwer in Worte zu fassen wie sehr uns Asien gefallen hat. Besonders die Menschen der ärmsten Länder und die mit schwerer oder grausamen Landesgeschichte waren uns gegenüber mit am freundlichsten und stets hilfbereit. Hin und wieder wird natüchlich versucht dem “reichen Touristen” mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, aber wir sind immer dort angekommen wo wir hinwollten und wir hatten das Gefühl das uns nie jemand etwas böses wollte.

Die Highlights dieser Reise möchten wir euch nicht vorenthalten:

  • schönster Flughafen: Ko Samui – alles findet im Freien statt, es gibt praktisch kein Flughafengebäude aber Frühstücksbuffet und Kaffee für umsonst!
  • größter Schreck: als Meik dachte er hat sein Handy im Taxi am Flughafen verloren und dem Taxi hinterherjagdte, es befand sich aber in seiner Tasche; für mich als ich das Propellerflugzeug in Hanoi sah
  • beeindruckendste Attraktion: Die Tempel von Ankor in Kambodscha
  • ein Ort zum bleiben: Sihanoukville – Otres Beach in Kambodscha oder Hoi An in Vietnam
  • günstigste Unterkunft: Sihanoukville, unsere Holzhütte kostete 5 US $ am Tag für uns beide
  • bestes Essen: defininiv in Vietnam, das in Thailand ist auch lecker aber relativ schnell langweilig
  • unerwartete Überraschung: Haribos und Nutella, auch auf der kleinsten Insel 
  • bestes Hotel: Marina Bay Sands
  • lustigstes Missverständnis: Wir baten in Saigon eine Kellnerin, nachdem wir unsere Bestellung aufgegeben hatten, die panierten Käsesticks als Vorspeise zu bringen und nicht mit dem Hauptgang. Sie holte dann ganz hektisch die halbfertigen Käsesticks aus dem Ofen und stellte sie auf unseren Tisch.
  • aufregendste Fortbewegungsmittel: auf der Ladefläche eines Pickups mit 80 km/h um die Fähre nach Ko Tao zu erwischen; das Moped mit 3 Personen drauf: der Fahrer und wir sowie das ein oder andere Tuk Tuk
  • das schönste Fortbewegungsmittel: die Kutschen auf den Gili Inseln
  • bester Markt: Der Chatuchak Markt in Bangkok
  • biligstes Bier: 0,20 € für ein frisch Gezapftes in Vietnam (hat auch geschmeckt)
  • anstrengendste Währung: der vietnamesische Dong, wir haben Millionen ausgegeben, für einen Euro gab es 27.000 Dong.
  • größtes Problem mit geliehenen Sachen: Als unser Mietwagen in Bali nicht mehr angesprungen ist, ist mir das Herz in die Hose gerutscht. Meik meinte ganz cool ich soll mal anschieben. Hab ich versucht. Wir wurden von circa 6 Balinesen vom Straßenrand aus belustigt beäugt. Glücklicherweise kamen die dann aber sofort und halfen, so dass der Wagen wieder genug Schwung hatte um zu starten.

Der ein oder andere fragt sich vielleicht, wie wir mit unseren Finanzen und unseren Sachen zurecht gekommen sind. Wir haben unser Tagesbudget weitestgehend eingehalten. Das das Tauchen uns so fasziniert, war nicht absehbar und kommt on top, das ist es aber wert gewesen. Ich habe mich ungefähr von der Hälfte meiner Sachen getrennt, wenn ich etwas neues  kaufe, schmeiße ich etwas altes dafür weg. Auch Meik hat einiges zurückgelassen. Unser Gepäck wiegt je 13 Kilo, was wir ziemlich gut finden. Vermissen wir Deutschland? Das ist schwer zu beantworten. Deutschland selbst vermisse ich nicht. Insbesondere das Wetter nicht. Die Arbeit auch nicht. Ich vermisse die Freunde und die Familie. Meik vermisst einen Ort, wo er zu Hause ist und das “Geordnete,” sowie die Standards in Deutschland.

Wir sind gerade hier

Die Gili’s und ein Vulkan

Von Lembongan aus sind wir nach Gili Air mit dem Speed Boot ca. eineinhalb Stunden gefahren. Die Gili Inseln sind wirklich klein, um Gili Air ist man in 90 Minuten einmal rum spaziert. Auf den Gili’s sind motorisierte Fahrzeuge verboten, also gibt es keine Autos und keine Motorroller. Es gibt mehrere kleine Pferdekutschen mit denen man schneller vorankommt und schwere Last, wie Gepäck, bewegt.

PferdekutschenAuf Gili Air waren wir nur zwei Tage, wir sind die Insel abgelaufen und haben die Idylle genossen. Rüber nach Gili Meno haben wir mit dem Boot nur 15 Minuten gebraucht. Wir konnten auf die andre Insel rüber schauen, man könnte sogar meinen rüber schwimmen zu können, doch die Strömung forderte schon Menschenleben.

Sunset

 

Auf Gili Meno wollten wir wieder Tauchen. Unser Ziel war es Schildkröten zu sehen, und zwar die ganz Großen. Mit etwas Glück kann man auch welche beim Schnorcheln sehen. Wir hatten nicht das Glück aber beim Tauchen am “Turtle Haven” haben wir mindestens sechs Stück gesehen. Insgesamt haben wir drei Tauchgänge gemacht. Zwei davon waren Adventure Tauchgänge bei denen man sich weiter qualifiziert. Mit fünf Adventure Tauchgängen ist man Advanced Open Water Diver. Wir sind 30 Meter tiefgetaucht und dürfen das auch in Zukunft. Der zweite Adventure Tauchgang beinhaltete Übungen um besseren tarieren zu können, dass bedeutet seinen Auftrieb unter Wasser besser zu kontrollieren, vor allem mit seinem eigenem Atemzug. Zum Abendessen gab es dann einen der Fische zu essen die wir zuvor unter Wasser so toll fanden. Nach drei Nächten Gili Meno sind wir wieder nach Bali gefahren, um genau zu sein nach Ubud. Ziel war aber eigentlich einen 45 Minuten entfernten Vulkan zu besteigen. Wir wollten unbedingt in den Krater schauen. Uns wurde empfohlen sich den Sonnenaufgang von oben anzusehen. Problem ist nur, dass man zwei Stunden für den steinigen Aufstieg benötigt, also um vier Uhr morgens los muss.

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Wir sind also um zwei Uhr in der früh aufgestanden und wurden so gegen halb drei abgeholt. Am Fuß des Vulkans gab es dann einen Kaffee und einen kleinen Snack. Oben angekommen konnte man kaum die Hand vor Augen sehen so nebelig war es. Schlecht wenn man den Sonnenaufgang sehen möchte. Unser primäres Anliegen war zum Glück der Schlund. Der Nebel hat sich dann aber schnell verzogen und man konnte die Sonne spektakulär durch den Nebel erahnen, fast wie Vollmond bei Nacht, kugelrund. P1030674Der Rand der Sonne hat sich klar vom blauen Himmel abgezeichnet und die Strahlen waren noch zu schwach um das zu verbergen. Mit der Sonne kamen auch ein Haufen Affen, die kennen das Spektakel und wissen, dass es jetzt was zu essen gibt. Ein Affe hat mich sogar angesprungen, um mir mein Frühstücksei zu klauen. Hat er aber nicht geschafft. Der Blick in den Schlund des Vulkans fiel etwas unter den Erwartungen aus aber es gab viele kleine dampfenden Quellen zu sehen. die AffenDer Vulkan ist noch aktiv.

Zurück in Ubud sind wir dann durch die Straßen geschlendert. Es gibt viel Kram zu kaufen aber auch sehr viele kreative Dinge. Ubud ist Künstler- und Handwerkstadt, was man auch sieht. Genau das richtige für die, die viele Souvenirs brauchen. Am nächsten Morgen sind wir dann zurück nach Kuta um noch zwei Surfstunden mit zunehmen. Surfen ist viel viel schwerer als Tauchen, trotzdem standen wir schon mehrmals auf dem Bord und konnten den Schaum der Welle runter reiten. Wir hätten nicht gedacht, dass wir so schnell Erfolgserlebnisse haben werden. Ich hoffen wir finden in Australien die Zeit und haben die Möglichkeiten weiter Wellenreiten zu lernen. Aber jetzt heißt es erst mal auf nach Singapur ins Marina Bay Sands Hotel.

Unter Wasser

Wir sind nun seit 3 Tagen auf Nusa Lembongan, einer kleinen Insel südöstlich von Bali. Hier ist es sehr ruhig. P1030565Die meisten sind hier um zu surfen oder zum tauchen, es gibt jede Menge Tauchschulen und wir haben ein Upgrade gemacht und sind nun stolze “Open Water Diver”. Das bedeutet, wir können bis zu 18 Meter tauchen und theoretisch auch alleine, ohne Führung. Macht aber kaum jemand, wir auch nicht. Wir überlegen nun schon die nächste Stufe, zum “Advanced Diver” anzugehen, dafür muss man 5 spezielle Tauchgänge absolvieren. Navigation und das Tieftauchen(30m) sind Pflicht und dann gibt’s noch ein paar zum Aussuchen. Ich würde gern Fotographie machen. Meik will lernen unter Wasser richtig zu “schweben”. Außerdem würden wir gern einen Nachttauchgang machen und Wracktauchen. Hier gibt’s aber kein Wrack und nachts ist Ebbe, so dass wir nicht raus können. Wir werden daher noch ein wenig warten müssen. P1030571
Neben dem Open Water Kurs haben wir auch 2 Tauchgänge zum Spaß gemacht. So waren wir heute zuerst am Manta Point um, ja genau: Mantas zu sehen. Wir mussten erst ein bisschen suchen, bis wir sie an der Wasseroberfläche sahen aber dann ging es rein ins Wasser und wir haben sehr viele herumschweben sehen. Die sehen schon sehr majestätisch aus. Sie sind natürlich ungefährlich, Planktonfresser, wir sind ja nicht irre. P1030566Da wir unter Wasser nicht fotografieren konnten, seht ihr an dem Bild mit Meik neben der Statur, wie die aussehen. Vom Größenverhältnis ist es auch sehr real. Anschließend waren wir im Cristal Bay, einer Bucht mit hunderten von Korallen und tausender bunter Fische. Wir hatten auch ein bisschen Unterwasserströmung, und haben uns da einfach treiben lassen.
Ansonsten hat die Insel nichts weiter zu bieten. Wir sind mit dem Moped ein bisschen umher gefahren, haben einen schönen Aussichtspunkt gefunden. Man kann Bali sehen und den Vulkan an der Ostküste. Auffällig ist hier übrigens wieder einmal der Müll, die Insel wirkt erstmal sauber aber alle hundert Meter liegen Müllberge an den Straßen, mit denen nichts passiert. Außer das die stinken. Indonesien scheint kein armes Land zu sein, für uns ist es nicht verständlich, dass hier so wenig Wert auf die Umwelt gelegt wird. Morgen verlassen wir Lembongan und fahren zu den Gilli Inseln. P1030587

Offroad in Bali

Wir sind in Bali angekommen. Am Flughafen Singapur warnte man uns vor den Grenzbeamten in Bali, die einen ohne nachweisbares Rückflugticket nicht ins Land lassen. Wir waren daher etwas nervös aber zum Glück waren die Beamten gut drauf und wir sind ohne Probleme eingereist. Wir haben uns eine Unterkunft direkt am Strand gesucht, ein bisschen abseits des Trubels von Kuta.P1030363 Die ersten Tage haben wir auf uns zukommen lassen. Wir finden Kuta nicht so schlimm wie befürchtet, es ist sehr touristisch aber nicht überlaufen und das endlose Geschlängel kleiner Straßen und Gassen mit jeder Menge handelswütiger Verkäufer war für mich nach der Abgeschiedenheit von Ko Phan Ngan und Ko Samui genau richtig. Wie gerne würde ich meinen Rucksack mit Krimskrams vollstopfen und Geschenke für jeden Anlass kaufen.
Am 3. Tag haben wir unsere erste Surfstunde genommen. Ich hatte ja schonmal einen Kurs in Spanien, das hier war jedoch sehP1030369r einfach gehalten und vielleicht war das das Erfolgsrezept. Jedenfalls standen alle innerhalb der ersten 2 Std. auf dem Brett, wenn auch ein bisschen wackelig. Meik war happy, dass er es geschafft hat auf dem Brett zu stehen. Die Brandung in Bali ist total beeindruckend. Die Welle geht über den ganzen Strand und bricht ganz gleichmäßig, ein atemberaubender Anblick. Außerdem erleben wir hier die schönsten Sonnenuntergänge.

Die letzten drei Tage sind wir dann mit dem Mietwagen die Insel entlang gefahren. Bei 8 Verkehrstoten pro Tag schien uns die Knautschzone eines Autos sehr erstrebenswert. Obwohl viele Polizisten versuchen, den Verkehr in den Griff zu bekommen, ist es der helle Wahnsinn und das Linksfahren wird bei den HeersP1030394charen von Mopeds fast zur Nebensache. Wir sind in den Norden gefahren und wollten in Permuteran übernachten, um dort einen Tauchgang an der nahegelegenen Insel machen. Leider waren sämtliche Unterkünfte sowie die Tauchschulen total überteuert. Das haben wir dann nicht eingesehen, die versnobte Stadt hinter uns gelassen und im Auto an der Küste genächtigt. Am Morgen wurden wir mit einem erstklassigen Sonnenaufgang belohnt. P1030395

Wir sind dann nach Lovina gefahren, dort wurden wir sofort von einem Typ angesprochen, der uns einlud mit ihm aufs Meer zu fahren, dort wären jeden Morgen hunderte von Delfinen zu sehen. Wir hatten nichts besseres vor und sind in seinen kleinen Katamaran geklettert.

Er hat nicht übertrieben, da waren haufenweise Delfine, die in Gruppen zusammen geschwommen sind. Sie haben uns sogar den Gefallen getan, aus dem Wasser zu springen und wir waren hin und weg von dem Anblick. P1030412 P1030419

Lovina hat uns auch sehr gefallen, zumal wir heraus fanden, das die ansässigen Tauchschulen die Insel vor Permuteran auch anfahren. Die Atmosphäre der Stadt war total entspannt und gemächlich, also beschlossen wir zu bleiben. Wir haben einen Ausflug zum Gunung Batu unternommen, einem Vulkan mit einem großen See an seinem Fuß. Da wir spät dran waren konnten wir nicht mehr hoch aber der Anblick und die Aussicht waren erstmal eine Entschädigung. P1030441Gestern haben wir dann den Tauchgang an der Insel gemacht und hatten Sichtweiten von 20 Meter sowie jede Menge intakter Natur, da alles unter Naturschutz steht. Das Highlight war ein kleiner Riffhai (vielleicht 2 Meter lang, Meik glaubt aber es waren nur 1,50 Meter), der unter uns majestätisch seine Bahn zog.

Heute sind wir schließlich nach Kuta zurückgekommen. Auf dem Weg haben wir uns einen See bei Gitgit und die Reisterrassen in Jatiluwih angesehen und sind dort ein bisschen spazieren gegangen.

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Das sieht schon sehr gut aus, wie die da so in den Bergen angelegt sind. Sie wurden sogar von der UNESCO für´s Weltkulturerbe nominiert. Über kurvenreiche Schutterstraßen fanden wir dann unseren Weg bis nach Mengwi, wo wir den Pura Taman Ayun, P1030504den Wassertempel besuchten. Der hat uns allerdings nicht so beeindruckt. Nach Kuta zu kommen war ein bisschen wie nach Hause kommen. Wir sind hier Stammgast in einem Restaurant geworden und haben uns schon die ganzen Tage auf Pizza und Steak gefreut. Insgesamt ist Bali sehr vielseitig und die Menschen sehr freundlich. Wir sehen einige Muslime aber prägend ist hier der Hinduismus.

In den Tempeln findet unheimlich viel Spektakel statt. Festlich gekleidete Menschen tragen riesige Körbe mit Opfergaben auf den Köpfen in die Tempel und es sind mystische Klänge zu hören. Auf den Straßen und vor jedem Hauseingang sind kleine Gaben in Bananenblättern und so ein Körbchen haben wir auch ins Auto bekommen, bevor wir losfahren durften. Wahrscheinlich ist es für einen Schutzgeist gedacht.P1030466

Koh Tao – ein Traum wird wahr

Koh Tao ist nur 3 km breit und 7 km lang. Es ist die Taucherhochburg überhaupt. Christin und ich hatten, nach schlechten Schnorchel Erfahrungen, eigentlich keine Lust mehr auf einen Tauchkurs. Da aber fast jede Unterkunft zu einer Tauchschule gehört, ist es schwer und / oder teuer auf der Insel einen Bungalow oder etwas ähnliches zu finden, ohne einen Tauchkurs zu machen. Die Kurse sind so günstig, dass wir dachten wir machen einfach doch einen, um irgendwo günstig unterzukommen.DSCN1259

Für 160€ haben wir dann einen zweieinhalbtägigen Kurs bekommen und 3 Nächte in einem bescheidenem aber schönen Bungalow.

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Unser Kurs beinhaltete neben der Theorie einen Pooltauchgang und zwei im Meer. Während der Theorieeinheit fühlten wir uns ein bisschen wie in die Schulzeit versetzt. Der erste Tauchgang im Pool war für Christin und Kerstin sehr aufregend. Mir fiel das Atmen unter Wasser leichter als gedacht. Wir lernten uns unter Wasser zu verständigen und auch einige Übungen, z.B. wie man Wasser aus der Tauchermaske bekommt. Am nächsten Tag ging es aufs Meer hinaus. Wir hatten zwei Tauchgänge und wurden mit schönen Korallen und exotischen Fischen belohnt. Tauchen macht süchtig. Die Angst und Anspannung bei Christin war Unterwasser schnell verflogen. Wir wollen auf jeden Fall weiterhin Tauchen gehen und unsere Qualifikationen erhöhen.

Besonders ich hab richtig Blut geleckt. Wir haben von anderen Tauchern so viele spannende Sachen gehört und Videos gesehen. Besonders das Wracktauchen stelle ich mir besonders interessant vor. Wir sind jetzt “Scuba Diver” und dürfen mit einem Instruktor bis zu 12m tief tauchen. DSCN1320

Zu Koh Tao selbst können wir sagen, dass die Insel zunächst etwas überfüllt und sehr touristisch wirkte. Aber es verläuft sich alles sehr schnell, die Insel ist für Aktive und Sportler sehr attraktiv. Party People gibt es hier auch kaum. Die ersten Tauchgänge starten schon um 7 Uhr morgens. Nach fünf Tagen verlassen wir Koh Tao, wir könnten alle noch viel länger hier bleiben. Wir haben auch einige interessante Leute kennengelernt mit denen wir uns austauschen konnten. Es gibt noch über 30 Tauchspots zu entdecken. Wir kommen bestimmt wieder!

Da wir die überwiegende Zeit keine vernünftige Internetverbindung hatten, hängen wir ein bisschen zurück. Die Tage nach Koh Tao waren nicht so ereignisreich und spannend. Christin berichtet wie es auf den anderen beiden Inseln war:

Wir sind von Koh Tao mit der Fähre nach Koh Phan Ngan gefahren. Hier haben wir am Coconut Beach einen sehr ursprünglichen und abgelegenen Strand gefunden. Unser Bungalow hatte eine schöne große Terrasse mit Meerblick.P1030296 Sehr romantisch. Weit weg von den Partystränden. Das einzige Manko waren die ganzen Deutschen, die uns auf einmal umgaben. Aufgrund der Abgeschiedenheit haben wir in den 2 Tagen auf der Insel nichts unternommen außer einen Tauchgang am Sail Rock, der weltweit bekannt ist. Es war total aufregend, weil das Wasser dort wesentlich tiefer war als im Kurs. Wir sind praktisch beim Abtauchen in das blaue Nichts getaucht. Unter uns war nur schwarze Leere. Aber als wir dann am Felsen waren, fanden wir dort eine vielfältige, bunte Welt mit riesigen Fischen vor. Wir sahen auch Muränen und Skorpionfische. Es war klasse. Geschnorchelt sind wir auch direkt an unserem Strand, dort war es fast so schön wie beim Tauchen und Meik hat sogar ein kleines Unterwasservideo machen können.

Von Koh Phan Ngan sind wir mit der Fähre nach Koh Samui gefahren. An dieser Stelle sei gesagt: Wer seekrank ist sollte nicht unter dem Deck sitzen und darf nur auf den Horizont starren, weil alles andere wackelt. Wir haben auf den Fährfahrten immer einige über der Reling hängen sehen. Zum Glück sind wir nicht unter den Unglücklichen gewesen. Unser Strand war weiß, ohne Steine und das Wasser erfrischend. Unser Highlight war ein Wasserfall, in dem wir herumklettern konnten.DSCN1549 Ich habe aber festgestellt, dass ich dort bereits vor drei Jahren war. An dieser Stelle an Anke und Sybille: Wir waren am richtigen Wasserfall, wir haben es nur nicht gecheckt! Insgesamt hat uns Ko Samui jedoch nicht überzeugt. Es ist letztendlich nur eine Durchgangsstation auf der weiteren Reise.

Nun sind wir in Phuket, Kerstins letzter Station vor ihrer Heimreise. Wenn wir Kerstin fragen, dann sagt sie, dass sie drei Urlaube in einem gehabt hat: Action, Städtetrip, Strand. Es kommt ihr vor, als sei sie schon seit mehr als 3 Wochen von zu Hause weg. In unserem schönsten Hotel von diesen drei Wochen genießen wir nun den Pool, den Meerblick, die Cocktails und die Massagen in der Stadt.

Die Dato Farm

Nach zweieinhalb ereignisreichen Tagen in Bangkok, haben wir uns für zwei Nächte auf der Dato Farm in Petchaburi niedergelassen. Ursprünglich wollten wir von der Dato Farm den Nationalpark Kaeng Krachen erkunden, aber der war leider schon ein paar Tage früher geschlossen als sonst, aufgrund der Regenzeit. DSCN1172Auf der Farm lebt man relativ eng mit den Thais zusammen, die diese Farm betreiben. Viele Gäste können sie nicht aufnehmen. Der Besitzer ist ein älterer Deutscher, der nebenbei noch Deutsch unterrichtet und deshalb vieles übers Telefon geregelt hat. Wir haben ihn erst am Tag unserer Abreise kennengelernt.
Nach unser Ankunft auf der Farm haben wir sofort eine kleine Tour in einen Mangroven Sumpf unternommen. Den Mangroven Sumpf durchforstet man auf einem Stelzenweg. DSCN1097Die Mangroven haben uns nicht so sehr beeindruckt, dafür war die Tour bzw. der Weg etwas zu lang. Interessant waren die Fische, die zum Teil wie Frösche aussahen. Ein Frosch mit Flosse. Das Highlight waren die Warane, die wir am Ende der Tour aus dem Auto gesehen haben. Für Fotos sind wir noch mal ausgestiegen, aber die Warane sind sehr schreckhaft und schnell vor uns geflüchtet
Der Zweite Tag auf der Farm begann mit einem Schrei von Kerstin. Wir hatten eine kleine Ratte im Bad. Die hat sich in der Wand ein Nest gebaut. Die Ratte war mindestens genau so erschrocken wie Kerstin. Das Nest war zwischen Decke und Wand und die konnte von dort immer ganz schnell übers Dach oder so weglaufen. Ne ne die war nicht direkt im Bad oder in unserem Zimmer rumgelaufen. Alles halb so wild.

Nach dem Frühstück sind wir in die kleine Stadt Petchaburi. Die Fahrt dahin auf dem Pick Up war aufregend aber hat Spaß gemacht. DSCN1119Die Stadt ist kaum touristisch, was sehr angenehm ist. Die Einheimischen sind gleich viel freundlicher und wollen einem nicht sofort etwas verkaufen oder übers Ohr hauen.

 

 

 

 

Petchaburi hat ein, zwei Tempel zu bieten. Ehrlich gesagt kann ich keine Tempel mehr sehen, aber Christin und Kerstin fanden es toll. Auf dem Weg zu einem Berg mit Tempel und vielen Affen hat uns die Mittagshitze zu schaffen gemacht. Wir haben dann erstmal in einem netten Restaurant aus Teakholz Mittag gegessen. Mit einem Pärchen, welches wir auf der Farm kennen gelernt haben. Die Affen auf dem Berg haben wir dann nicht mehr geschafft.

P1030177Den Tag darauf haben wir einfach mal nichts gemacht. Unser Nachtzug nach Chumphon fuhr auch erst um 22:35 Uhr. Vor dem Abendessen kam Thomas, der Besitzer der Farm und hat uns die Palmenzuckerproduktion gezeigt. Diese läuft komplett von Hand. Die Produktion betreibt eine Familie, die unweit von unserer Farm entfernt lebt. Die ganze Produktion spielt sich direkt neben den Wohnräumen der Familie ab. Benötigt wird ein großer Ofen auf dem der Blütensaft der Kokosnusspalmen aufgekocht wird. Nach einer Weile wird das heiße Gebräu dann noch mal geschleudert (mit kleinem maschinellen Einsatz) und in Gebinde, die zum Verkauf bestimmt sind, gegossen. Wir fanden das ganze sehr interessant. Beeindruckt hat auch, wie schwer hier noch körperlich in diesen kleinen Fabriken gearbeitet wird.

Abends ging es dann weiter mit dem Ziel: Die Insel Koh Tao. Dass unser Zug nicht pünktlich sein wird wurde uns schon erzählt aber das wir zweieinhalb Stunden am Bahnhof sitzen müssten hätten wir nicht gedacht. Ich fand den Nachtzug voll ok, die Liegefläche war ausreichend, auch für jemanden der etwas größer ist. DSCN1228Auf Grund der Verspätung hatten wir bei Ankunft in Chumphon sofort Stress. 6:45 Uhr sind wir angekommen und um 7:00 Uhr fuhr die Fähre. Der Anleger war angeblich 30 km entfernt. Auf dem Parkplatz des Bahnhofs hieß es dann, die Fähre bekommen wir nicht mehr und wir müssen die um 13:00 Uhr nehmen. Dann hieß es auf einmal wir können mit einer anderen Fähre fahren, das würde aber 200 Baht pro Person mehr kosten. Wir waren uns nicht sicher was wir jetzt machen sollten. Ohne zu wissen was uns erwartet haben wir die 200 Baht bezahlt und sind auf die Ladefläche eines Pickup gesprungen und los gedüst. Die andere Fähre sollte auch um 7:00 ablegen. Mit 80 über die Schnellstraße haben wir es gerade eben so geschafft. Auch die Fähre machte einen besseren Eindruck als zuvor erwartet. Nach drei Stunden sehr schaukliger Bootsfahrt haben wir Koh Tao sicher erreicht.

Bangkok die Zweite (Tag zwei)

Am nächsten Tag trennten wir uns, denn Meik ließ die „IT World“( Panthip Plaza) nicht los und Christin und ich fuhren zuerst wieder zum Bahnhof, um die Tickets für die Weiterreise ab Petchaburi mit dem Night Train zu buchen. Wir fielen dann fast auf eine seriös wirkende Reiseberaterin rein, die uns die Tickets in ihrem Reisebüro außerhalb der Schalterhalle verkaufen wollte. Da mussten wir erst mal “auf die Toilette” und gingen dann wie am Tag zuvor auch in die Schalterhalle und waren schnell Inhaber einer Fahrkarte bis Koh Tao! Also Zug, Bus und Fährticket. Stolz wie Oskar fuhren wir dann mit dem Tuk Tuk in Richtung China Town.Tuk TuK Wir quetschten uns dort durch die engen Gassen und wurden von Reizen überflutet. Erstaunlich war, dass selbst dort Mofas durch fuhren. Ich erstand dann dort 3 T-Shirts für umgerechnet 5 Euro. Danach machten wir uns auf zum Treffpunkt mit Meik. Das war gar nicht so leicht. Dennoch schafften wir es tatsächlich und das nur mit 20 min Verspätung. Was uns dann erwartete übertraf dann alles, was ich bisher erlebt hatte, an falschen Auskünften, Quatsch und Nerverei. Wir kauften also drei Tickets für das Boot, das uns zum Wat Arun Tempel fahren sollte.DSCN0992 Wir fuhren los und näherten uns dem Tempel am gegenüberliegenden Ufer. Wir fuhren dann jedoch nicht zum anderen Ufer, sondern immer weiter in die falsche Richtung auf dem Fluss. Irgendwie war das komisch, so dass wir den Skipper fragten, der gab jedoch an, dass wir auf dem Boot bleiben sollen. Wir fragten eine andere Person, die dann sagte, dass das Boot nicht zum Tempel fahre. Wir stiegen also um, auch hier merkten wir dieses Mal dann jedoch schneller, dass das Boot wieder nicht zum Tempel fuhr. Als die Ticketverkäuferin kam, dachte ich mir: Was die können, kann ich schon lange und sagte, als sie unsere bereits entwerteten Tickets ungläubig anglotzte einfach „Wat Arun“, „Wat Arun“ damit war sie zufrieden und ging weiter. Nachdem wir dann wieder anlegten, sprangen wir aus dem Boot und gingen zur Fähre zum Tempel. Dort war dann eine mega lange Schlange und ein laut brüllender Ordner, der alle anwies, sich “two on two” hinten an zu stellen. Wir befolgten die Anweisungen nicht. Wir waren nun immerhin schon eine Stunden unterwegs und immer noch nicht da. Normale Fahrzeit wäre ca. 20 min gewesen. Endlich angekommen bewunderten wir den Tempel. Angeblich strahlt er golden beim Sonnenaufgang.

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Wir kraxelten die steile Treppe nach oben und genossen den Anblick. Auf dem Rückweg in die Stadt beobachteten wir, wie uns Thaimädchen heimlich fotografierten – zwei blonde weiße Frauen, für die ganz besonders. Den Abend ließen wir dann mit Beauty und Massage ausklingen.

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Bangkok die Zweite

Nach sechs Wochen reisen wird man etwas müde vom Sightseeing. Zurück in Bangkok – ein erholender Strand wäre irgendwie schöner gewesen. Aber irgendwie schafft es diese Stadt einen doch in seinen Bann zu ziehen. Nichts desto trotz empfehle ich nicht länger als drei Tage in Bangkok zu bleiben und lieber ein weiteres Mal hin zu fahren. Wir wollen euch für das zweite Mal Bangkok Kerstins Eindrücke liefern:Kerstin

Ankunft in Bangkok: zunächst fuhr ich wie Christin empfohlen hat in den 3. Stock des Flughafens, um eines der ankommenden Taxis zu nehmen. Der erste Fahrer konnte mit der Adresse des Hotels nichts anfangen und verwies mich an den nächsten, der angab, zu wissen, wo das Hotel ist. Schnell stellte ich fest, dass er das Hotel und den Weg nicht kannte. Mir wurde ein wenig mulmig, doch zu guter Letzt kamen wir vor dem Hotel an. Christin und Meik warteten bereits im Zimmer auf mich. Am ersten Tag gingen wir zur bekannten Kao San Road.

DSCN0903Diese Straße ist ungefähr vergleichbar mit der “Großen Freiheit” in Hamburg, nur viel größer. Überall auf der Straße waren Stände mit Kleidung und allen möglichen Souvenirs. Und auch kleine mobile Stände, an denen Essen zubereitet wurde. Alles war hektisch, laut und riesen groß. Am nächsten Morgen liefen wir zum Grand Palast. Auf dem Weg dorthin fragten uns ungefähr 10 Tuk Tuk Fahrer ob wir nicht lieber Tuk Tuk fahren wollen. Auch ein freundlich wirkender Mann, der uns ungefragt den Weg wies, stellte sich schnell als Unsinn erzählender Touristen-Verkohler heraus . Er gab an, der Palast öffne erst um 14 Uhr und er könne uns vorher andere Dinge zeigen. Zum Glück kennen Christin und Meik diese Masche und wir wurden ihn schnell los. Auf der Straße vor dem Palast stand ein Reisebus am anderen und der Smog war deutlich zu spüren. Am Palast angekommen fiel zuerst ein Schild ins Auge auf dem stand “open Every day from 8 until 18″! Im Inneren erwarteten uns unglaublich viele Menschen. Das Gelände war riesig und ein Gebäude schöner als das andere. Prachtvolle Verzierungen und die schönsten Mosaike glitzerten an den Häusern. Dort betrat ich dann auch meinen ersten Tempel. Alle mussten vorher die Schuhe ausziehen. Das war zuerst etwas gewöhnungsbedürftig. Die Hitze der Sonne hinter den Wolken war deutlich zu spüren und Christin und ich haben dann trotz Wolken einen Sonnenbrand bekommen. Da wir zum Glück lange Kleidung trugen, war es jedoch nicht so schlimm. Nach der beeindruckenden Besichtigung gingen wir zu Fuß Richtung Wat Pho. Unsere Füße waren schon etwas lahm, aber wir hielten durch. Dort angekommen machten wir eine Pause zum Essen.

DSCN0910Ich wollte schon umkehren, da es dort nicht wirkte, als gäbe es etwas zum Essen, doch Meik stürmte weiter. Und wir haben dann in einem Straßen Stand gegessen. Sehr mutig für mich am ersten Tag. Das Essen war super. Es gab Pad Thai. Der Wat Poh Tempel war nicht so groß wie der Palast und bestand aus einigen Häusern, in denen sich jeweils eine goldene Buddha Figur in einer anderen Haltung befand. Höhepunkt hier war der “Laying Buddha”, der mit 46 Metern der Größte war.

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Jeder Besucher versuchte hier das perfekte Foto von sich und der Statue zu bekommen, so auch Christin und ich. Danach fuhren wir mit dem Taxi zum Bahnhof und buchten uns Tickets für das nächste Reiseziel Petchaburi. Nach einer kurzen Pause im Hotel ging es dann mit der neuen U-Bahn in das Skytower Viertel. Menschenleere, hochmoderne U-Bahn Schächte – größer können die Gegensätze zum alten Stadtkern nicht sein. Ein Glück ist Meik so ein Technik Freak, denn nur deshalb fuhren wir hin, was sich wirklich lohnte. Er wollte dort in die sogenannte IT World. Nach einem erneuten Fußmarsch kamen wir dort um 20 Uhr an. Leider war schon fast alles zu und Meik war enttäuscht. Danach liefen wir dann zum Baiyoke Sky Tower, denn der Stadtplan versprach einen View Point im 43. Stockwerk. Dort angekommen gab es ein Restaurant mit Meeresfrüchte – Buffet. Schnell war klar: Das wollen wir und wir traten ein. Zunächst völlig geflasht von der Skyline by night. Das Essen war super und die Aussicht ein unwirklicher scheinender Traum.

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Chiang Mai

Chiang Mai ist für thailändische Verhältnisse eine relativ ruhige Stadt. Es wird nicht gehupt und wir konnten unbelästigt die Straße entlanggehen. Es gibt auch hier wieder viele Tempel zu besichtigen, einige gute Bars sowie jede Menge Ausflugsmöglichkeiten in die Berge zu den Bergvölkern. Entweder zu Fuß, mit dem Mountainbike oder mit dem Quad. Viele Touren haben Elefantenreiten mit dabei, aber das wollten wir nicht. Die werden nicht gut behandelt und wir möchten das nicht noch unterstützen. Wir sind also einen Tag in der Stadt umhergelaufen und haben wieder einige schöne Tempel gesehen. P1030035Am Donnerstag haben wir einen halbtägigen Kochkurs gemacht. In unserer Klasse waren 8 Leute und wir haben uns in verschiedene Gruppen geteilt, je nachdem was wir kochen wollten.  Wir haben z.Bsp. eine Suppe mit Meeresfrüchten bzw. Hühnchen gemacht, ein Currygericht mit Cashews und haben Currypaste selbst P1030046hergestellt. Es hat soviel Spaß gemacht, die Zutaten zu schnippeln und alles in den Wok zu machen, besonders weil da in kurzer Zeit wunderbare Gerichte auf dem Tisch sind. Alles war sehr lecker, besonders weil Meik und ich jeder was anderes gemacht hatten und dann noch mehr kosten konnten. Für den folgenden Tag haben wir eine Hike & Bike Tour gebucht. Geplant waren zunächst 8 km wandern und dann 30 km radfahren. Leider musste ich nach dem Wandern aufgeben, anscheinend war das Curry und Chili vom Vortag dann doch zuviel gewesen oder jemand hatte schmutzige Hände. Ich lag dann die nächsten 2 Tage im Bett. Meik machte die Fahrradtour alleine. Es war wohl schön.
Naja, wir haben jetzt einen Grund wieder nach Chiang Mai zu kommen. Wir haben noch längst nicht alles gesehen. Im Moment sind wir jedoch froh, das ich am Sonntag morgen wieder im Stande war das Flugzeug zu besteigen und nach Bangkok zu fliegen.
Vor Kerstins Ankunft haben wir uns noch den Wochenendmarkt in Bangkok angesehen. Der ist über 1,13 Quadratkilometer groß und dort ist wirklich alles zu haben. Etwas für die Küche, für den Garten, das Wohnzimmer, Antiquitäten, Klamotten, Schmuck, Gewürze und Lebensmittel. Das war der reine Wahnsinn. Meik hat sich eine schöne Fishermen Hose gekauft und sieht nun aus wie ein echter Beackpacker.

Luang Prabang – ein Eindruck von Laos

Unser Laos Aufenthalt ist etwas kurz ausgefallen, da wir uns an anderen Orten mehr Zeit ließen und am Sonntag Kerstin in Bangkok treffen wollen, die uns drei Wochen begleiten wird. Wenn man so dahin reist vergisst man schnell die Zeit. Welcher Wochentag ist heute eigentlich und wie lange sind wir schon unterwegs? Es sind sechs Wochen! Es kommt uns schon länger vor.

Laos ist eins der ärmsten Länder der Welt. Im Vietnamkrieg fielen in Laos 2,5 Tonnen Bomben pro Einwohner. Aus diesem Grund ist auch hier von eigenständigen Wanderungen abzuraten, da noch viele Blindgänger herumliegen. Es gibt kaum medizinische Versorgung. Wir hörten, dass im Krankenhaus z.B. abgeschnittene Plasteflaschen als Tropf dienen und hatten keine Ambitionen, das System näher kennenzulernen. Wer hier krank wird, kann nicht davon ausgehen wieder gesund zu werden, außer die Familie hat Geld um die Angehörigen nach Thailand zu schicken. Das Jahreseinkommen beträgt noch nicht einmal 1.000 $ und alle Güter außer Textilien, Grundnahrungsmittel, Holz und Strom müssen importiert werden. Es gibt viele Analphabeten, es werden 85% aller Kinder eingeschult aber die meisten brechen schon in der Grundschule ab, um ihren Eltern zu helfen. Den Tourismus lassen die Laoten sehr vorsichtig zu, vielerorts weisen jedoch Schilder auf angemessene Bekleidung hin.

Luang Prabang ist ein kleines Örtchen in den Bergen umgeben vom Dschungel. P1020272Trotz einiger Touristen hat Luang Prabang sich seine Gemütlichkeit erhalten. Der Unterschied zu Vietnam und Kambodscha fällt sofort auf, es wird auf der Straße nicht ununterbrochen gehupt und die Straßenhändler und Tuk Tuk Fahrer fallen einen nicht gleich um den Hals. Alles ganz gemütlich. Luang Prabang zeichnet sich besonders durch seine schönen Bauten aus die einen kolonialen Touch mit asiatischer Baukunst verbinden, besonders in Kombination mit bewachsenen Terrassen und Balkonen hat es uns sehr gefallen. Die Stadt ist sehr klein, fast schon ein Dorf, ein halber Tag genügt um das meiste gesehen zu haben. Luang Prabang ist eine Tempelstadt, über 40 Tempel kann man sich anschauen.

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In Laos lebt ein Großteil der Bevölkerung in den Bergen, also noch zurückgezogen und sehr ursprünglich. Es werden viele Touren zu den “Local People” angeboten. Meist in Verbindung mit Mountainbiking, Trekking, etc. Die angebotenen Touren haben uns aus verschiedenen Gründen nicht zugesagt, deshalb haben wir versucht mit geliehenen Fahrrädern zu einer der empfohlenen Sehenswürdigkeiten zu kommen: Der Wasserfall Kuang Si, der ca. 30 km entfernt liegt. Wir haben die Strecke total unterschätzt, besonders ich (bin letztes Jahr 100 km bei den Cyclassics gefahren und das war kein Problem). Erstes Problem: die Fahrräder waren überhaupt nicht für so eine Strecke ausgelegt. Die Gangschaltung ging gar nicht, nur ein Gang im Gebirge ist ganz schlecht und die Sattel waren nach 5 km Körperverletzung. Zweitens waren es wirklich sehr starke Steigungen die wir zu über winden hatten und das bei 30 C° und gefühlt 100% Luftfeuchtigkeit. Nach 10 km haben wir aufgegeben, ich wollte erst nicht ganz, weil das wieder an meinem Ehrgeiz kratzte. Da wir bereits die Fahrräder geschoben hatten, hielt ein Tuk Tuk an und fragte ob wir zum Wasserfall wollten. Wir sagten ja und ließen uns mitnehmen, (die Alternative wäre umdrehen gewesen), also band der Tuk Tuk Fahrer unsere Räder aufs Dach und wir sind los. Nach 10 Minuten Fahrt wurde mir klar das es Quatsch gewesen wäre es weiter mit den Rädern zu versuchen.

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Wir sind bestimmt noch 30 Minuten in die Berge gefahren.
Der Wasserfall war mal wieder eine Belohnung. Und das Wasser war hellblau und fast eiskalt, eine herrliche Erfrischung. Es war ein mehrstufiger Wasserfall mit Zwischenbecken in denen man Baden und sich an einer Liane reinschwingen konnte. Hab ich gemacht!

 

 

Die anderen Tage sind wir durch die Stadt geschlendert, haben uns die Tempel angesehen und sehr lecker gegessen.P1020298 Luang Prabang verfügt auch über einen Nachtmarkt. Die Stände verkaufen fast ausschließlich handgefertigte Sachen aus Bambus, Silber (wären wir im Kurzurlaub gewesen, hätte Christin sich die Taschen vollgepackt :D ), Taschen, Klamotten und Schmuck. Besonders gefallen haben uns die Buffet Stände. Für 10.000 Kip (ca. 1 Euro) kann man sich den Teller mit verschiedenen Sorten Nudeln, Reis, Gemüse, Frühlingsrollen und vieles mehr voll hauen. Das Fleisch war extra, es waren alles verschiedene Fleischspieße mit Geflügel, Fisch oder Schwein und einer sah besser aus als der andere. Gegessen haben wir direkt auf dem Markt auf Bierbänken. Neben dem günstigen Preis hat uns die wuselige gesellige Atmosphäre sehr gefallen. Schade das es so etwas nicht in Deutschland gibt.

Wir haben nach 5 Tagen Luang Prabang wieder Richtung Thailand verlassen. Heute sind wir nach Chiang Mai geflogen. Wir bleiben hier vier Tage und treffen dann Kerstin in Bangkok.