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Singapur und das Ende der ersten Etappe

Wir sind in Singapur angekommen, einer Stadt, die durch einen ganz eigenen Charme besticht. Wir vergaßen beinahe, dass wir uns noch in Asien befinden. Die Kulisse aus Wolkenkratzern und Glasfassaden ist beeindruckent. Die beste Aussicht auf die Skyline der Stadt hat man vom Pool unsers Hotels, dem Marina Bay Sands. IMG_1275Der Pool befindet sich auf dem Dach des Hotels, in der 57. Etage. Das Hotel ist in der Tat ein Prachstück, Touristenspot, Residenz für Reiche und Leute, die sich einen Traum erfüllen. Es hat ein Casino, Theateraufführungen, verschiedene Restaurants, ein riesen Einkaufszentrum mit den luxuriösesten Marken der Welt und ein Fitnessstudio mit Blick auf die Skyline. Wir haben das allerdings nicht genutzt. P1030809Wir haben in den 2 Tagen nicht viel von Singapur gesehen. Wir brauchten Erholung und Ruhe, haben viel für unsere nächste Reise Etappe, Australien recherchiert und waren froh über eine funktionierende Internetverbindung. Außerdem lohnt sich das Hotel nur, wenn man sich auch da aufhält. So haben wir den Pool, die Badewanne und das Frühstücksbuffet genossen. Das Frühstück war teurer als manche Unterkunft für 5 Tage in Asien.

Außerdem haben wir uns den Colonial Distrikt von Singapur angesehen.

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Da finden sich unheimlich viele Einkaufszentren, Bürokomplexe, aber auch Bauten aus früherer britischer Herrschaft, die von modernen Wolkenkratzern umringt sind. Die Menschen scheinen sehr musikalisch zu sein, überall gab es Straßenmusik, Musikgeschäfte und Gruppen von jungen Menschen mit Gitarre auf den Parkflächen. In der Lobby des Marina Bays spielte ebenfalls ein Orchester. Wir haben außerdem noch eine Bootsfahrt auf dem Singapur River gemacht. P1030884Singapur ist voller modern gekleideter Menschen und extrem sauber. Trotzdem gab es auch hier wunderbare Straßenstände, hier versammelten sich zum Sonnenuntergang ein Haufen hungriger Menschen zum günstigen Essen und genossen die Skyline. So auch wir, es war unser letztes original asiatisches Abendessen. Die erste Etappe unserer Reise liegt nun hinter uns und es beginnt eine völlig Neue.

Australien wird in vielen Dingen anders sein. Wir freuen uns auf Festpreise, die für alle gelten und die man nicht mehr verhandeln muss, auf Taxifahrer die einen nicht übers Ohr hauen wollen, auf Geschäfte, die bekannte Sachen verkaufen, auf unser eigenes gekochtes Essen; auf Wurst, Käse und Brot zum Abendessen und auf Menschen, mit denen wir vollständige englische Sätze sprechen können.

Aber wir werden sicher trotzdem Asien in seiner bunten Vielfalt mit seinen neugierigen und kreativen Menschen, die aus allem ein Geschäft machen können, vermissen. Auch das ausgefallene, günstiges Essen sowie die unendlich vielen Früchte werden wir vermissen.

Es ist schwer in Worte zu fassen wie sehr uns Asien gefallen hat. Besonders die Menschen der ärmsten Länder und die mit schwerer oder grausamen Landesgeschichte waren uns gegenüber mit am freundlichsten und stets hilfbereit. Hin und wieder wird natüchlich versucht dem “reichen Touristen” mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, aber wir sind immer dort angekommen wo wir hinwollten und wir hatten das Gefühl das uns nie jemand etwas böses wollte.

Die Highlights dieser Reise möchten wir euch nicht vorenthalten:

  • schönster Flughafen: Ko Samui – alles findet im Freien statt, es gibt praktisch kein Flughafengebäude aber Frühstücksbuffet und Kaffee für umsonst!
  • größter Schreck: als Meik dachte er hat sein Handy im Taxi am Flughafen verloren und dem Taxi hinterherjagdte, es befand sich aber in seiner Tasche; für mich als ich das Propellerflugzeug in Hanoi sah
  • beeindruckendste Attraktion: Die Tempel von Ankor in Kambodscha
  • ein Ort zum bleiben: Sihanoukville – Otres Beach in Kambodscha oder Hoi An in Vietnam
  • günstigste Unterkunft: Sihanoukville, unsere Holzhütte kostete 5 US $ am Tag für uns beide
  • bestes Essen: defininiv in Vietnam, das in Thailand ist auch lecker aber relativ schnell langweilig
  • unerwartete Überraschung: Haribos und Nutella, auch auf der kleinsten Insel 
  • bestes Hotel: Marina Bay Sands
  • lustigstes Missverständnis: Wir baten in Saigon eine Kellnerin, nachdem wir unsere Bestellung aufgegeben hatten, die panierten Käsesticks als Vorspeise zu bringen und nicht mit dem Hauptgang. Sie holte dann ganz hektisch die halbfertigen Käsesticks aus dem Ofen und stellte sie auf unseren Tisch.
  • aufregendste Fortbewegungsmittel: auf der Ladefläche eines Pickups mit 80 km/h um die Fähre nach Ko Tao zu erwischen; das Moped mit 3 Personen drauf: der Fahrer und wir sowie das ein oder andere Tuk Tuk
  • das schönste Fortbewegungsmittel: die Kutschen auf den Gili Inseln
  • bester Markt: Der Chatuchak Markt in Bangkok
  • biligstes Bier: 0,20 € für ein frisch Gezapftes in Vietnam (hat auch geschmeckt)
  • anstrengendste Währung: der vietnamesische Dong, wir haben Millionen ausgegeben, für einen Euro gab es 27.000 Dong.
  • größtes Problem mit geliehenen Sachen: Als unser Mietwagen in Bali nicht mehr angesprungen ist, ist mir das Herz in die Hose gerutscht. Meik meinte ganz cool ich soll mal anschieben. Hab ich versucht. Wir wurden von circa 6 Balinesen vom Straßenrand aus belustigt beäugt. Glücklicherweise kamen die dann aber sofort und halfen, so dass der Wagen wieder genug Schwung hatte um zu starten.

Der ein oder andere fragt sich vielleicht, wie wir mit unseren Finanzen und unseren Sachen zurecht gekommen sind. Wir haben unser Tagesbudget weitestgehend eingehalten. Das das Tauchen uns so fasziniert, war nicht absehbar und kommt on top, das ist es aber wert gewesen. Ich habe mich ungefähr von der Hälfte meiner Sachen getrennt, wenn ich etwas neues  kaufe, schmeiße ich etwas altes dafür weg. Auch Meik hat einiges zurückgelassen. Unser Gepäck wiegt je 13 Kilo, was wir ziemlich gut finden. Vermissen wir Deutschland? Das ist schwer zu beantworten. Deutschland selbst vermisse ich nicht. Insbesondere das Wetter nicht. Die Arbeit auch nicht. Ich vermisse die Freunde und die Familie. Meik vermisst einen Ort, wo er zu Hause ist und das “Geordnete,” sowie die Standards in Deutschland.

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