Kategorie-Archiv: Neuseeland

Unsere Reise auf der Nordinsel

Nach Wellington sind wir in den Tongario Nationalpark gefahren, um die wohl schönste Tageswanderung Neuseelands zu machen. Es gibt dort 3 Vulkane (ich erspare euch die unaussprechlichen Namen), einer davon ist als Schicksalsberg aus Herr der Ringe bekannt.DSC00919 Wir sind im Morgengrauen los gelaufen. Die Wanderung war stellenweise ganz schön anstrengend und durch das ganze Geröll und den starken, eisigen Wind auch nicht immer ungefährlich. Aber als sich der Nebel verzog und die Sonne schien, war es einfach wunderbar. Besonders fanden wir auch einen großen See in einem der Krater sowie ein paar kleine farbige Seen. Wir konnten gar nicht genug Bilder machen.DSC00956 Unser weiterer Weg führte uns in Richtung Rotorua, wo die unterirdischen Aktivitäten der Erde in Form von heißen Quellen und dampfenden Löchern besichtigt werden können. Der Geruch nach faulen Eiern ist allgegenwärtig aber nicht nur Schwefel, sondern auch andere Elemente, wie zB Eisen dominieren das Gebräu in manchen Erdlöchern. Entsprechend ist das Wasser verfärbt. Die Temperaturen in den blubbenden Gewässern liegen zwischen 80 – 100 Grad. Nein, dort kann man nicht baden. Besonders spektakulär war der Champagner Pool, der direkten Zugang zur Lava hat und in dem es tatsächlich sprudelte.DSC01057 Der nächste Teil unserer Reise führte uns an die Ostküste oberhalb von Auckland, wo wir vor Goat Island schnorchelten und die Küstenstraße der Bay of Island erkundeten. Diese zeichnet sich durch tolle Buchten, Klippen und einer Unmenge an Inseln aus, die vor der Küste liegen. Wir haben jedoch auf größere Touren verzichtet und sind lieber an die Westküste gefahren um noch die Kauribäume zu bewundern. Der älteste dieser Bäume ist um die 2000 Jahre alt. Außerdem sind sie wahnsinnig dick und so sind wir staunend durch den Wald gelaufen und fühlten uns in Gegenwart dieser Riesen doch ziemlich klein und unbedeutend

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Das letzte Ziel unserer Neuseelandreise war Auckland. Wir haben die Stadt ein wenig erkundet. Auffallend ist, dass alles ganz schön hügelig ist. Das liegt daran, dass Auckland ebenfalls von Vulkanen umgeben ist, bzw. auf ihnen gebaut wurde. Zum Teil sind die noch aktiv, der letzte Ausbruch war jedoch vor 600 Jahren. Insgesamt fanden wir die Stadt ganz schön, in der Innenstadt lässt es sich herumbummeln und auch der Hafen lädt zum Verweilen ein. Unser Neuseelandabenteuer ist nun doch ganz schön schnell gegangen. Wir haben ziemlich viel Abwechslung in diesem Land gehabt, was einem glauben lässt, es wäre viel größer. Die Leute waren stets freundlich und mit unserem Auto mit dem Zelt auf dem Dach waren wir auf jedem Campingplatz das Highlight. Das Wetter hätte besser sein können, besonders nachts war es oft nass und kalt. Insofern freuen wir uns auf Chile, dort ist es warm. Wir fliegen heute am Sonntag Abend los und kommen am gleichen Tag morgens an, da wir die Zeitgrenze überfliegen. Nach deutscher Zeit fliegen wir also vom Morgen ist Gestern
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Von Gletschern und Meer

Nach unserem Besuch in Milford Sound waren wir nochmal in Queenstown um auf einen Berg zu wandern und die Aussicht auf den See und die Gebirgskette zu genießen. Anschließend führte uns die Reise zu den zwei Gletschern Fox und Franz Josef. Das Besondere an den beiden Gletschern ist ihre Nähe zum Meer sowie die Schnelligkeit mit der der gefrorene Schnee von oben nach unten rutscht. Während es früher noch ungefährlich war auf dem Eis zu spazieren, können die Gletscher heute nur mit dem Hubschrauber erreicht werden.

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DSC00752 Da das Wetter uns die nächsten beiden Tage einen Strich durch die Rechnung gemacht hat sind wir bis zum Abel Tasman Nationalpark durchgefahren. Auf dem Weg lagen jedoch noch die Pancake Rocks, die tatsächlich wie aufeinander gestapelte Pfannkuchen aussahen. Just in dem Moment guckte auch mal die Sonne für gute Fotos raus. Im Abel Tasman Park erklärte uns ein Einheimischer das dort seit Wochen die Sonne scheint, was uns an unsere Routenführung zweifeln ließ. Tatsächlich hatten wir die zwei Tage im Norden der Insel wunderschönes Wetter und krönten den Nationalpark als unser persönliches Highlight der Südinsel. Der Küstenwanderweg ist ein circa 40 km langer Weg, den sehr Viele in mehreren Tagen gehen. Wunderschön liegen dort goldene Strände in winzigen Buchten. Türkises Wasser überall und im Rücken dichter grüner Regenwald. Ein Traum. DSC00830Schade das wir das nicht eher wussten, denn dort hätten wir am Strand unser Zelt aufschlagen können. Uns hat leider die Zeit gefehlt, wir hatten schon einen Termin mit der Fähre, die uns von Picton nach Wellington auf die Nordinsel bringen sollte. Die Hauptstadt Neuseelands empfing uns mit Sonne und irgendwie bekommt man dort gute Laune beim schlendern durch die City und dem Stöbern in kleinen Shops und Second-Hand Läden. Zwischendurch gibt es interessante künstlerische Skulpturen zu sehen. Einen schönen Ausblick auf die Stadt am Meer hat man auch vom botanischen Garten aus, der sich über der Stadt erhebt und den wir mit der Seilbahn erreicht haben. DSC00854An unserem zweiten Tag in Wellinton besuchten wir das Te Papa Museum, ein interaktives, mehrstöckiges Gebäude. Das Nationalmuseum zeigt sowohl die Geschichte Neuseelands als auch die natürlichen Phänomene mit denen die Einheimischen hier leben müssen. Erdbeben und Vulkanausbrüche werden sehr gut beschrieben. Man kann hier locker den Tag verbringen. Wir haben Wellington dann verlassen und sind Richtung Norden gefahren. HIER gibts die Bilder dazu.

Unser Start in Neuseeland

Wir sind gut in Neuseeland angekommen, bis auf eine Ausnahme. Christin’s Backpack ist nicht mit angekommen. Der Schock saß tief und keiner konnte uns sagen wo das Gepäck sich befindet. Nach drei Tagen kam dann der Anruf: der Rucksack ist aufgetaucht. Die Freude war groß. Das ganze ließ sich zum Glück rechtzeitig vor unserer Abreise aus Christchurch regeln.

DSC00382Unser Neuseeland Abenteuer begann in Christchurch auf der Südinsel von Neuseeland. Die Stadt selber hat leider kaum mehr etwas zu bieten. Das liegt unter anderem daran, dass sich Christchurch von dem schweren Erdbeben vor ca. drei Jahren aus unserer Sicht kaum erholt hat. Die Innenstadt weist neben viel Bauland noch Gebäude auf, die abgerissen werden oder einfach leer stehen. Überall wird gebaut. Die Einkaufsmeile im Zentrum besteht nur aus Schiffscontainern, die zu schicken Läden und Cafes umgebaut wurden. Das Wahrzeichen der Stadt, die Christuskirche (Christchurch) ist dem Einsturz nahe, der Turm fehlt bereits.

In Christchurch haben wir nach drei Tagen unsern Leihwagen abgeholt. Das besondere an dem Auto ist das Zelt auf dem Dach, welches man in ca. 5 Minuten auf- bzw. abgebaut hat. Eigentlich muss man ein- und ausklappen sagen.

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Der grobe Plan ist, die Südinsel einmal zu umrunden bis es im Norden mit der Fähre auf die Nordinsel geht. Im Süden gibt es eine Touristen Route bei der man die Landschaft genießen kann. Mit dem Wetter haben wir bis jetzt nicht so viel Glück. Es ist meistens bewölkt, oder regnet, wir haben selten mehr als 20 Grad. Im Reiseführer steht das man hier Vierjahreszeiten an einem Tag haben kann, als wäre das etwas Gutes. Unterm Strich bedeutet das: man hat immer die falsche Kleidung an. Die Vegetation sowie die Landschaft erinnert schon das ein oder andere mal an zu Hause. Man könnte auch meinen, dass wir in den Alpen oder im Harz sind. Fairerweise muss man sagen, das es doch etwas beindruckender ist.

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 DSC00563Auf der Touristen Route im Süden sind wir unter anderem an einer kleinen Stadt namens Dunedin vorbeigekommen, die im Gegensatz zu Christchurch noch richtig viele alte Gebäude hat. Sowie an schönen Klippen und Stränden mit Seelöwen und Robben.

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Nach dem wir mit dem Süden fertig waren (Wir lassen die Bilder für sich sprechen) ging es weiter nach Queenstown. Wir hatten uns schon gefreut und wurden dann leider enttäuscht. Queenstown ist sehr sehr touristisch. Kaum Einheimische und alle Aktivitäten sind sehr teuer und nur über Touren möglich. Wenigstens gabt es dort den angeblich besten Burger der Welt. Gut geschmeckt hat er.

DSC00568Wir haben Queenstown schnell hinter uns gelassen um in Milford Sound den Fjord zu befahren, dies wurde uns mehrfach empfohlen. Tatsächlich hat uns die Tour auf dem Wasser zwischen all den Bergen gut gefallen. Nächstes Ziel ist der Mount Cook und vielleicht sein Gletscher. Hier gehts zu den Bildern.