Kategorie-Archiv: Die Mitte

Ab durch die Mitte

Gute 5.000 km ist es her, seit unserem letztem Beitrag. Von Adelaide haben wir es durch die Wüste bis an die Westküste nach Broome geschafft, aber immer der Reihe nach: Unser erstes großes Ziel war der Ayers Rock, auch Uluru gennant. Zwischen Adelaide und dem Uluru hatten wir zuerst im Flinders Ranges National Park Halt gemacht. Es lag auf dem Weg und wir sind etwas gewandert, dabei haben wir neben einer schönen Schlucht auch Emus gesehen. Nächster Halt war dann schon mitten in der Wüste.
DSC00270Der kleine Ort Cooper Peedy. Dieser ist geprägt durch die Opalminen, über 80% der Opale weltweit kommen aus Cooper Peedy. DSC00343Viele Teile der Stadt (Stadt ist übertrieben) befinden sich unterirdisch, so auch unser Campingplatz. Es gibt sogar eine unterirdische Kirche und die Menschen bauen unterirdische Wohnungen um der Hitze zu entkommen. Am nächsten Tag haben wir den Uluru zum Sonnenuntergang erreicht. Es ist schon beeindruckend wie der Felsen so mitten in der Wüste zum Vorschein kommt. Wir haben uns den Wecker sehr früh gestellt, um mit aufgehender Sonne um den Uluru zu wandern, da es dann noch nicht so heiß war, höchste Temperatur an dem Tag war ca. 36-38 Grad. Der Weg um den Felsen ist 10 km lang. Sehr beindruckend war auch der etwas entfernte King Canyon. Christin wollte die ganze Zeit nur Fotos machen, weil alles um uns herum, auf dem Walk, so beindruckend war. Ich kann es auch nicht in Worte fassen. Nächstes Ziel war Alice Springs, wo wir nur kurz unsere Vorräte aufgefrischt haben und die Weiterreise geplant haben.

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In Alice Springs selbst ist es nicht so spannend. Wir sahen aber unheimlich viele Aboriginies. Die sehen oft ziemlich verwahrlost aus und wirken durch ihre laute Sprache immer ein bisschen aggressiv. Insgesamt haben sie vieler Orts Alkoholprobleme, in Alice Springs ist der billige Wein aus dem Tetrapak sogar verboten. Es ist schade, dass viele Aboriginies so verwahrlosen und es zeigt, dass die Invasion der Europäer wieder einmal eine Kultur zerstört hat. Die Aboriginies haben im Einklang mit der Natur gelebt, kannten so etwas wie Eigentum nicht. Auch Alkohol kannten die australischen Ureinwohner vorher nicht und vertragen es nicht bzw. anders als Europäer. Interessant ist jedoch wie ausgerechnet in der trockensten und heißen Region Australien so viele Menschen leben konnten. Wie haben die überlebt? Etwas Zeit genommen haben wir uns auch für die „School of the Air“. DSC00540Die Schule gibt es schon seit 60 Jahren und hat für Kinder im Outback früher über das Radio bzw. Funkgeräte unterrichtet. Heute wird natürlich das Internet benutzt, aber es ist trotzdem interessant, wie Kinder an abgelegenen Orten wie z.B. Rinderfarmen unterrichtet werden. Die Schule hat das größte Klassenzimmer der Welt, es ist über 1.000 km² groß. Es gibt also Klassenkameraden die 1.000 km auseinander wohnen.

Unser Reisegefährte Caspar war eigentlich nur bis hier hin eingeplant, aber wir verstehen uns alle drei gut und somit fahren wir jetzt gemeinsam bis Perth. Alice Springs ist mitten im Landesinnere und hier kann es sehr heiß werden. Es ist aber eine sehr trockene Hitze und daher besser erträglich als man denkt. DSC00334Um Alice Springs gibt es viel zu sehen, jedoch brauch man ein Geländewagen mit Allradantrieb, um zu den schönen Landabstrichen zu gelangen. Viele Teile der nahen Gebirgskette McDonnall Range gehören dazu. Wir haben uns die Simpsons Schlucht und ein großes Wasserloch als Tagesausflug zusammengelegt, da wir diese Ziele mit unserem Auto erreichen konnten. Nach Alice Springs ging es weiter nach Katherine. Besonders auffallend war der Vegetationswechesel, auf dem Weg nach Norden. Die australische Wüste, in der es eigentlich immer ein paar Sträucher und Büsche gibt, wurde Stück für Stück zur Savanne und zum Schluss war es richtig grün. DSC00569Nach einem Tag Fahrt waren wir wieder in den Tropen angekommen. Wir sind auf dem Weg noch an den Devils Marbel vorbeigekommen. Das sind Felsen, die wie Murmeln aufeinander liegen. Außerdem gönnten wir uns noch ein kühles Bierchen im Daly Water Pub. Das wurde uns empfohlen und ist in der Tat sehr speziell, überall hängen Sammlungen von Geldscheinen, T-Shirts, BHs sowie Abzeichen verschiedener nationaler und internationaler Städte und Vereine. Die Luftfeuchtigkeit war hier spürbar höher, was die Hitze um soviel unerträglicher macht, besonders nachts, wenn man schlafen möchte. Empfohlen wurde uns noch ein heiße Quelle kurz vor Katherine, die haben wir uns trotz der 35 Grad nicht entgehen lassen. Da es weiterhin sehr schwül und heiß ist wollen wir ganz schnell an die Westküste nach Broome weil es dort einen schönen Strand geben soll. Bis dahin gibt es hier unsere Fotos.

Frohe Weihnachten!DSC00715