Kategorie-Archiv: der Süden

Die Great Oceon Road und der Grampians Nationalpark

Nach Melbourne ging es erst einmal weiter in den Süden. Unser Ziel war Apollo Bay, wo wir uns die Bucht und den Leuchtturm angucken wollten. Leider waren wir spät dran und der Leuchtturm war geschlossen. DSC00006Dafür haben wir auf dem Weg ein Haufen Koalas gesehen, die da in den Bäumen hingen. Besonders gefreut haben wir uns, als wir Bekannte aus Frasers Island wieder getroffen haben. Ein Schweizer Pärchen. Wir finden die Sprache der Schweizer übrigens total niedlich. Die müssen alle sehr glücklich sein bei so einer Sprache. Alles wird verniedlicht, so werden aus Flip Flop „Flipfloplis „und aus Box wird „Boxli“.
Am folgenden Tag sind wir an der Great Ocean Road entlang gefahren. Die Straße führt leider gar nicht die ganze Zeit am Ozean lang. Aber wenn, dann ist der Ausblick tatsächlich gigantisch. Wir sahen überwiegend zerklüftete Klippen, Felsen im Wasser und die Brandung. DSC00069Unser Highlight waren natürlich die 12 Apostel, die wirklich beeindruckend waren. Wir konnten auch ein Stück am Strand entlanglaufen. Das Wasser war richtig schön blau aber eiskalt. Unser nächster Halt war die London Bridge (eine Felsformation). Sie war vor einigen Jahren noch mit dem Festland verbunden, dann ist ein Stück vom Felsen abgefallen und nun steht sie einfach so im Wasser. Nach der Great Ocean Road ist der nächst größere Ort Portland. Dort gibt es auch einen Leuchtturm, den wir uns angesehen haben. Außerdem haben wir eine kleine Wanderung unternommen um Seelöwen zu sehen. Die haben sich allerdings nicht gezeigt. DSC00093
Anschließend wichen wir von der Route nach Adelaide ab um in den Grampians Nationalpark zu fahren. Leider waren wir nicht so gut dran mit dem Wetter. Es wurde regnerisch und kalt, so dass wir bei unter 10 Grad ganz schön froren. Unter freiem Himmel kochen war auch nicht möglich, so dass wir gezwungen waren auf einem kostenpflichtigen Campingplatz einzuchecken um wenigstens eine überdachte Küche zu haben. Mit Regen ist das Leben im Auto dann doch ganz plötzlich anstrengend. Zumal unsere Mitfahrgelegenheit Ricardo auch noch ein Zelt hatte, was ja dann nass wurde. Auf dem Campingplatz gab es außer anderen Campern noch jede Menge Kängurus und Kakadus, die versuchten unser Essen zu klauen. Am zweiten Tag war immer noch alles wolkenverhangen aber immerhin trocken, so dass wir einige Aussichtspunkte und eine Wanderung auf den Mt. Abrupt unternehmen konnten. Der Weg selbst war ziemlich holprig und steinig aber wunderschön und die Aussicht von oben hat sich echt gelohnt. Bei schönem Wetter sind die Grampians definitiv einen Besuch wert aber auch so hatten wir noch recht schöne Ausblicke.DSC00161
Wir haben dann die Fahrt nach Adelaide fortgesetzt. Es wurde zum Glück auch langsam wärmer. In Adelaide haben wir Ricardo am Hostel abgesetzt und unseren neuen Reisegefährten getroffen, der mit uns bis Alice Springs mitfahren wollte. Er heißt Caspar und ist aus Holland. Ansonsten haben wir von Adelaide nichts gesehen, weil wir einen Werkstatttermin für unser Auto hatten. Hinzu kam noch ein komisches Geräusch am Vorderrad, mit dem wir uns nicht trauten herum zu fahren. Deswegen saßen wir am 2. Advent auf unserem Campingplatz, der genau auf dem Gelände eines Flugplatzes für kleine Sportflugzeuge war. Das war auch mal interessant. Im Nachhinein hörten wir auch, dass wir in Adelaide auch nichts weiter verpasst haben. Nachdem unser Auto gecheckt wurde, sammelten wir Caspar ein und machten uns auf den Weg ins rote Zentrum Australiens. Hier könnt ihr euch unsere neusten Fotos ansehen während wir ca. 2.500 KM mit dem Auto vor uns haben. DSC00255

Melbourne, eine Stadt für längere Aufenthalte

Nach zwei Tagen Fahrt sind wir in Bendigo angekommen. Bendigo ist eine kleine Stadt eineinhalb Stunden nördlich von Melbourne. Wir haben uns dort mit Basti getroffen, einem Freund aus Studienzeiten. Er lebt seit kurzem in Melbourne. Seine Freundin Bianca ist Australierin und hatte mehrere Auftritte auf dem Blues and Roots Festival in Bendigo, weshalb wir überhaupt da waren. Die Stadt hat Geschichte, einen Pionier Flair, der von dem Goldrausch um 1900 geprägt ist.
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Man sieht selten alte schöne Fassaden in Australien, Bendigo hat da ein paar schöne alte Gebäude, sowie eine Kathedrale.

Nach zwei Tagen sind wir mit Basti und Bianca nach Melbourne. Wir duften einige Tage bei ihnen schlafen. Am Ende sind daraus drei Wochen geworden. In Melbourne fällt schnell auf, dass die Stadt Kultur und Geist hat, besonders im Vergleich zu Brisbane oder Cairns.

Flinder Street, Hauptbahnhof.

Flinder Street, Hauptbahnhof.

Australien ist ein sehr junges Land und hat daher kaum Geschichte und Kultur, aber in Melbourne gibt es den Mix aus eingewanderten Kulturen und alternativen Szenen sowie einen Stadtteil, Fitzroy, der uns an die Sternschanze in Hamburg erinnert. In der Innenstadt ist immer etwas los, es gibt jede Menge Straßenkünstler, die die Passanten mit Musik, Komik oder Kunst unterhalten. Es gibt ein Chinatown und unheimlich viele Asiaten.

Die Skyline vom Yarra River aus.

Die Skyline vom Yarra River aus.

Damit auch sehr viele Sushi Restaurants oder Straßenverkäufer. Ich bin sogar auf den Geschmack von Sushi gekommen. Wir haben im Zentrum auch ein Museum besucht in dem die Entwicklung des Filmes gezeigt wurde. Das war sehr spannend und sogar umsonst. Außerdem haben wir unsere Freunde von Frasers Island wieder getroffen. Es war nett mit den beiden gemütlich ein Bierchen am Flussufer zu trinken (Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist in Australien verboten). :D

Sophia und Matthias teilen mit uns Bier und Kälte (15 Grad).

Sophia und Matthias teilen mit uns Bier und Kälte (15 Grad).

Nach ca. einer Woche in Melbourne ergatterte ich einen Reinigungsjob. Ich sollte Teppiche in Apartments reinigen, nach dem die Mieter ausgezogen waren. Der Job und die Bezahlung waren nicht das wahre. Außerdem musste ich unser Auto benutzen. Um so viel anzusparen wie benötigt wurde, hätte ich mindestens drei bis vier Monate arbeiten müssen. Melbourne ist eine teure Stadt, das meiste Geld wäre fürs Wohnen, Essen und Sprit drauf gegangen. Das rechnet sich gar nicht und wir haben die Zeit nicht. Wir haben die Jobsuche daher endgültig an den Nagel gehangen und beschlossen, weiter zu fahren. Unser nächstes Ziel ist Adelaide.

Um Sprit- und Lebensmittelkosten zu sparen bzw. zu teilen haben wir noch Aushänge in Hostels gemacht und bis Adelaide einen Mitfahrer gefunden. Leider haben wir unsere Kamera am letzten Tag in Melbourne verloren. Das war sehr traurig, weil wir wirklich tolle Bilder hatten. Zum Glück haben wir unsere Fotos regelmäßig gesichert und somit „nur” zwei Tage verloren. Die GALERIE fällt daher etwas klein aus.