Kategorie-Archiv: Australien

Die letzten Wochen in Australien

Die letzten zwei Wochen in Perth haben wir uns hauptsächlich entspannt. DSC00184Wir haben uns noch einige Male in Fremantle herumgetrieben, da das kleine Örtchen einfach sehr schön und lebendig ist. DSC00125Das von Gefangenen erbaute Gefängnis von Fremantle steht unter Kulturschutz und war eines der ersten Gebäude in Western Australia. Hier wurden auch viele Aborigines gefangen gehalten, die meisten wegen Nichtigkeiten. Es gab Folterungen und Hinrichtungen. Einen Schreck kriegt man beim Anblick der winzigen Zellen, es ist kaum vorstellbar, dass dort Menschen hausen mussten. Als Toilette diente ein Eimer mit Deckel. Ein weiteren Ausflug unternahmen wir nach Rottnest Island.

DSC00223Der Name der, vor Fremantle liegenden Insel, leitet sich von rat’s nest “Rattennest” ab, was nicht stimmt, da die dort lebenden Quokka den Ratten zwar ähnlich sehen, aber eine Känguru Art sind. Auf der Insel sind keine Autos erlaubt, weshalb wir die Insel mit dem Fahrrad umrundet haben. Die unzähligen Buchten laden zum Schwimmen und Schnorcheln ein. Wir haben es richtig genossen, mal wieder ein bisschen sportlich unterwegs zu sein.DSC00248

Die sogenannten Hügel von Perth besuchten wir ebenfalls, da dort tolle Sonnenuntergänge zu sehen sind sowie eine sehr schöne Aussicht auf die Skyline der Stadt. Ein weiteres Highlight war der Australia Day, ein staatlicher Feiertag, der in Perth mit einem großen Fest am Flussufer zelebriert wurde. Hier bekamen wir Flug- und Stuntshows zu sehen sowie eines der besten Feuerwerke.

DSC00231Am 4. Februar sind wir dann an unserem letzten Ziel in Australien angekommen: Sydney. Die Stadt fällt besonders durch ihre vielen alten Gebäude auf. Australien hat nicht so viel alte Gebäude. Die Lage am Fluss mit dem Opernhaus und der Harbour Bridge ist wunderschön. DSC00337Die Brücke kann man als Fußgänger überqueren und hat so eine sehr schöne Aussicht über den Fluss und auf die Stadt. Wir haben auch den kleinen Ortsteil Manly mit der Fähre besucht, der wie ein kleiner entspannter Urlaubsort wirkt und direkt am Strand liegt. Unser Highlight hier war deutsches Essen. IMG_1826Wir haben ein bayrisches Restaurant besucht und uns Sauerkraut, Rotkraut, Schweinebraten und Wurst schmecken lassen. Ansonsten bietet Sydney unendlich viele Shoppingmöglichkeiten oder Plätze zum Verweilen sowie ein Chinatown mit vielen Restaurants.
Am 9. Februar war unsere Australien Reise zu Ende und wir sehen unserem nächsten Ziel entgegen: Neuseeland.

Wir wollen euch jedoch unsere Sammlung persönlicher Highlights von Australien nicht vorenthalten:

schräg aufgefallen: Australien hat noch mehr überflüssige Straßenschilder als Deutschland. Außerdem gibt es eine Vielzahl an lustiger Ortsnamen wie GinGin, 1770 aber auch Miami und Altona haben wir gesehen.

was wir vermissten: vernünftige Weihnachtskultur, das absurdeste Präsent im Supermarkt waren Gummibärchen in einer Weihnachtspackung. Wir haben uns nach Lebkuchen und Glühwein verzehrt.

kulturelle Unterschiede: es war sehr erheiternd in staunende Gesichter zu gucken wenn wir erzählten, dass in Deutschland die Leute ihre Autoreifen wechseln müssen, dass man auch bei unter Null Grad noch arbeiten geht, dass wir in jedem Laden Alkohol kaufen dürfen und im Glühwein auch Rum sein kann. Wir mussten lachen als wir gesehen haben, dass es hier in einigen Bars erlaubt ist Alkohol mitzubringen statt, wie in einigen Biergärten bei uns, das Essen.

das nervigste: Die australische Regierung scheint ihren Mitbürgern nicht viel Zivilcourage und sonstige gute Eigenschaften zuzutrauen, da man an wirklich jeder Ecke mit irgendwelchen Belehrungen rechnen muss, die bei Nichtbeachtung unter absurden Geldstrafen stehen. So kostet z.B. nicht anschnallen 600 $. Die Polizei sperrt hemmungslos komplette Straßen, um jeden einzelnen Autofahrer auf Alkohol zu testen und mitunter auch belehrend die Reifenbeschaffenheit am Auto zu kritisieren. In Alice Springs ist sogar der Billigwein “Gun” verboten, weil die Aboriginies das sonst immer kaufen.

größter Schreck: Wir erhielten einen Anruf von einer Tauchschule, dass unsere Kreditkarten dort gefunden wurden, wir verloren zwei Mal die Ladung vom Dachgepäckträger wegen des schlimmen Windes und wir sind einmal mit offener Kofferraumklappe losgefahren und verteilten das Innere des Kofferraumes auf der Straße. Schuld war Caspar.

bester Tauchspot: die S.S. Yongala an der Ostküste, unser bester Schnorchelspot war am Ningaloo Reef an der Westküste.

lebenswerteste Stadt: Je nachdem was man möchte Melbourne oder Perth. Während in Melbourne unheimlich viel Kultur und auch eine schöne alternative Szene vorherrscht, hat man in Perth den Strand und alle damit verbunden Aktivitäten direkt vor der Nase. Außerdem ist das Klima wärmer und gleichbleibender.

Wir haben alle Klimazonen in einem Land bereist, sind in der Zeit gesprungen und haben Berge, Meer, Wüste, Wasserfälle und Städte gesehen. Überall gab es freundliche, aufgeschlossene und hilfsbereite Menschen. Wenn kein Auto auf der Straße zu sehen ist an dem man sich orientiert, gucken wir immernoch in die falsche Richtung.

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HIER gehts zur Galerie der letzten Wochen.

 

Perth und Umgebung

Kurz nach Neujahr sind wir in Perth angekommen. Auf dem Weg waren noch zwei Sehenswürdigkeiten, praktisch direkt am Straßenrand. Das eine war ein See welcher pink ist,OLYMPUS DIGITAL CAMERA wirklich pink. Das hat was mit den Bakterien zu tun, die im Wasser enthalten sind. Giftig war das ganze aber nicht, schwimmen war auch nicht verboten. Das andere waren Bäume die am Boden in Windrichtung wachsen und das nur weil es in der Gegend fast immer windig ist. Das nächste Highlight war der Narmbung Nationalpark, der hauptsächlich für die Pinnacles bekannt ist. Das sind säulenartige Steine aus Muschelkalk. Wie die entstanden sind, ist nicht abschließend geklärt aber beeindruckend waren sie trotzdem, wie sie so aus dem gelben Sand aufragten.OLYMPUS DIGITAL CAMERA In der Perth angekommen haben wir unseren Reisegefährte Caspar in seinem Hostel abgesetzt und uns verabschiedet, insgesamt waren wir drei Wochen zusammen unterwegs. Unser Australien Abenteuer neigt sich auch langsam dem Ende. Am 9. Februar geht es nach Neuseeland.

Unser primäres Ziel in Perth war, unser Auto zu verkaufen. Dafür haben wir ca. vier Wochen eingeplant, da wir gehört haben, dass viele Backpacker es auf den letzten Drücker versuchen, es sich dann keine Interessenten finden und sie schnell verzweifelt sind. Mir dem Ergebnis, dass sie ihre Autos dann unter Wert verkaufen müssen. Nach dem wir in fast jedem Hostel in Perth einen Aushang platziert und im Internet Anzeigen geschaltet haben, hieß es für uns warten. Wir haben die Zeit genutzt um uns Perth und Umgebung anzusehen.

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Perth wirkt auf den ersten Blick etwas langweilig und versnobt. Das Stadtzentrum ist recht klein, hat aber einige Wolkenkratzer zu bieten. Als wir an unserem ersten Abend ein Bier trinken gehen wollten war dies leider aufgrund der vorherrschenden Kleiderordnung (soviel zu versnobt) nicht möglich. Mit Flip Flops kommt man in keine Bar, schwarze Lederschuhe sind angesagt, eine lange Jeans und ein Hemd mit Kragen. Frauen dagegen haben fast alle knappe Abendkleider an. Unter der Woche soll es aber nicht so streng hergehen. Auf dem zweiten Blick ist Perth dann doch ganz interessant. Die Stadt liegt sehr dicht an verschiedenen Stränden, in 10 bis 15 Minuten mit dem Auto kann man schon am Strand sein. Neben den Stränden gibt es dann noch den großen Kings Park mit Aussicht auf die Skyline von Perth.

Perth vom Kingspark aus betrachtet.

Eine halbe Stunde von Perth entfernt befindet sich der historische Ort Fremantle, es kann als kulturelles Zentrum von Perth betrachtet werden, da sich hier viele Gebäude aus den Anfängen der Kolonialzeit befinden. Eines der Sehenswürdigkeiten ist das Fremantle Gefängnis, welches mindestens so alt ist wie die Stadt. Australien war zu Beginn der Kolonialzeit eine Gefängnisinsel der Briten, um es etwas überspitzt auszudrücken. Weiter südlich wurde uns Margaret River und die Region empfohlen. Hier reiht sich ein Weingut bzw. Winzer an den nächsten. Die Küste ist gesäumt von zerklüfteten Klippen, die wunderschöne Ausblicke bieten. Hier gibt es auch mit 1,7 km den längsten Steg der Südhalbkugel, der zum schnorcheln einlädt. Neben viele schönen Stränden wirkt die Region doch ein wenig verschlafen.

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Nach ca. einer Woche ohne eine Resonanz auf unsere Aushänge und Annoncen bzgl. unseres Autos wurden wir etwas skeptisch, ja der Preis war im vergleich zu andren Angeboten etwas hoch aber unser Auto ist es wert. Um uns etwas abzulenken haben wir zwei Tauchgänge gebucht, einen Nachttauchgang und einen Navigationstauchgang. Nach diesen Tauchgängen dürfen wir uns “Advance Open Water Diver“ nennen. Das Tauchen bei Nacht hört sich vielleicht etwas gruselig an, ist es aber nicht. Ausgerüstet mit Taschenlampe kann eigentlich nichts schief gehen. Und die Unterwasserwelt ist bei Nacht eine ganz andere. Wir haben unzählige Seesterne gesehen und auch einige Krebse. Am besten war aber ein Oktopus und ein Lionfisch. Bei Navigieren ging es darum mit einem Kompass Unterwasser auch wieder zurück zu finden.

Und auf einmal gab es Interessenten für unser Auto. Ein Pärchen aus Deutschland war besonders interessiert. Wir haben uns auf einen guten und fairen Preis einigen können und sind eine Sorge los. Auf der einen Seite sind wir froh, dass wir unser Auto nicht verscherbeln mussten, auf der anderen Seite war es so als würden wir unser Zuhause verkaufen. Insgesamt sind wir ca. 20.000 km mit dem Auto gefahren, es hat uns nie im Stich gelassen.

Sieht man gerade nicht, aber ein bisschen traurig waren wir schon. DSC00097

Plötzlich waren wir Obdachlose, eine neue Unterkunft musste schnell her und die hat sich mal wieder bei airbnb finden lassen. Jetzt haben wir noch zwei Wochen Zeit bis unser Flug nach Sydney geht. Wahrscheinlich werden wir uns noch ein kleines Auto mit Zelt mieten und uns noch mehr von der Umgebung ansehen.

Alle Fotos gibt es hier.

 

Die Westküste

Wir sind nach Broome die Westküste herunter, Richtung Perth gefahren. In Broome selbst haben wir nur das Open Air Kino besucht,DSC00708 angeblich das älteste der Welt. Natürlich haben wir uns auch den Strand angesehen, der Cable Beach heißt so, weil hier das Telefon-Kabel nach Indonesien, Java, verlegt wurde. Krass oder? Leider ist der indische Ozean hier so warm, dass man von einer Erfrischung nicht sprechen kann. Wir waren ganz froh, diesen Hexenkessel zu verlassen und Richtung Süden zu fahren. Unser nächster Halt war im Cape Range Nationalpark, der auf einer Halbinsel liegt, eine schöne Schlucht zu bieten hat und zu dessen Füßen sich das Ningaloo Reef direkt am Strand befindet. Es gibt etliche Schnorchelmöglichkeiten und wir waren wirklich begeistert davon, wieviel es hier zu sehen gibt. DSC00760Wir haben außerdem versucht, Schildkröten beim Eierlegen zu beobachten, jedoch haben wir nur Spuren, aber keine Tiere gefunden. Es ist auch schwer, weil man kein Licht anmachen darf und es nachts am Strand doch ganz schön dunkel sein kann. Weitere 600 km südlich schließt sich eine weitere Halbinsel an, Shark Bay genannt. Hier gibt es Delfine zu sehen, die sehr weit an das Ufer herankommen und von den Rangern gefüttert werden. Das hat sich so etabliert, nachdem die Delfine über Jahre hinweg den Fischkuttern ans Ufer gefolgt sind. So sind sie praktisch eine Tradition und wir haben viel informatives über die Tiere gelernt.

Der ganze Strand sah wirklich so aus! Die sind solo nahe, das war schon toll. DSC00829

Sehr schön war auch der Shell Beach, der aus Millionen von Muscheln besteht sowie die Ausblicke über die Küste. Außerdem gibt es hier Stromatoliten, Bakterien, die kleine Gesteinstürmchen bauen. Sie produzieren dabei Sauerstoff und sollen die ersten Lebewesen der Welt gewesen sein. Es gibt sie nur hier und auf den Bermudas, da der Salzgehalt des Wasser doppelt so hoch ist wie sonst wo, was ihnen das Leben ermöglicht.
Silvester haben wir dann im Kalburri Nationalpark verbracht. Das gleichnamige Örtchen liegt direkt am Meer und der Nationalpark bietet wilde Natur, Schluchten und das berühmte “natürliche Fenster”, eine Felsformation.

DSC00970 Hier haben wir erst einmal ein erfrischendes Bad genommen. DSC00943

Die haben wir uns nicht entgehen lassen. Anschließend sind wir in die “Z-Bend” Schlucht herabgestiegen, eine der schönsten, die wir bisher gesehen haben. Wir sind eine ganze Weile dem Fluss gefolgt, haben auf einmal einen Strand gefunden und konnten im Wasserloch baden. Zu Silvester haben wir in unserer Campingküche “Dinner for one” vorgeführt, was unseren Mitfahrer Caspar und zwei Australier sehr begeistert hat. Mit guter Laune sind wir also ins neue Jahr gerutscht und hoffen, euch ist es ähnlich ergangen. In diesem Sinne auch von uns an alle ein erfolgreichen, glückliches und gesundes neues Jahr!

Hier gehts zur Fotogalerie!

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Ab durch die Mitte

Gute 5.000 km ist es her, seit unserem letztem Beitrag. Von Adelaide haben wir es durch die Wüste bis an die Westküste nach Broome geschafft, aber immer der Reihe nach: Unser erstes großes Ziel war der Ayers Rock, auch Uluru gennant. Zwischen Adelaide und dem Uluru hatten wir zuerst im Flinders Ranges National Park Halt gemacht. Es lag auf dem Weg und wir sind etwas gewandert, dabei haben wir neben einer schönen Schlucht auch Emus gesehen. Nächster Halt war dann schon mitten in der Wüste.
DSC00270Der kleine Ort Cooper Peedy. Dieser ist geprägt durch die Opalminen, über 80% der Opale weltweit kommen aus Cooper Peedy. DSC00343Viele Teile der Stadt (Stadt ist übertrieben) befinden sich unterirdisch, so auch unser Campingplatz. Es gibt sogar eine unterirdische Kirche und die Menschen bauen unterirdische Wohnungen um der Hitze zu entkommen. Am nächsten Tag haben wir den Uluru zum Sonnenuntergang erreicht. Es ist schon beeindruckend wie der Felsen so mitten in der Wüste zum Vorschein kommt. Wir haben uns den Wecker sehr früh gestellt, um mit aufgehender Sonne um den Uluru zu wandern, da es dann noch nicht so heiß war, höchste Temperatur an dem Tag war ca. 36-38 Grad. Der Weg um den Felsen ist 10 km lang. Sehr beindruckend war auch der etwas entfernte King Canyon. Christin wollte die ganze Zeit nur Fotos machen, weil alles um uns herum, auf dem Walk, so beindruckend war. Ich kann es auch nicht in Worte fassen. Nächstes Ziel war Alice Springs, wo wir nur kurz unsere Vorräte aufgefrischt haben und die Weiterreise geplant haben.

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In Alice Springs selbst ist es nicht so spannend. Wir sahen aber unheimlich viele Aboriginies. Die sehen oft ziemlich verwahrlost aus und wirken durch ihre laute Sprache immer ein bisschen aggressiv. Insgesamt haben sie vieler Orts Alkoholprobleme, in Alice Springs ist der billige Wein aus dem Tetrapak sogar verboten. Es ist schade, dass viele Aboriginies so verwahrlosen und es zeigt, dass die Invasion der Europäer wieder einmal eine Kultur zerstört hat. Die Aboriginies haben im Einklang mit der Natur gelebt, kannten so etwas wie Eigentum nicht. Auch Alkohol kannten die australischen Ureinwohner vorher nicht und vertragen es nicht bzw. anders als Europäer. Interessant ist jedoch wie ausgerechnet in der trockensten und heißen Region Australien so viele Menschen leben konnten. Wie haben die überlebt? Etwas Zeit genommen haben wir uns auch für die „School of the Air“. DSC00540Die Schule gibt es schon seit 60 Jahren und hat für Kinder im Outback früher über das Radio bzw. Funkgeräte unterrichtet. Heute wird natürlich das Internet benutzt, aber es ist trotzdem interessant, wie Kinder an abgelegenen Orten wie z.B. Rinderfarmen unterrichtet werden. Die Schule hat das größte Klassenzimmer der Welt, es ist über 1.000 km² groß. Es gibt also Klassenkameraden die 1.000 km auseinander wohnen.

Unser Reisegefährte Caspar war eigentlich nur bis hier hin eingeplant, aber wir verstehen uns alle drei gut und somit fahren wir jetzt gemeinsam bis Perth. Alice Springs ist mitten im Landesinnere und hier kann es sehr heiß werden. Es ist aber eine sehr trockene Hitze und daher besser erträglich als man denkt. DSC00334Um Alice Springs gibt es viel zu sehen, jedoch brauch man ein Geländewagen mit Allradantrieb, um zu den schönen Landabstrichen zu gelangen. Viele Teile der nahen Gebirgskette McDonnall Range gehören dazu. Wir haben uns die Simpsons Schlucht und ein großes Wasserloch als Tagesausflug zusammengelegt, da wir diese Ziele mit unserem Auto erreichen konnten. Nach Alice Springs ging es weiter nach Katherine. Besonders auffallend war der Vegetationswechesel, auf dem Weg nach Norden. Die australische Wüste, in der es eigentlich immer ein paar Sträucher und Büsche gibt, wurde Stück für Stück zur Savanne und zum Schluss war es richtig grün. DSC00569Nach einem Tag Fahrt waren wir wieder in den Tropen angekommen. Wir sind auf dem Weg noch an den Devils Marbel vorbeigekommen. Das sind Felsen, die wie Murmeln aufeinander liegen. Außerdem gönnten wir uns noch ein kühles Bierchen im Daly Water Pub. Das wurde uns empfohlen und ist in der Tat sehr speziell, überall hängen Sammlungen von Geldscheinen, T-Shirts, BHs sowie Abzeichen verschiedener nationaler und internationaler Städte und Vereine. Die Luftfeuchtigkeit war hier spürbar höher, was die Hitze um soviel unerträglicher macht, besonders nachts, wenn man schlafen möchte. Empfohlen wurde uns noch ein heiße Quelle kurz vor Katherine, die haben wir uns trotz der 35 Grad nicht entgehen lassen. Da es weiterhin sehr schwül und heiß ist wollen wir ganz schnell an die Westküste nach Broome weil es dort einen schönen Strand geben soll. Bis dahin gibt es hier unsere Fotos.

Frohe Weihnachten!DSC00715

Die Great Oceon Road und der Grampians Nationalpark

Nach Melbourne ging es erst einmal weiter in den Süden. Unser Ziel war Apollo Bay, wo wir uns die Bucht und den Leuchtturm angucken wollten. Leider waren wir spät dran und der Leuchtturm war geschlossen. DSC00006Dafür haben wir auf dem Weg ein Haufen Koalas gesehen, die da in den Bäumen hingen. Besonders gefreut haben wir uns, als wir Bekannte aus Frasers Island wieder getroffen haben. Ein Schweizer Pärchen. Wir finden die Sprache der Schweizer übrigens total niedlich. Die müssen alle sehr glücklich sein bei so einer Sprache. Alles wird verniedlicht, so werden aus Flip Flop „Flipfloplis „und aus Box wird „Boxli“.
Am folgenden Tag sind wir an der Great Ocean Road entlang gefahren. Die Straße führt leider gar nicht die ganze Zeit am Ozean lang. Aber wenn, dann ist der Ausblick tatsächlich gigantisch. Wir sahen überwiegend zerklüftete Klippen, Felsen im Wasser und die Brandung. DSC00069Unser Highlight waren natürlich die 12 Apostel, die wirklich beeindruckend waren. Wir konnten auch ein Stück am Strand entlanglaufen. Das Wasser war richtig schön blau aber eiskalt. Unser nächster Halt war die London Bridge (eine Felsformation). Sie war vor einigen Jahren noch mit dem Festland verbunden, dann ist ein Stück vom Felsen abgefallen und nun steht sie einfach so im Wasser. Nach der Great Ocean Road ist der nächst größere Ort Portland. Dort gibt es auch einen Leuchtturm, den wir uns angesehen haben. Außerdem haben wir eine kleine Wanderung unternommen um Seelöwen zu sehen. Die haben sich allerdings nicht gezeigt. DSC00093
Anschließend wichen wir von der Route nach Adelaide ab um in den Grampians Nationalpark zu fahren. Leider waren wir nicht so gut dran mit dem Wetter. Es wurde regnerisch und kalt, so dass wir bei unter 10 Grad ganz schön froren. Unter freiem Himmel kochen war auch nicht möglich, so dass wir gezwungen waren auf einem kostenpflichtigen Campingplatz einzuchecken um wenigstens eine überdachte Küche zu haben. Mit Regen ist das Leben im Auto dann doch ganz plötzlich anstrengend. Zumal unsere Mitfahrgelegenheit Ricardo auch noch ein Zelt hatte, was ja dann nass wurde. Auf dem Campingplatz gab es außer anderen Campern noch jede Menge Kängurus und Kakadus, die versuchten unser Essen zu klauen. Am zweiten Tag war immer noch alles wolkenverhangen aber immerhin trocken, so dass wir einige Aussichtspunkte und eine Wanderung auf den Mt. Abrupt unternehmen konnten. Der Weg selbst war ziemlich holprig und steinig aber wunderschön und die Aussicht von oben hat sich echt gelohnt. Bei schönem Wetter sind die Grampians definitiv einen Besuch wert aber auch so hatten wir noch recht schöne Ausblicke.DSC00161
Wir haben dann die Fahrt nach Adelaide fortgesetzt. Es wurde zum Glück auch langsam wärmer. In Adelaide haben wir Ricardo am Hostel abgesetzt und unseren neuen Reisegefährten getroffen, der mit uns bis Alice Springs mitfahren wollte. Er heißt Caspar und ist aus Holland. Ansonsten haben wir von Adelaide nichts gesehen, weil wir einen Werkstatttermin für unser Auto hatten. Hinzu kam noch ein komisches Geräusch am Vorderrad, mit dem wir uns nicht trauten herum zu fahren. Deswegen saßen wir am 2. Advent auf unserem Campingplatz, der genau auf dem Gelände eines Flugplatzes für kleine Sportflugzeuge war. Das war auch mal interessant. Im Nachhinein hörten wir auch, dass wir in Adelaide auch nichts weiter verpasst haben. Nachdem unser Auto gecheckt wurde, sammelten wir Caspar ein und machten uns auf den Weg ins rote Zentrum Australiens. Hier könnt ihr euch unsere neusten Fotos ansehen während wir ca. 2.500 KM mit dem Auto vor uns haben. DSC00255

Melbourne, eine Stadt für längere Aufenthalte

Nach zwei Tagen Fahrt sind wir in Bendigo angekommen. Bendigo ist eine kleine Stadt eineinhalb Stunden nördlich von Melbourne. Wir haben uns dort mit Basti getroffen, einem Freund aus Studienzeiten. Er lebt seit kurzem in Melbourne. Seine Freundin Bianca ist Australierin und hatte mehrere Auftritte auf dem Blues and Roots Festival in Bendigo, weshalb wir überhaupt da waren. Die Stadt hat Geschichte, einen Pionier Flair, der von dem Goldrausch um 1900 geprägt ist.
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Man sieht selten alte schöne Fassaden in Australien, Bendigo hat da ein paar schöne alte Gebäude, sowie eine Kathedrale.

Nach zwei Tagen sind wir mit Basti und Bianca nach Melbourne. Wir duften einige Tage bei ihnen schlafen. Am Ende sind daraus drei Wochen geworden. In Melbourne fällt schnell auf, dass die Stadt Kultur und Geist hat, besonders im Vergleich zu Brisbane oder Cairns.

Flinder Street, Hauptbahnhof.

Flinder Street, Hauptbahnhof.

Australien ist ein sehr junges Land und hat daher kaum Geschichte und Kultur, aber in Melbourne gibt es den Mix aus eingewanderten Kulturen und alternativen Szenen sowie einen Stadtteil, Fitzroy, der uns an die Sternschanze in Hamburg erinnert. In der Innenstadt ist immer etwas los, es gibt jede Menge Straßenkünstler, die die Passanten mit Musik, Komik oder Kunst unterhalten. Es gibt ein Chinatown und unheimlich viele Asiaten.

Die Skyline vom Yarra River aus.

Die Skyline vom Yarra River aus.

Damit auch sehr viele Sushi Restaurants oder Straßenverkäufer. Ich bin sogar auf den Geschmack von Sushi gekommen. Wir haben im Zentrum auch ein Museum besucht in dem die Entwicklung des Filmes gezeigt wurde. Das war sehr spannend und sogar umsonst. Außerdem haben wir unsere Freunde von Frasers Island wieder getroffen. Es war nett mit den beiden gemütlich ein Bierchen am Flussufer zu trinken (Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist in Australien verboten). :D

Sophia und Matthias teilen mit uns Bier und Kälte (15 Grad).

Sophia und Matthias teilen mit uns Bier und Kälte (15 Grad).

Nach ca. einer Woche in Melbourne ergatterte ich einen Reinigungsjob. Ich sollte Teppiche in Apartments reinigen, nach dem die Mieter ausgezogen waren. Der Job und die Bezahlung waren nicht das wahre. Außerdem musste ich unser Auto benutzen. Um so viel anzusparen wie benötigt wurde, hätte ich mindestens drei bis vier Monate arbeiten müssen. Melbourne ist eine teure Stadt, das meiste Geld wäre fürs Wohnen, Essen und Sprit drauf gegangen. Das rechnet sich gar nicht und wir haben die Zeit nicht. Wir haben die Jobsuche daher endgültig an den Nagel gehangen und beschlossen, weiter zu fahren. Unser nächstes Ziel ist Adelaide.

Um Sprit- und Lebensmittelkosten zu sparen bzw. zu teilen haben wir noch Aushänge in Hostels gemacht und bis Adelaide einen Mitfahrer gefunden. Leider haben wir unsere Kamera am letzten Tag in Melbourne verloren. Das war sehr traurig, weil wir wirklich tolle Bilder hatten. Zum Glück haben wir unsere Fotos regelmäßig gesichert und somit „nur” zwei Tage verloren. Die GALERIE fällt daher etwas klein aus.

Ein Berg und die Suche nach den Schätzen der Erde

Auf dem Weg von der Gold Coast ins Inland sind wir in den Girroween Nationalpark gefahren, weil der wunderschöne Steinformationen haben soll. P1040770Auf unserem Campingplatz waren wir fast alleine. Unsere einzigen Besucher waren 2 Opossums, die uns zu Tode erschrocken haben. Es war stockdunkel und wir haben nur das gesehen was direkt im Schein unserer Stirnlampen war. Auf einmal war neben uns ein Geräusch und als wir den Kopf dahin drehten, saßen 2 Opossums direkt auf dem Tisch neben unserem Topf mit Essen.

Am nächsten Tag sind wir einen 18 km langen Weg gewandert, die großartigen Steinformationen, wegen denen wir da waren, haben wir dabei aber nicht gefunden. Dafür jede Menge falsch beschrifteter Pfade die schließlich mitten an einer Straße endeten. Nirgendwo fand sich ein Schild, wo sich eigentlich unser Campingplatz befand und wie weit das ist. Da es in Australien schon mal vorkommen kann, dass kein anderer Mensch die Straße lang kommt, waren wir etwas beunruhigt. Zum Glück hatten wir einen Kompass und gute Instinkte, so das wir wieder zu unserem Auto zurückgefunden haben. Auch in dieser Nacht waren wir wieder ganz alleine im Wald, was irgendwie gruselig war. Zusätzlich hatte die Zentralverriegelung von unserem Auto eine Macke und wir konnten es nicht einmal abschließen.

Den darauf folgenden Tag sind wir schlauer gewesen und haben uns erstmal nach einer Touristeninformation umgesehen, die uns schließlich auf den rechten Weg brachte. P1040746Wir haben uns 2 Wege im Nationalpark ausgesucht und waren begeistert von den großartigen Steinen. Schön ist, dass wir ganz alleine überall waren. Nur wir und die Natur. Der Aufstieg war mühsam aber es hat sich gelohnt und war mal eine ganz besondere Erfahrung.P1040787 Der zweite Weg führte uns in ein beinahe ausgetrocknetes Flussbett. Es gab nur noch ein paar Wasserlöcher, die der Landschaft ihren eigenen Reiz verliehen. Drum herum waren jede Menge Eukalyptusbäume. Nach unserem Ausflug in den Nationalpark fuhren wir weiter Richtung Melbourne und haben in Inverell unseren nächsten Zwischenstopp eingelegt. Die Stadt bzw. Umgebung ist wegen ihres Saphir-Vorkommens bekannt. Hier kann man welche ansehen, kaufen aber auch finden. So haben wir eine Zeitreise gemacht und sind auf einem Campingplatz gelandet, der ganz einsam war. Dort lebte Bob mit seinem dicken Hund. Bob sah aus als wäre er 100 Jahre alt. Er war groß und hager, hatte strubbelige weiße Haare und einen ebenso strubbeligen Bart in einem recht knittrigen Gesicht. P1040815Mit seinem Hut erinnerte er ein bisschen an eine Vogelscheuche. Seine schwarzen Klamotten rochen, als wären sie schon länger an ihm dran und sie waren außerdem ein bisschen zu groß. Er redete permanent mit sich selbst oder dem Hund und wenn er mit uns sprach, war er schlecht zu verstehen, weil er kaum noch Zähne hatte. Er war aber sehr freundlich und zeigte uns wie wir Saphire finden könnten. Wenn er dann so anpackte, Dreck schaufelte und schwere Eimer trug, konnte man sich fragen, ob er nicht vielleicht doch erst 55 Jahre alt ist. Das Steine finden ist gar nicht so leicht. Zuerst muss man die ganze Erde in einen Eimer schaufeln und bewässern. Anschließend siebt man die Erde heraus bis die Steine übrig sind. P1040820Da die Edelsteine schwerer sind als die gewöhnlichen Steine, kippt man das Sieb dann um und müsste die wertvollen Stücke oben auf liegen haben. Theoretisch jedenfalls. Es erfordert einige Übung, bis man raus haut, wieviele Steine man sieben sollte um überhaupt noch durch zu sehen. Außerdem ist es ziemlich schwierig die guten von den schlechten Steinen zu unterscheiden, denn auch ganz normale Kieselsteine können farbig sein. Der Trick ist, dass die nicht glänzen wie Glas. Trotzdem haben wir die Hälfte übersehen, während der Alte aus 1 Meter Entfernung schon gesehen hat, wieviele Steinchen wir da in der Masse versteckt vor uns hatten. Das ganze schaufeln und sieben ist eine staubige und dreckige Angelegenheit. Für einen Nachmittag hat es und aber Spaß gemacht und wir sind mit einigen kleinen Steinchen wieder abgereist.

Die nächsten 2 Tage sind wir durchgefahren, da wir zum Wochenende in Bendigo sein wollten. Hier findet ein Blues & Roots Festival statt und wir wollten dort einen Freund von Meik treffen, der dort mit seiner Freundin wegen dem Festival ist.

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Von Walen und Gartenarbeit

Gleich am Tag nach unserer Rückkehr aus Frasers Island haben wir noch eine Tour mit dem Boot gemacht um Buckelwale zu sehen. Die sind von Juni bis Ende Oktober in der Bucht vor Harvey Bay und ziehen dort ihre Jungen soweit groß, dass sie die Reise in die kalten Gewässer des Atlantiks überleben. Da das Ende der Saison bevorstand, hatten wir nicht mehr das Glück Dutzende von Walen zu sehen aber immerhin konnten wir zwei Mütter mit ihren Kälbern sehen. IMG_4751Ob die Wale in dem Moment ihrer Beobachtung Lust haben aus dem Wasser zu springen kann man letztendlich auch in der Hochsaison nicht wissen. Wir sahen immerhin eine Schnauze, sowie die Seitenflosse und den weißen Bauch unter dem Wasser schimmern. Richtig rausgesprungen ist leider keiner. Insgesamt war aber schon zu sehen, dass wir hier keine Delfine beobachten sondern weitaus größere Tiere. Und es ist schön, dass die Wale wieder sicher in den Gewässern vor Australien schwimmen können, da sie früher gejagt wurden.IMG_4781
Wir verließen Harvey Bay dann weiter in Richtung Süden und fuhren direkt nach Brisbane. Die Jobsuche war erstmal wieder im Vordergrund. Am 4. Tag haben wir Brisbane dann jedoch wieder verlassen. Wir sind nach Currumbin Valley gefahren, einem kleinen Dorf im Hinterland der Gold Coast. Dort haben wir die Möglichkeit bekommen eine Woche lang für ein bisschen Gartenarbeit Unterkunft und Essen zu bekommen. Die Australierin Kathy wohnte dort mit Tochter Vanessa. Wir haben dann Unkraut gerupft, Mulch gestreut, eine Hecke geschnitten und ein Loch gegraben.

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Unsere täglichen Highlights waren jede Menge Kängurus, die nur einige Meter entfernt über die Wiese hüpften. Kathy selbst ist Hausfrau aber ist schon sehr viel gereist und war zu “Zonezeiten” noch in Berlin.

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Sie berichtete wie beängstigend aber auch interessant alles war: z.B. die Polizeipräsenz in den U-Bahnhöfen, die darauf achteten, das keine Ostdeutschen in den Westen abhauen. Es klingt alles noch viel unwirklicher, wenn man das aus der Sicht einer Australierin hört. Von der Gold Coast haben wir uns Surfers Paradise sowie Bayron Bay angesehen. Beides sehr schön, besonders die Skyline von Surfers Paradise. P1040697Aber alles ist sehr auf Luxus ausgelegt und nicht für längere Aufenthalte geeignet. Bayron Bay ist besonders für die ganzen Hippies bekannt. Zur Zeit erfährt die Stadt jedoch eine starke Veränderung durch Investoren, die alles schick machen wollen. Dennoch ist durchaus noch was aus der alten Zeit zu sehen.
Nach der Woche bei Kathy hatte sich jobmäßig leider nichts in Brisbane und Umgebung ergeben, so dass wir entschieden nach Melbourne zu fahren. Damit ihr euch auf unseren nächsten 1.700 km Richtung Melbourne nicht langweilt, haben wir inzwischen zu allen unseren Aufenthaltsorten FOTOGALERIEN  hochgeladen. Wir hoffen es gefällt euch!

Action auf Fraser Island

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Die Farbe hat Christin sich ausgesucht.

Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt hat mich echt beeindruckt und vor allem Spaß gemacht. Die Aboriginies nennen die Insel K´gari´, was soviel wie „Paradies“ bedeutet. Auf Fraser gibt es keine richtige Infrastruktur. Aus diesem Grund kann die Insel nur mit Allradantrieb befahren werden. Im Moment ist der Sand besonders weich und locker, da es schon seit März nicht mehr geregnet hat.   Es ist sehr leicht, sich mit dem Jeep festzufahren. Wir haben uns deshalb für eine Tour mit Guide entschieden anstatt selbst einen Wagen auszuleihen. 3 Tage und 2 Nächte dauerte unsere Tour. Wir haben gezeltet, die zweite Nacht sogar wild, also ohne Sanitäranlagen mitten in der Düne über den Meer. Wir konnten einen wunderbaren Vollmond aufgehen sehen, so groß und gelb wie die Sonne. Unsere Gruppe bestand aus 14 Leuten und wir hatten zwei Geländewagen. IMG_4682Einer wurde nur vom Guide gefahren und im anderen haben sich alle die fahren wollten abgewechselt. Christin wollte nicht fahren, ich schon. Es durften auch nur Leute über 21 fahren, einige mussten daher zusehen. Das Fahren hat sehr viel Spaß gemacht. Besonders die Pfade mit dem weichen Dünensand mitten im Wald. Da muss man einfach durch jagen um nicht stecken zu bleiben. Als würde man den Sand hassen, wie uns ein Engländer riet. Dabei hüpft und schaukelt das Auto gewaltig. Am letzten Tag bin ich dann doch mal stecken geblieben. Der Guide auch.

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Die anderen mussten dann aussteigen und schieben bis wir wieder festeren Sand unter den Rädern hatten. Dreimal mussten wir die ganze Strecke zurück schieben, bis wir es schafften. Ich war da schon angespannt, aber rückblickend war das eine tolle Erfahrung. Obwohl Frasers Island eine Sandinsel ist, wächst dort Regenwald drauf. Damit ist sie weltweit einzigartig. Der Sandstrand ist über 70 km lang, man darf aber nicht baden gehen, da an der Küste gefährliche Haie sein können und es Unterströmungen gibt. Außerdem ist der Sandstrand nicht nur Highway sondern auch Start- und Landebahn für kleiner Flugzeuge. Die Insel beherbergt über 100 Süßwasserseen, deren Wasser Trinkwasserqualität hat und in denen wir schwimmen konnte

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Besonders schön war der Lake Wabby, der von einer gigantischen Sanddüne umgeben ist. Es hat richtig Spaß gemacht, da herum zu springen. Ich habe mich sogar von oben durch den Sand ins Wasser rollen lassen.

Ein andere wunderschöner See war der Lake Mc Kenzie. Der ist auf jeder Postkarte drauf und hat wunderbar klares Wasser und weißen Sand.P1040652 Außerdem ist die Insel die Heimat der reinrassigsten Dingos Australien, das sind wilde, wie Hunde aussehende Tiere. Da es in der Vergangenheit schon zu Attacken der Dingos kam, hängen überall Warnschilder herum. Man soll immer einen Stock dabei haben, nie alleine unterwegs sein und kein Essen aber auch Kosmetiksachen im Zelt haben.

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Dingos sind keine Hunde und gefährlich.

Dingos sind neugierig und zerreissen dann schonmal das Zelt. Tatsächlich konnten Christin und ich einen Dingo beobachten, der an unser Lager geschlichen kam und den Grill ableckte. Alles andere hatten wir Dingo-sicher weggepackt.

Eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit ist das Maheno Schiffswrack. Dafür mussten wir diesmal nicht tauchen. Die Maheno ist während eines Zyklons gestrandet und alle Bergungsversuche waren vergebens, so dass sie bis heute da liegt. Allerdings sinkt sie immer weiter in den Sand, weshalb heute nur noch das oberste der vier Decks zu sehen ist.

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Zwischen zum Teil haarsträubenden Fahrten durch das Innere der Insel haben wir außerdem noch Steinformationen mit farbigen Sand betrachtet und im nördlichen Teil der Insel an einer Steilklippe die Aussicht genossen.

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Airlie Beach und die Whitsundays

Es sind noch nicht viele Tage vergangen und trotzdem haben wir einige richtig tolle Erlebnisse gehabt. Zuerst sind wir nach Airlie Beach gefahren. Von dort gehen die Touren zu den Whitsundays, einer aus 74 Inseln bestehende Inselgruppe. P1040310Hier war der Weg das Ziel, denn bis auf einige Schnorchelstops sind wir nicht vom Boot runter gekommen. Zwischendurch war es so schaukelig, dass wir uns schworen beim nächsten Mal Seekrankheitstabletten einzuschmeißen. P1040336Wir hingen zwar nicht über der Reeling aber wenn einem die ganze Zeit so flau im Magen ist hat man auch keinen Spaß. Das Highlight der zweitägigen Tour war jedenfalls der Whithaven Beach der größten Insel der Whitsundays. Der Sand ist fein wie Mehl und durch den über 90%igen Siliziumanteil fast weiß. Der Ausblick vom Berg war einzigartig, wie im Paradies. Leider haben wir ansonsten nicht viel von den 74 Inseln gesehen. Das müsste man wahrscheinlich selbstständig organisieren.
Airlie Beach selbst ist eine kleine niedliche Touristenstadt zwischenP1040345 Bergen und Meer mit jeder Menge kleiner Lädchen und wie in Cairns einer Lagune zum baden mit Blick aufs Meer.

Wir haben Airlie Beach dann in Richtung Süden verlassen und sind in das kleine Städtchen Agnes Water mit dem dazugehörigen Town 1770 gefahren. Der lustige Name von Seventeen Seventy (1770) geht auf die Landung von Captain Cook an der Küste im selbigen Jahr zurück. In dem Jahr begann die Kolonisierung durch die Briten. P1040353Hier gibt es wunderschöne Strände und Aussichtspunkte. Wir haben auch riesige Pelikane gesehen. Alles ist genauso schön aber viel ruhiger als in Airlie Beach.
Lange haben uns die Strände jedoch nicht aufgehalten und so sind wir nach Harvey Bay gefahren, dem Tor zu Fraser Island.