Brasilien und das Ende der Reise

Während wir den ganzen Tag im Flugzeug sitzen werden, könnt ihr nochmal die letzten Tage nachlesen. Am 2. Mai sind wir in Porto Alegre angekommen und waren eine Woche bei Meiks Freund Fabian zu Besuch, der schon zwei Jahre in Brasilien lebt. DSC03099Wir haben uns die Stadt angesehen, waren traditionell essen und den Parque Nacional Deaperados da Serra, einen Nationalpark in der Umgebung besucht. Es gibt um Porto Alegre einige Wanderwege, die zu Schluchten führen und eine davon sind wir hinunter und wieder hinauf geklettert. Fleischliebhaber kommen hier übrigens sehr auf ihre Kosten, es gibt Restaurants mit Fleisch-Flatrate. Die Kellner laufen unaufhörlich mit unterschiedlichen Fleischspießen von Tisch zu Tisch und man kann sich an Hühnerherzen, Lamm und feinsten Fleischscheiben vom Rind satt essen (die Qualität ist nicht annähernd mit Rodizio zu vergleichen). Tatsächlich haben wir selten so gutes Fleisch geschmeckt. Die letzten 4 Tage vor unserer Rückkehr nach Deutschland haben wir in Rio de Janeiro verbracht. Obwohl Herbst ist hatten wir hier Sonnenschein bei 26 Grad. Unser Hotel liegt im wunderschönen Santa Teresa, einem Viertel auf dem Berg, was mit Kopfsteinpflaster und alten Villen einen ganz eigenen Charme hat. DSC03135Außerdem ist es sicher, was in Rio nicht ganz unwichtig ist. Die Strände von Copacabana und Ipanema haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Wegen der gefährlichen Brandung war baden aber verboten. Trotzdem konnten wir hier so einige Frauen im Tanga beobachten, was anscheinend eher zur Kultur gehört und weniger dem Körperkult geschuldet ist. In der Nähe der Strände gab es einige Märkte mit schönem Kunsthandwerk und auch Gemälden. Um Rio von oben zu betrachten, haben wir einen Ausflug zur San Cristobal gemacht. So schön wie die Aussicht von dort oben auch ist: Es war mit Abstand die am stärksten besuchte Touristenattraktion der ganzen Reise und das Gedrängel grauenhaft. IMG_2455Wir sind daher nicht lange dort oben geblieben und haben uns lieber zum Zuckerhut aufgemacht. Dorthin kommt man nur mit der Gondel. Die Aussicht von dort war auch sehr schön und es war nicht so schlimm bevölkert. Ein weiteres Highlight war die 230 Stufen lange, berühmteste Treppe von Rio, die Estario Selarón. Ein Künstler aus Chile verziert diese mit Fließen aus aller Welt. Wir haben auch einige deutsche Städte entdecken können. Insgesamt ist Brasilien jedoch schwierig zu bereisen. Wie im restlichen Südamerika kann hier kaum jemand englisch. Ein Taxifahrer erklärte uns beispielsweise, das von den Touristen erwartet wird, dass sie portugiesisch können, auch wenn sie nur kurz hier sind. So kurz vor der WM ist das eine Einstellung, die unserer Meinung nach überhaupt nicht vertretbar ist. Zumal im restlichen Südamerika spanisch gesprochen wird und es wohl nicht erwartet werden kann, dass jeder Tourist nun spanisch und portugiesisch beherrscht. Laut Fabian sind solche Aussagen aber ehrer die Ausnahme. Viele entschuldigen sich für ihre Unwissenheit. DSC03169Das Problem besteht nicht nur bei der Kommunikation mit Straßenverkäufern sondern auch im Flughafen, Taxi, Tourveranstaltern und beim Personal des Nahverkehrs. Das beste Beispiel war im Flugzeug nach Rio: Wir erkundigen uns auf englisch was das Getränkeangebot beinhaltet und die Stewardess betet uns auswendig gelerntes runter, ebenfalls auf englisch. Als wir dann unsere Auswahl treffen weiß sie gar nicht was gemeint ist, weil sie die Übersetzung der englischen Getränkeliste vergessen hat. Um sich zu retten sagte sie dann, sie hat das gewünschte Getränk nicht. Wir haben in Brasilien 2 Regeln gelernt: 1. Geduld und 2. nichts hinterfragen.

Hier noch unsere Zusammenfassung der 2 Monate in Südamerika:

beste Sehenswürdigkeit: Cusco und die Ruinen in der Umgebung sowie die Umgebung von San Pedro de Atacama in Chile.

bestes Essen: gibt es eindeutig in Peru, die Küche ist einfach umwerfend und viele Gerichte werden wir vermissen, weil es die Zutaten in Deutschland gar nicht gibt.

was hat genervt: das man Englisch nicht weit kommt, am schlechtesten in Brasilien. Dort bekommt man an Geldautomaten mit ausländischen Karten auch zum Teil kein Geld, so dass man erst einmal stundenlang nach einer geeigneten Bank suchen muss.

Kultur: Ja, es gibt sie wieder. Südamerika ist voll damit und das ist gut!

Sicherheit: ist in Südamerika nicht so gut wie in allen anderen Ländern, die wir besuchten. Mit ein bisschen Vorsorge und gesundem Menschenverstand sind wir aber auch hier sicher durchgekommen.

immer wieder schön: die riesigen Märkte, Straßenhändler, Minishops, Mototaxis. Supermärkte gibt es zwar, aber besonders in den Vororten nicht viele und so hat eben jeder seinen Laden mit Shampoo, Kerzen, Krempel usw.

was wir in Deutschland vermissen werden: richtig gutes Fleisch und das ganze frische Obst.

Damit geht unsere Weltreise nun zu Ende. Die letzten Wochen vergingen nun doch sehr schnell und irgendwie ist es kaum zu glauben, dass ein Jahr vergangen ist. Ein unvergessliches Jahr voller neuer Eindrücke und Erlebnissen, von denen wir alle sehr genossen haben und mit denen wir vollauf zufrieden sind.

An dieser Stelle an unsere (heimlichen) Leser, die Kommentare aber auch Telefonate oder emails mit netten und manchmal aufmunternden Worten gesandt haben. Auch in solch einem Jahr scheint nicht jeden Tag die Sonne und Unterstützung aus der Ferne ist dann besonders schön. Wir danken euch!

Hier sind die letzten Bilder. 

Wem unsere Bilder nicht reichen: hier ein Link zu einem Video aus Rio von Snoop Dog

3 Gedanken zu „Brasilien und das Ende der Reise

  1. Kerstin

    Unglaublich, dass bereits ein Jahr vergangen ist!! Ich hoffe Ihr hattet eine tolle Zeit und kommt morgen wieder gut in Deutschland an!!!! Habt eine gute Reise!!! LG Kerstin M.

    Antworten
  2. Frank

    *seufz*! Wirklich unglaublich, dass bereits ein Jahr vergangen ist!

    Aber immerhin kann man dann ja auf ein baldiges Wiedersehen hoffen. :)

    LG
    Frank Bantin

    Antworten

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