Archiv für den Autor: Christin

Cusco und das heilige Tal Teil 2

Auf unserer Tagestour zu den Ruinen rund um Cusco waren wir besonders von Pisaq und Ollantaytambo beeindruckt. DSC02286Pisaq liegt in großer Höhe über dem Tal. Es besteht aus 2 Teilen, einer Stadt und einem heiligen Bereich. Auch hier wurden Terrassen angelegt und Landwirtschaft betrieben. Die Häuser sind noch gut erhalten, alles war sehr verwinkelt angelegt und der Ausblick über das Tal fantastisch. In Ollantaytambo beeindruckte die sorgfältig ausgewählte Lage auf 3000 Metern Höhe. Die Inkas haben nie einfach so ihre Siedlungen gebaut, sondern die Natur und die Sonne sehr genau beobachtet. So liegt Ollantaytambo genau gegenüber dem Berg, in dem die Inkas 2 Gesichter erkannten.DSC02315 Die aufgehende Sonne steht genau im Auge eines dieser Gesichter und beleuchtet den heiligen Teil der Anlage zuerst. Die gigantischen Steine wurden aus dem Tal auf der Rückseite des Berges herausgeschlagen und auf den Berg gezogen. Es wurden die natürlichen Risse im Gestein genutzt, in die Holzkeile getrieben wurden. Diese wurden mit Wasser zum quellen gebracht, so dass die Felsen heraus brachen. Je nach Größe der Steine wurden 100 Männer benötigt, um diese den Berg runter oder hoch zu bewegen. Das höchste Inkabauwerk befindet sich auf fast 6000 Metern Höhe. Wie geschickt alles gebaut war erkennt man auch daran, dass die Spanier ganze 40 Jahre benötigten um das Reich zu erobern. Die Festungen waren gut versteckt und schwer erreichbar. Die Pferde waren kaum zu gebrauchen und die Inkas waren sehr fit und dem Gebirge eben so gut angepasst. Daher konnten sie schenll aus den Tälern über die Gipfel fliehen. Zum Vergleich: Die Eroberung Mexikos dauerte nur 3 Jahre. Das letzte Ziel der Tour war Chinchero, ein ehemaliger Palast eines Inkakönigs.DSC02369 Hier steht heute eine Kirche. Die Inkakönige bekamen damals lediglich ihren Titel von ihrem Vater vererbt. Ihren Palast mussten sie selbst bauen. In der Kirche berichtete uns unser Führer von der Zwangskatholisierung und der Folterung und Tötung aller derer, die die neue Religion nicht annehmen wollten. Die Zerstörung der Anlagen durch die Spanier war immens. Umso großartiger ist daher Maccu Piccu, der erst vor 100 Jahren entdeckt wurde. Der richtige Name der Stadt ist nicht mehr bekannt. Sie ist jedoch vollständig erhalten und kann in ihrer ganzen Pracht besichtigt werden. Auch hier wurde die Lage der Inka Mythologie entsprechend ausgewählt: Der Fluss, der sich um den Berg schlängelt ist Symbol der Schlange, die die Unterwelt repräsentiert. Der Pumakopf, den man in den Berg interpretieren kann und der Macht in dieser Welt repräsentiert. Und der Kondor, der als einziger die Grenzen der Welten überschreiten konnte.DSC02486 Wir sind mit dem Sonnenaufgang losgelaufen, um die Stufen auf den Berg zu erklimmen. Es fahren auch Busse auf den Berg, die waren aber so lächerlich überteuert, dass wir entschieden zu laufen. Wir haben das Stufen steigen jedoch ganz schön unterschätzt und sind völlig fertig oben angekommen. Beeindruckend, dass die Inkas diese Stufen damals überhaupt gebaut haben und dann da hoch und runter gelaufen sind. Durch den Nebel, der früh noch über der Stadt hing, wirkte Machu Piccu zunächst sehr mystisch und unwirklich. Wir hatten den ganzen Tag Zeit und konnten in Ruhe alles ansehen. Beeindruckend war zum Beispiel die etwas abgelegene Inkabrücke. Der Pfad ist im Fels kaum zu erkennen und geht steil an der Wand entlang. Es ist für Touristen nicht möglich dort lang zu gehen, umso unglaublicher finden wir, dass die Menschen dort überhaupt einen Pfad bauen konnten.DSC02512 Als sich der Nebel verzog konnten wir die ganze Anlage in ihrer Pracht betrachten. Sehr schön waren die riesigen Felsbrocken der Tempel, die perfekt bearbeitet waren und sich ineinander fügten, ohne Mörtel und Fugen. Mit den riesigen Terrassen wurde auch hier Landwirtschaft betrieben. Es lebten ungefähr 800 Menschen hier. Und es dauerte um die 100 Jahre, um die Stadt zu bauen. Uns wird sie auf jeden Fall als ein Highlight in Erinnerung bleiben. Wir sind dann die Treppen wieder ins Tal zurück gegangen und haben uns nach der Anstrengung des Tages gutes Essen und einen riesigen Mangoshake gegönnt.

HIER sind die Bilder.

Puno und der Titikakasee

Von San Pedro de Atacama sind wir mit dem Nachtbus nach Arica gefahren, das an der Grenze zu Peru liegt. Von dort wurden wir in einen Kleinbus verfrachtet, der losfuhr als er voll war und uns nach Tacna brachte, die erste Stadt nach der Grenze. Mein erster Eindruck von Peru war zunächst erschreckend. Das Armutsgefälle im Vergleich zu Chile wird sofort sichtbar, statt freundlich angestrichenen Häusern überwiegend dunkle Lehmhütten und etlicher Müll an der Straße. Wir wollten in Tacna auf keinen Fall übernachten und haben uns entschieden direkt nach Puno am Titikakasee weiterzufahren. Nach einigen Stunden Wartetei und einer weiteren 9 Stunden Busfahrt kamen wir in Puno an.DSC01781 Die Stadt liegt auf 3800 m Höhe, was uns 2 Tage Kopfschmerzen und allgemeine Schlappheit bescherte. Danach hatten wir uns an die Höhe gewöhnt und konnten die Umgebung erkunden. Aufgefallen ist mir, wieviele Traditionen hier noch herrschen. Überall sieht man Frauen mit bunten Kleidern und Tüchern auf dem Rücken gebunden, in denen sie alles transportieren: Lebensmittel, Getreide, Kinder. Das ist wirklich faszinierend. Unser erster Ausflug führte nach Sillustani, wo einige Grabtürme der Inkas die Zeit überlebt hatten. Die Inkas hatten ihre Toten mumifiziert. DSC01838Diese Grabtürme hier waren für die Adligen gedacht. Es gibt einen winzigen Eingang, durch den den Toten Opfern gereicht werden konnten. Die Inkas glaubten an ein Leben nach dem Tod, weshalb die Toten in fötaler Haltung und mit allen möglichen Beigaben beerdigt wurden. Da die Türme aus Vulkangestein gebaut wurden, welches Eisen enthält, schlug schon einige Male der Blitz ein. Somit sahen wir nur noch einen vollständigen Turm. Beeindruckend ist die Bauweise, denn es wurde ohne Fugen und Mörtel gebaut. Bis heute ist nicht sicher wie die Inkas die Steine poliert hatten oder wie sie die Steine so passgenau formen konnten, das sie bis heute jedem Erdbeben standhielten. An unserem nächsten Tag sind wir mit dem Boot auf dem Titikakasee gefahren. Unser erstes Ziel war eine der 40 schwimmenden Schilfinseln, auf denen die Menschen genauso wie vor hundert Jahren leben.IMG_2119 Die Wurzeln vom Schilf sind essbar und schmecken gar nicht schlecht. Wir lernten wie so ein Dorf gebaut wird. Die Leute leben von selbst gemachten Textilien, Fischfang, Jagt und eben Tourismus. Anschließend haben wir die Insel Taquille besichtigt. Die Tracht der Einheimischen hier ist anders als bei den schwimmenden Dörfern, ebenso die Sprache. Auch hier werden Textilien hergestellt und Kinder verkaufen selbstgemachte Armbänder. Obwohl wir laut Karte nur einen winzigen Ausschnitt des Sees sahen, sah es aus als wären wir am Meer.
Puno selbst haben wir uns in den Tagen ebenfalls angesehen. Es gibt einige schöne Aussichtsplattformen. Der Weg dahin ist allerdings extrem anstrengend, da die Stadt am Berg liegt und unzählige Stufen hinaufführen. DSC02060Für den Ausblick hat es sich jedoch gelohnt. Wir haben noch einen weiteren Tempel der Inkas gesehen, es war ursprünglich ein Fruchtbarkeitstempel. Noch heute legen Frauen kleine Opfergaben an dem riesigen Phallus ab.
Erwähnenswert ist die peruanische Küche, die eine der besten Südamerikas ist. Im Land der Kartoffeln und des Mais gibt es unheimlich viele kreative Gerichte. Ich habe sogar schon eine einheimische Spezialität probiert: Cuy. Wir sagen dazu Meerschweinchen. Ja, die sind hier keine Haustiere.

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Unsere Reise auf der Nordinsel

Nach Wellington sind wir in den Tongario Nationalpark gefahren, um die wohl schönste Tageswanderung Neuseelands zu machen. Es gibt dort 3 Vulkane (ich erspare euch die unaussprechlichen Namen), einer davon ist als Schicksalsberg aus Herr der Ringe bekannt.DSC00919 Wir sind im Morgengrauen los gelaufen. Die Wanderung war stellenweise ganz schön anstrengend und durch das ganze Geröll und den starken, eisigen Wind auch nicht immer ungefährlich. Aber als sich der Nebel verzog und die Sonne schien, war es einfach wunderbar. Besonders fanden wir auch einen großen See in einem der Krater sowie ein paar kleine farbige Seen. Wir konnten gar nicht genug Bilder machen.DSC00956 Unser weiterer Weg führte uns in Richtung Rotorua, wo die unterirdischen Aktivitäten der Erde in Form von heißen Quellen und dampfenden Löchern besichtigt werden können. Der Geruch nach faulen Eiern ist allgegenwärtig aber nicht nur Schwefel, sondern auch andere Elemente, wie zB Eisen dominieren das Gebräu in manchen Erdlöchern. Entsprechend ist das Wasser verfärbt. Die Temperaturen in den blubbenden Gewässern liegen zwischen 80 – 100 Grad. Nein, dort kann man nicht baden. Besonders spektakulär war der Champagner Pool, der direkten Zugang zur Lava hat und in dem es tatsächlich sprudelte.DSC01057 Der nächste Teil unserer Reise führte uns an die Ostküste oberhalb von Auckland, wo wir vor Goat Island schnorchelten und die Küstenstraße der Bay of Island erkundeten. Diese zeichnet sich durch tolle Buchten, Klippen und einer Unmenge an Inseln aus, die vor der Küste liegen. Wir haben jedoch auf größere Touren verzichtet und sind lieber an die Westküste gefahren um noch die Kauribäume zu bewundern. Der älteste dieser Bäume ist um die 2000 Jahre alt. Außerdem sind sie wahnsinnig dick und so sind wir staunend durch den Wald gelaufen und fühlten uns in Gegenwart dieser Riesen doch ziemlich klein und unbedeutend

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Das letzte Ziel unserer Neuseelandreise war Auckland. Wir haben die Stadt ein wenig erkundet. Auffallend ist, dass alles ganz schön hügelig ist. Das liegt daran, dass Auckland ebenfalls von Vulkanen umgeben ist, bzw. auf ihnen gebaut wurde. Zum Teil sind die noch aktiv, der letzte Ausbruch war jedoch vor 600 Jahren. Insgesamt fanden wir die Stadt ganz schön, in der Innenstadt lässt es sich herumbummeln und auch der Hafen lädt zum Verweilen ein. Unser Neuseelandabenteuer ist nun doch ganz schön schnell gegangen. Wir haben ziemlich viel Abwechslung in diesem Land gehabt, was einem glauben lässt, es wäre viel größer. Die Leute waren stets freundlich und mit unserem Auto mit dem Zelt auf dem Dach waren wir auf jedem Campingplatz das Highlight. Das Wetter hätte besser sein können, besonders nachts war es oft nass und kalt. Insofern freuen wir uns auf Chile, dort ist es warm. Wir fliegen heute am Sonntag Abend los und kommen am gleichen Tag morgens an, da wir die Zeitgrenze überfliegen. Nach deutscher Zeit fliegen wir also vom Morgen ist Gestern
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Von Gletschern und Meer

Nach unserem Besuch in Milford Sound waren wir nochmal in Queenstown um auf einen Berg zu wandern und die Aussicht auf den See und die Gebirgskette zu genießen. Anschließend führte uns die Reise zu den zwei Gletschern Fox und Franz Josef. Das Besondere an den beiden Gletschern ist ihre Nähe zum Meer sowie die Schnelligkeit mit der der gefrorene Schnee von oben nach unten rutscht. Während es früher noch ungefährlich war auf dem Eis zu spazieren, können die Gletscher heute nur mit dem Hubschrauber erreicht werden.

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DSC00752 Da das Wetter uns die nächsten beiden Tage einen Strich durch die Rechnung gemacht hat sind wir bis zum Abel Tasman Nationalpark durchgefahren. Auf dem Weg lagen jedoch noch die Pancake Rocks, die tatsächlich wie aufeinander gestapelte Pfannkuchen aussahen. Just in dem Moment guckte auch mal die Sonne für gute Fotos raus. Im Abel Tasman Park erklärte uns ein Einheimischer das dort seit Wochen die Sonne scheint, was uns an unsere Routenführung zweifeln ließ. Tatsächlich hatten wir die zwei Tage im Norden der Insel wunderschönes Wetter und krönten den Nationalpark als unser persönliches Highlight der Südinsel. Der Küstenwanderweg ist ein circa 40 km langer Weg, den sehr Viele in mehreren Tagen gehen. Wunderschön liegen dort goldene Strände in winzigen Buchten. Türkises Wasser überall und im Rücken dichter grüner Regenwald. Ein Traum. DSC00830Schade das wir das nicht eher wussten, denn dort hätten wir am Strand unser Zelt aufschlagen können. Uns hat leider die Zeit gefehlt, wir hatten schon einen Termin mit der Fähre, die uns von Picton nach Wellington auf die Nordinsel bringen sollte. Die Hauptstadt Neuseelands empfing uns mit Sonne und irgendwie bekommt man dort gute Laune beim schlendern durch die City und dem Stöbern in kleinen Shops und Second-Hand Läden. Zwischendurch gibt es interessante künstlerische Skulpturen zu sehen. Einen schönen Ausblick auf die Stadt am Meer hat man auch vom botanischen Garten aus, der sich über der Stadt erhebt und den wir mit der Seilbahn erreicht haben. DSC00854An unserem zweiten Tag in Wellinton besuchten wir das Te Papa Museum, ein interaktives, mehrstöckiges Gebäude. Das Nationalmuseum zeigt sowohl die Geschichte Neuseelands als auch die natürlichen Phänomene mit denen die Einheimischen hier leben müssen. Erdbeben und Vulkanausbrüche werden sehr gut beschrieben. Man kann hier locker den Tag verbringen. Wir haben Wellington dann verlassen und sind Richtung Norden gefahren. HIER gibts die Bilder dazu.

Die letzten Wochen in Australien

Die letzten zwei Wochen in Perth haben wir uns hauptsächlich entspannt. DSC00184Wir haben uns noch einige Male in Fremantle herumgetrieben, da das kleine Örtchen einfach sehr schön und lebendig ist. DSC00125Das von Gefangenen erbaute Gefängnis von Fremantle steht unter Kulturschutz und war eines der ersten Gebäude in Western Australia. Hier wurden auch viele Aborigines gefangen gehalten, die meisten wegen Nichtigkeiten. Es gab Folterungen und Hinrichtungen. Einen Schreck kriegt man beim Anblick der winzigen Zellen, es ist kaum vorstellbar, dass dort Menschen hausen mussten. Als Toilette diente ein Eimer mit Deckel. Ein weiteren Ausflug unternahmen wir nach Rottnest Island.

DSC00223Der Name der, vor Fremantle liegenden Insel, leitet sich von rat’s nest “Rattennest” ab, was nicht stimmt, da die dort lebenden Quokka den Ratten zwar ähnlich sehen, aber eine Känguru Art sind. Auf der Insel sind keine Autos erlaubt, weshalb wir die Insel mit dem Fahrrad umrundet haben. Die unzähligen Buchten laden zum Schwimmen und Schnorcheln ein. Wir haben es richtig genossen, mal wieder ein bisschen sportlich unterwegs zu sein.DSC00248

Die sogenannten Hügel von Perth besuchten wir ebenfalls, da dort tolle Sonnenuntergänge zu sehen sind sowie eine sehr schöne Aussicht auf die Skyline der Stadt. Ein weiteres Highlight war der Australia Day, ein staatlicher Feiertag, der in Perth mit einem großen Fest am Flussufer zelebriert wurde. Hier bekamen wir Flug- und Stuntshows zu sehen sowie eines der besten Feuerwerke.

DSC00231Am 4. Februar sind wir dann an unserem letzten Ziel in Australien angekommen: Sydney. Die Stadt fällt besonders durch ihre vielen alten Gebäude auf. Australien hat nicht so viel alte Gebäude. Die Lage am Fluss mit dem Opernhaus und der Harbour Bridge ist wunderschön. DSC00337Die Brücke kann man als Fußgänger überqueren und hat so eine sehr schöne Aussicht über den Fluss und auf die Stadt. Wir haben auch den kleinen Ortsteil Manly mit der Fähre besucht, der wie ein kleiner entspannter Urlaubsort wirkt und direkt am Strand liegt. Unser Highlight hier war deutsches Essen. IMG_1826Wir haben ein bayrisches Restaurant besucht und uns Sauerkraut, Rotkraut, Schweinebraten und Wurst schmecken lassen. Ansonsten bietet Sydney unendlich viele Shoppingmöglichkeiten oder Plätze zum Verweilen sowie ein Chinatown mit vielen Restaurants.
Am 9. Februar war unsere Australien Reise zu Ende und wir sehen unserem nächsten Ziel entgegen: Neuseeland.

Wir wollen euch jedoch unsere Sammlung persönlicher Highlights von Australien nicht vorenthalten:

schräg aufgefallen: Australien hat noch mehr überflüssige Straßenschilder als Deutschland. Außerdem gibt es eine Vielzahl an lustiger Ortsnamen wie GinGin, 1770 aber auch Miami und Altona haben wir gesehen.

was wir vermissten: vernünftige Weihnachtskultur, das absurdeste Präsent im Supermarkt waren Gummibärchen in einer Weihnachtspackung. Wir haben uns nach Lebkuchen und Glühwein verzehrt.

kulturelle Unterschiede: es war sehr erheiternd in staunende Gesichter zu gucken wenn wir erzählten, dass in Deutschland die Leute ihre Autoreifen wechseln müssen, dass man auch bei unter Null Grad noch arbeiten geht, dass wir in jedem Laden Alkohol kaufen dürfen und im Glühwein auch Rum sein kann. Wir mussten lachen als wir gesehen haben, dass es hier in einigen Bars erlaubt ist Alkohol mitzubringen statt, wie in einigen Biergärten bei uns, das Essen.

das nervigste: Die australische Regierung scheint ihren Mitbürgern nicht viel Zivilcourage und sonstige gute Eigenschaften zuzutrauen, da man an wirklich jeder Ecke mit irgendwelchen Belehrungen rechnen muss, die bei Nichtbeachtung unter absurden Geldstrafen stehen. So kostet z.B. nicht anschnallen 600 $. Die Polizei sperrt hemmungslos komplette Straßen, um jeden einzelnen Autofahrer auf Alkohol zu testen und mitunter auch belehrend die Reifenbeschaffenheit am Auto zu kritisieren. In Alice Springs ist sogar der Billigwein “Gun” verboten, weil die Aboriginies das sonst immer kaufen.

größter Schreck: Wir erhielten einen Anruf von einer Tauchschule, dass unsere Kreditkarten dort gefunden wurden, wir verloren zwei Mal die Ladung vom Dachgepäckträger wegen des schlimmen Windes und wir sind einmal mit offener Kofferraumklappe losgefahren und verteilten das Innere des Kofferraumes auf der Straße. Schuld war Caspar.

bester Tauchspot: die S.S. Yongala an der Ostküste, unser bester Schnorchelspot war am Ningaloo Reef an der Westküste.

lebenswerteste Stadt: Je nachdem was man möchte Melbourne oder Perth. Während in Melbourne unheimlich viel Kultur und auch eine schöne alternative Szene vorherrscht, hat man in Perth den Strand und alle damit verbunden Aktivitäten direkt vor der Nase. Außerdem ist das Klima wärmer und gleichbleibender.

Wir haben alle Klimazonen in einem Land bereist, sind in der Zeit gesprungen und haben Berge, Meer, Wüste, Wasserfälle und Städte gesehen. Überall gab es freundliche, aufgeschlossene und hilfsbereite Menschen. Wenn kein Auto auf der Straße zu sehen ist an dem man sich orientiert, gucken wir immernoch in die falsche Richtung.

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HIER gehts zur Galerie der letzten Wochen.

 

Die Westküste

Wir sind nach Broome die Westküste herunter, Richtung Perth gefahren. In Broome selbst haben wir nur das Open Air Kino besucht,DSC00708 angeblich das älteste der Welt. Natürlich haben wir uns auch den Strand angesehen, der Cable Beach heißt so, weil hier das Telefon-Kabel nach Indonesien, Java, verlegt wurde. Krass oder? Leider ist der indische Ozean hier so warm, dass man von einer Erfrischung nicht sprechen kann. Wir waren ganz froh, diesen Hexenkessel zu verlassen und Richtung Süden zu fahren. Unser nächster Halt war im Cape Range Nationalpark, der auf einer Halbinsel liegt, eine schöne Schlucht zu bieten hat und zu dessen Füßen sich das Ningaloo Reef direkt am Strand befindet. Es gibt etliche Schnorchelmöglichkeiten und wir waren wirklich begeistert davon, wieviel es hier zu sehen gibt. DSC00760Wir haben außerdem versucht, Schildkröten beim Eierlegen zu beobachten, jedoch haben wir nur Spuren, aber keine Tiere gefunden. Es ist auch schwer, weil man kein Licht anmachen darf und es nachts am Strand doch ganz schön dunkel sein kann. Weitere 600 km südlich schließt sich eine weitere Halbinsel an, Shark Bay genannt. Hier gibt es Delfine zu sehen, die sehr weit an das Ufer herankommen und von den Rangern gefüttert werden. Das hat sich so etabliert, nachdem die Delfine über Jahre hinweg den Fischkuttern ans Ufer gefolgt sind. So sind sie praktisch eine Tradition und wir haben viel informatives über die Tiere gelernt.

Der ganze Strand sah wirklich so aus! Die sind solo nahe, das war schon toll. DSC00829

Sehr schön war auch der Shell Beach, der aus Millionen von Muscheln besteht sowie die Ausblicke über die Küste. Außerdem gibt es hier Stromatoliten, Bakterien, die kleine Gesteinstürmchen bauen. Sie produzieren dabei Sauerstoff und sollen die ersten Lebewesen der Welt gewesen sein. Es gibt sie nur hier und auf den Bermudas, da der Salzgehalt des Wasser doppelt so hoch ist wie sonst wo, was ihnen das Leben ermöglicht.
Silvester haben wir dann im Kalburri Nationalpark verbracht. Das gleichnamige Örtchen liegt direkt am Meer und der Nationalpark bietet wilde Natur, Schluchten und das berühmte “natürliche Fenster”, eine Felsformation.

DSC00970 Hier haben wir erst einmal ein erfrischendes Bad genommen. DSC00943

Die haben wir uns nicht entgehen lassen. Anschließend sind wir in die “Z-Bend” Schlucht herabgestiegen, eine der schönsten, die wir bisher gesehen haben. Wir sind eine ganze Weile dem Fluss gefolgt, haben auf einmal einen Strand gefunden und konnten im Wasserloch baden. Zu Silvester haben wir in unserer Campingküche “Dinner for one” vorgeführt, was unseren Mitfahrer Caspar und zwei Australier sehr begeistert hat. Mit guter Laune sind wir also ins neue Jahr gerutscht und hoffen, euch ist es ähnlich ergangen. In diesem Sinne auch von uns an alle ein erfolgreichen, glückliches und gesundes neues Jahr!

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Die Great Oceon Road und der Grampians Nationalpark

Nach Melbourne ging es erst einmal weiter in den Süden. Unser Ziel war Apollo Bay, wo wir uns die Bucht und den Leuchtturm angucken wollten. Leider waren wir spät dran und der Leuchtturm war geschlossen. DSC00006Dafür haben wir auf dem Weg ein Haufen Koalas gesehen, die da in den Bäumen hingen. Besonders gefreut haben wir uns, als wir Bekannte aus Frasers Island wieder getroffen haben. Ein Schweizer Pärchen. Wir finden die Sprache der Schweizer übrigens total niedlich. Die müssen alle sehr glücklich sein bei so einer Sprache. Alles wird verniedlicht, so werden aus Flip Flop „Flipfloplis „und aus Box wird „Boxli“.
Am folgenden Tag sind wir an der Great Ocean Road entlang gefahren. Die Straße führt leider gar nicht die ganze Zeit am Ozean lang. Aber wenn, dann ist der Ausblick tatsächlich gigantisch. Wir sahen überwiegend zerklüftete Klippen, Felsen im Wasser und die Brandung. DSC00069Unser Highlight waren natürlich die 12 Apostel, die wirklich beeindruckend waren. Wir konnten auch ein Stück am Strand entlanglaufen. Das Wasser war richtig schön blau aber eiskalt. Unser nächster Halt war die London Bridge (eine Felsformation). Sie war vor einigen Jahren noch mit dem Festland verbunden, dann ist ein Stück vom Felsen abgefallen und nun steht sie einfach so im Wasser. Nach der Great Ocean Road ist der nächst größere Ort Portland. Dort gibt es auch einen Leuchtturm, den wir uns angesehen haben. Außerdem haben wir eine kleine Wanderung unternommen um Seelöwen zu sehen. Die haben sich allerdings nicht gezeigt. DSC00093
Anschließend wichen wir von der Route nach Adelaide ab um in den Grampians Nationalpark zu fahren. Leider waren wir nicht so gut dran mit dem Wetter. Es wurde regnerisch und kalt, so dass wir bei unter 10 Grad ganz schön froren. Unter freiem Himmel kochen war auch nicht möglich, so dass wir gezwungen waren auf einem kostenpflichtigen Campingplatz einzuchecken um wenigstens eine überdachte Küche zu haben. Mit Regen ist das Leben im Auto dann doch ganz plötzlich anstrengend. Zumal unsere Mitfahrgelegenheit Ricardo auch noch ein Zelt hatte, was ja dann nass wurde. Auf dem Campingplatz gab es außer anderen Campern noch jede Menge Kängurus und Kakadus, die versuchten unser Essen zu klauen. Am zweiten Tag war immer noch alles wolkenverhangen aber immerhin trocken, so dass wir einige Aussichtspunkte und eine Wanderung auf den Mt. Abrupt unternehmen konnten. Der Weg selbst war ziemlich holprig und steinig aber wunderschön und die Aussicht von oben hat sich echt gelohnt. Bei schönem Wetter sind die Grampians definitiv einen Besuch wert aber auch so hatten wir noch recht schöne Ausblicke.DSC00161
Wir haben dann die Fahrt nach Adelaide fortgesetzt. Es wurde zum Glück auch langsam wärmer. In Adelaide haben wir Ricardo am Hostel abgesetzt und unseren neuen Reisegefährten getroffen, der mit uns bis Alice Springs mitfahren wollte. Er heißt Caspar und ist aus Holland. Ansonsten haben wir von Adelaide nichts gesehen, weil wir einen Werkstatttermin für unser Auto hatten. Hinzu kam noch ein komisches Geräusch am Vorderrad, mit dem wir uns nicht trauten herum zu fahren. Deswegen saßen wir am 2. Advent auf unserem Campingplatz, der genau auf dem Gelände eines Flugplatzes für kleine Sportflugzeuge war. Das war auch mal interessant. Im Nachhinein hörten wir auch, dass wir in Adelaide auch nichts weiter verpasst haben. Nachdem unser Auto gecheckt wurde, sammelten wir Caspar ein und machten uns auf den Weg ins rote Zentrum Australiens. Hier könnt ihr euch unsere neusten Fotos ansehen während wir ca. 2.500 KM mit dem Auto vor uns haben. DSC00255

Ein Berg und die Suche nach den Schätzen der Erde

Auf dem Weg von der Gold Coast ins Inland sind wir in den Girroween Nationalpark gefahren, weil der wunderschöne Steinformationen haben soll. P1040770Auf unserem Campingplatz waren wir fast alleine. Unsere einzigen Besucher waren 2 Opossums, die uns zu Tode erschrocken haben. Es war stockdunkel und wir haben nur das gesehen was direkt im Schein unserer Stirnlampen war. Auf einmal war neben uns ein Geräusch und als wir den Kopf dahin drehten, saßen 2 Opossums direkt auf dem Tisch neben unserem Topf mit Essen.

Am nächsten Tag sind wir einen 18 km langen Weg gewandert, die großartigen Steinformationen, wegen denen wir da waren, haben wir dabei aber nicht gefunden. Dafür jede Menge falsch beschrifteter Pfade die schließlich mitten an einer Straße endeten. Nirgendwo fand sich ein Schild, wo sich eigentlich unser Campingplatz befand und wie weit das ist. Da es in Australien schon mal vorkommen kann, dass kein anderer Mensch die Straße lang kommt, waren wir etwas beunruhigt. Zum Glück hatten wir einen Kompass und gute Instinkte, so das wir wieder zu unserem Auto zurückgefunden haben. Auch in dieser Nacht waren wir wieder ganz alleine im Wald, was irgendwie gruselig war. Zusätzlich hatte die Zentralverriegelung von unserem Auto eine Macke und wir konnten es nicht einmal abschließen.

Den darauf folgenden Tag sind wir schlauer gewesen und haben uns erstmal nach einer Touristeninformation umgesehen, die uns schließlich auf den rechten Weg brachte. P1040746Wir haben uns 2 Wege im Nationalpark ausgesucht und waren begeistert von den großartigen Steinen. Schön ist, dass wir ganz alleine überall waren. Nur wir und die Natur. Der Aufstieg war mühsam aber es hat sich gelohnt und war mal eine ganz besondere Erfahrung.P1040787 Der zweite Weg führte uns in ein beinahe ausgetrocknetes Flussbett. Es gab nur noch ein paar Wasserlöcher, die der Landschaft ihren eigenen Reiz verliehen. Drum herum waren jede Menge Eukalyptusbäume. Nach unserem Ausflug in den Nationalpark fuhren wir weiter Richtung Melbourne und haben in Inverell unseren nächsten Zwischenstopp eingelegt. Die Stadt bzw. Umgebung ist wegen ihres Saphir-Vorkommens bekannt. Hier kann man welche ansehen, kaufen aber auch finden. So haben wir eine Zeitreise gemacht und sind auf einem Campingplatz gelandet, der ganz einsam war. Dort lebte Bob mit seinem dicken Hund. Bob sah aus als wäre er 100 Jahre alt. Er war groß und hager, hatte strubbelige weiße Haare und einen ebenso strubbeligen Bart in einem recht knittrigen Gesicht. P1040815Mit seinem Hut erinnerte er ein bisschen an eine Vogelscheuche. Seine schwarzen Klamotten rochen, als wären sie schon länger an ihm dran und sie waren außerdem ein bisschen zu groß. Er redete permanent mit sich selbst oder dem Hund und wenn er mit uns sprach, war er schlecht zu verstehen, weil er kaum noch Zähne hatte. Er war aber sehr freundlich und zeigte uns wie wir Saphire finden könnten. Wenn er dann so anpackte, Dreck schaufelte und schwere Eimer trug, konnte man sich fragen, ob er nicht vielleicht doch erst 55 Jahre alt ist. Das Steine finden ist gar nicht so leicht. Zuerst muss man die ganze Erde in einen Eimer schaufeln und bewässern. Anschließend siebt man die Erde heraus bis die Steine übrig sind. P1040820Da die Edelsteine schwerer sind als die gewöhnlichen Steine, kippt man das Sieb dann um und müsste die wertvollen Stücke oben auf liegen haben. Theoretisch jedenfalls. Es erfordert einige Übung, bis man raus haut, wieviele Steine man sieben sollte um überhaupt noch durch zu sehen. Außerdem ist es ziemlich schwierig die guten von den schlechten Steinen zu unterscheiden, denn auch ganz normale Kieselsteine können farbig sein. Der Trick ist, dass die nicht glänzen wie Glas. Trotzdem haben wir die Hälfte übersehen, während der Alte aus 1 Meter Entfernung schon gesehen hat, wieviele Steinchen wir da in der Masse versteckt vor uns hatten. Das ganze schaufeln und sieben ist eine staubige und dreckige Angelegenheit. Für einen Nachmittag hat es und aber Spaß gemacht und wir sind mit einigen kleinen Steinchen wieder abgereist.

Die nächsten 2 Tage sind wir durchgefahren, da wir zum Wochenende in Bendigo sein wollten. Hier findet ein Blues & Roots Festival statt und wir wollten dort einen Freund von Meik treffen, der dort mit seiner Freundin wegen dem Festival ist.

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Von Walen und Gartenarbeit

Gleich am Tag nach unserer Rückkehr aus Frasers Island haben wir noch eine Tour mit dem Boot gemacht um Buckelwale zu sehen. Die sind von Juni bis Ende Oktober in der Bucht vor Harvey Bay und ziehen dort ihre Jungen soweit groß, dass sie die Reise in die kalten Gewässer des Atlantiks überleben. Da das Ende der Saison bevorstand, hatten wir nicht mehr das Glück Dutzende von Walen zu sehen aber immerhin konnten wir zwei Mütter mit ihren Kälbern sehen. IMG_4751Ob die Wale in dem Moment ihrer Beobachtung Lust haben aus dem Wasser zu springen kann man letztendlich auch in der Hochsaison nicht wissen. Wir sahen immerhin eine Schnauze, sowie die Seitenflosse und den weißen Bauch unter dem Wasser schimmern. Richtig rausgesprungen ist leider keiner. Insgesamt war aber schon zu sehen, dass wir hier keine Delfine beobachten sondern weitaus größere Tiere. Und es ist schön, dass die Wale wieder sicher in den Gewässern vor Australien schwimmen können, da sie früher gejagt wurden.IMG_4781
Wir verließen Harvey Bay dann weiter in Richtung Süden und fuhren direkt nach Brisbane. Die Jobsuche war erstmal wieder im Vordergrund. Am 4. Tag haben wir Brisbane dann jedoch wieder verlassen. Wir sind nach Currumbin Valley gefahren, einem kleinen Dorf im Hinterland der Gold Coast. Dort haben wir die Möglichkeit bekommen eine Woche lang für ein bisschen Gartenarbeit Unterkunft und Essen zu bekommen. Die Australierin Kathy wohnte dort mit Tochter Vanessa. Wir haben dann Unkraut gerupft, Mulch gestreut, eine Hecke geschnitten und ein Loch gegraben.

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Unsere täglichen Highlights waren jede Menge Kängurus, die nur einige Meter entfernt über die Wiese hüpften. Kathy selbst ist Hausfrau aber ist schon sehr viel gereist und war zu “Zonezeiten” noch in Berlin.

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Sie berichtete wie beängstigend aber auch interessant alles war: z.B. die Polizeipräsenz in den U-Bahnhöfen, die darauf achteten, das keine Ostdeutschen in den Westen abhauen. Es klingt alles noch viel unwirklicher, wenn man das aus der Sicht einer Australierin hört. Von der Gold Coast haben wir uns Surfers Paradise sowie Bayron Bay angesehen. Beides sehr schön, besonders die Skyline von Surfers Paradise. P1040697Aber alles ist sehr auf Luxus ausgelegt und nicht für längere Aufenthalte geeignet. Bayron Bay ist besonders für die ganzen Hippies bekannt. Zur Zeit erfährt die Stadt jedoch eine starke Veränderung durch Investoren, die alles schick machen wollen. Dennoch ist durchaus noch was aus der alten Zeit zu sehen.
Nach der Woche bei Kathy hatte sich jobmäßig leider nichts in Brisbane und Umgebung ergeben, so dass wir entschieden nach Melbourne zu fahren. Damit ihr euch auf unseren nächsten 1.700 km Richtung Melbourne nicht langweilt, haben wir inzwischen zu allen unseren Aufenthaltsorten FOTOGALERIEN  hochgeladen. Wir hoffen es gefällt euch!

Airlie Beach und die Whitsundays

Es sind noch nicht viele Tage vergangen und trotzdem haben wir einige richtig tolle Erlebnisse gehabt. Zuerst sind wir nach Airlie Beach gefahren. Von dort gehen die Touren zu den Whitsundays, einer aus 74 Inseln bestehende Inselgruppe. P1040310Hier war der Weg das Ziel, denn bis auf einige Schnorchelstops sind wir nicht vom Boot runter gekommen. Zwischendurch war es so schaukelig, dass wir uns schworen beim nächsten Mal Seekrankheitstabletten einzuschmeißen. P1040336Wir hingen zwar nicht über der Reeling aber wenn einem die ganze Zeit so flau im Magen ist hat man auch keinen Spaß. Das Highlight der zweitägigen Tour war jedenfalls der Whithaven Beach der größten Insel der Whitsundays. Der Sand ist fein wie Mehl und durch den über 90%igen Siliziumanteil fast weiß. Der Ausblick vom Berg war einzigartig, wie im Paradies. Leider haben wir ansonsten nicht viel von den 74 Inseln gesehen. Das müsste man wahrscheinlich selbstständig organisieren.
Airlie Beach selbst ist eine kleine niedliche Touristenstadt zwischenP1040345 Bergen und Meer mit jeder Menge kleiner Lädchen und wie in Cairns einer Lagune zum baden mit Blick aufs Meer.

Wir haben Airlie Beach dann in Richtung Süden verlassen und sind in das kleine Städtchen Agnes Water mit dem dazugehörigen Town 1770 gefahren. Der lustige Name von Seventeen Seventy (1770) geht auf die Landung von Captain Cook an der Küste im selbigen Jahr zurück. In dem Jahr begann die Kolonisierung durch die Briten. P1040353Hier gibt es wunderschöne Strände und Aussichtspunkte. Wir haben auch riesige Pelikane gesehen. Alles ist genauso schön aber viel ruhiger als in Airlie Beach.
Lange haben uns die Strände jedoch nicht aufgehalten und so sind wir nach Harvey Bay gefahren, dem Tor zu Fraser Island.