Auf den Spuren des alten Ankor Reiches

Endlich endlich gibt es wieder eine vernünftige Internetverbindung, so dass wir euch über die letzten Tage updaten können. Wir sind inzwischen in der Hauptstadt von Kambodscha, in Phnom Penh. Aber zuerst zu den letzten Tagen:
Siem Riep ist bekannt wegen seiner nahen Lage an den Tempeln von Ankor, den Tempeln der Gottkönige. Wir haben uns sagen lassen, dass man circa drei Tage Besichtigung einplanen muss, da die Anlage 200 km² groß ist. Ankor Wat
Wir haben uns dann für die 2 folgenden Tage einen Fahrer gemietet, der uns mit seinem Tuk Tuk in Form einer Motorradrikschka überall hin fuhr.
Zunächst zur Geschichte von Ankor: Die Tempelanlage wurde zwischen dem 9.-13. Jh. errichtet, jeweils vom amtierenden König in Auftrag gegeben. Die Könige sahen sich als Verbindungsstück zwischen irdischem und göttlichen Dasein. Jeder war verpflichtet einen Tempel zu bauen, in welchem er nach seinem Tode als göttliche Inkarnation verehrt werden konnte. Diese ungeheuren Bautätigkeiten erforderten viele Arbeiter, die alle ernährt werden wollten. Bereits im 9. Jh. wurden daher umfangreiche ausgeklügelte Bewässerungsanlagen gebaut, die die Menschen unabhängig von der Trockenzeit ernähren konnten und dabei halfen, das Ankor über Jahrhunderte ein enorm mächtiges Reich wurde.
Auffällig an den Tempeln ist, das es sowohl hinduistische als auch buddhistische Bauweisen gibt. Da die Könige über die Religion ihres Volkes entschieden, gibt es in der Geschichte Kambodschas dreimalige Wechsel zwischen Hinduismus und Buddhismus.IMG_0803
Ankor Wat ist der größte dieser Tempel und weltweit der größte Hindutempel. Am ersten Besichtigungstag haben wir die kleinere der beiden Routen durch die Anlage genommen und die bedeutendsten Tempel besucht. Beeindruckt hat uns, wie der Dschungel teilweise in die Tempel reingewachsen ist, so sind einige Tempel von gigantischen Bäumen umgeben, die die Steine durchbrechen. Manche Fragmente stehen jedoch nur noch weil die Bäume sie mit ihren Wurzeln stützen.
Um den Tag abzurunden haben wir uns am Abend bei einem Buffet einen traditionellen Tanz angeschaut. Der sogenannte Apsara Tanz war früher ausschließlich den Angkor Königen vorbehalten. Sehr zum Leidwesen von Meik waren die Tänzerinnen im Gegensatz zu früher nicht mehr barbusig. Es war trotzdem sehr schön.

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3 Gedanken zu „Auf den Spuren des alten Ankor Reiches

  1. Siegbert

    Hallo Ihr lieben zwei,
    schön, endlich wieder was von Euch zu hören bzw. lesen! Da wir ja mit den fast täglichen Mitteilungen von Anfang an verwöhnt wurden, warten wir schon auf ein Lebenszeichen!
    Vor allem lernen wir viel und reisen ja fast selbst mit, so klasse wie Ihr immer schreibt! Und die Bilder dazu, einfach Spitze!
    Jetzt sind auch wir wieder zufrieden!

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  2. Opa

    Hallo
    nach mehreren Veruchen, eine Nachricht von Euch zu lesen-endlich- waren schon etwas unruhig.
    Habe mich nochmal mit den Welttwundern befaßt. um auf deine Frage zu antworten. Es gibt ja verschiedene Ansichten aus der Antike und der Neuzeit bei den Letzteren noch nicht genannt.
    Habt Dank für Eure umfassenden Beschreibungen der Reise, es ist ein Genuß sie zu lesen.
    LG O&O

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    1. Meik

      Aha, gut zu wissen. Ich hatte dazu auch nichts gefunden, aber unser “Guide” meinte, es wäre eins der 7 Weltwunder. Was solls, zumindest ein Anwärter darauf ist es aus meiner Sicht auf jeden Fall.
      LG Christin

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