Brasilien und das Ende der Reise

Während wir den ganzen Tag im Flugzeug sitzen werden, könnt ihr nochmal die letzten Tage nachlesen. Am 2. Mai sind wir in Porto Alegre angekommen und waren eine Woche bei Meiks Freund Fabian zu Besuch, der schon zwei Jahre in Brasilien lebt. DSC03099Wir haben uns die Stadt angesehen, waren traditionell essen und den Parque Nacional Deaperados da Serra, einen Nationalpark in der Umgebung besucht. Es gibt um Porto Alegre einige Wanderwege, die zu Schluchten führen und eine davon sind wir hinunter und wieder hinauf geklettert. Fleischliebhaber kommen hier übrigens sehr auf ihre Kosten, es gibt Restaurants mit Fleisch-Flatrate. Die Kellner laufen unaufhörlich mit unterschiedlichen Fleischspießen von Tisch zu Tisch und man kann sich an Hühnerherzen, Lamm und feinsten Fleischscheiben vom Rind satt essen (die Qualität ist nicht annähernd mit Rodizio zu vergleichen). Tatsächlich haben wir selten so gutes Fleisch geschmeckt. Die letzten 4 Tage vor unserer Rückkehr nach Deutschland haben wir in Rio de Janeiro verbracht. Obwohl Herbst ist hatten wir hier Sonnenschein bei 26 Grad. Unser Hotel liegt im wunderschönen Santa Teresa, einem Viertel auf dem Berg, was mit Kopfsteinpflaster und alten Villen einen ganz eigenen Charme hat. DSC03135Außerdem ist es sicher, was in Rio nicht ganz unwichtig ist. Die Strände von Copacabana und Ipanema haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Wegen der gefährlichen Brandung war baden aber verboten. Trotzdem konnten wir hier so einige Frauen im Tanga beobachten, was anscheinend eher zur Kultur gehört und weniger dem Körperkult geschuldet ist. In der Nähe der Strände gab es einige Märkte mit schönem Kunsthandwerk und auch Gemälden. Um Rio von oben zu betrachten, haben wir einen Ausflug zur San Cristobal gemacht. So schön wie die Aussicht von dort oben auch ist: Es war mit Abstand die am stärksten besuchte Touristenattraktion der ganzen Reise und das Gedrängel grauenhaft. IMG_2455Wir sind daher nicht lange dort oben geblieben und haben uns lieber zum Zuckerhut aufgemacht. Dorthin kommt man nur mit der Gondel. Die Aussicht von dort war auch sehr schön und es war nicht so schlimm bevölkert. Ein weiteres Highlight war die 230 Stufen lange, berühmteste Treppe von Rio, die Estario Selarón. Ein Künstler aus Chile verziert diese mit Fließen aus aller Welt. Wir haben auch einige deutsche Städte entdecken können. Insgesamt ist Brasilien jedoch schwierig zu bereisen. Wie im restlichen Südamerika kann hier kaum jemand englisch. Ein Taxifahrer erklärte uns beispielsweise, das von den Touristen erwartet wird, dass sie portugiesisch können, auch wenn sie nur kurz hier sind. So kurz vor der WM ist das eine Einstellung, die unserer Meinung nach überhaupt nicht vertretbar ist. Zumal im restlichen Südamerika spanisch gesprochen wird und es wohl nicht erwartet werden kann, dass jeder Tourist nun spanisch und portugiesisch beherrscht. Laut Fabian sind solche Aussagen aber ehrer die Ausnahme. Viele entschuldigen sich für ihre Unwissenheit. DSC03169Das Problem besteht nicht nur bei der Kommunikation mit Straßenverkäufern sondern auch im Flughafen, Taxi, Tourveranstaltern und beim Personal des Nahverkehrs. Das beste Beispiel war im Flugzeug nach Rio: Wir erkundigen uns auf englisch was das Getränkeangebot beinhaltet und die Stewardess betet uns auswendig gelerntes runter, ebenfalls auf englisch. Als wir dann unsere Auswahl treffen weiß sie gar nicht was gemeint ist, weil sie die Übersetzung der englischen Getränkeliste vergessen hat. Um sich zu retten sagte sie dann, sie hat das gewünschte Getränk nicht. Wir haben in Brasilien 2 Regeln gelernt: 1. Geduld und 2. nichts hinterfragen.

Hier noch unsere Zusammenfassung der 2 Monate in Südamerika:

beste Sehenswürdigkeit: Cusco und die Ruinen in der Umgebung sowie die Umgebung von San Pedro de Atacama in Chile.

bestes Essen: gibt es eindeutig in Peru, die Küche ist einfach umwerfend und viele Gerichte werden wir vermissen, weil es die Zutaten in Deutschland gar nicht gibt.

was hat genervt: das man Englisch nicht weit kommt, am schlechtesten in Brasilien. Dort bekommt man an Geldautomaten mit ausländischen Karten auch zum Teil kein Geld, so dass man erst einmal stundenlang nach einer geeigneten Bank suchen muss.

Kultur: Ja, es gibt sie wieder. Südamerika ist voll damit und das ist gut!

Sicherheit: ist in Südamerika nicht so gut wie in allen anderen Ländern, die wir besuchten. Mit ein bisschen Vorsorge und gesundem Menschenverstand sind wir aber auch hier sicher durchgekommen.

immer wieder schön: die riesigen Märkte, Straßenhändler, Minishops, Mototaxis. Supermärkte gibt es zwar, aber besonders in den Vororten nicht viele und so hat eben jeder seinen Laden mit Shampoo, Kerzen, Krempel usw.

was wir in Deutschland vermissen werden: richtig gutes Fleisch und das ganze frische Obst.

Damit geht unsere Weltreise nun zu Ende. Die letzten Wochen vergingen nun doch sehr schnell und irgendwie ist es kaum zu glauben, dass ein Jahr vergangen ist. Ein unvergessliches Jahr voller neuer Eindrücke und Erlebnissen, von denen wir alle sehr genossen haben und mit denen wir vollauf zufrieden sind.

An dieser Stelle an unsere (heimlichen) Leser, die Kommentare aber auch Telefonate oder emails mit netten und manchmal aufmunternden Worten gesandt haben. Auch in solch einem Jahr scheint nicht jeden Tag die Sonne und Unterstützung aus der Ferne ist dann besonders schön. Wir danken euch!

Hier sind die letzten Bilder. 

Wem unsere Bilder nicht reichen: hier ein Link zu einem Video aus Rio von Snoop Dog

Ein Dorf in den Anden, Nasca und Lima

Nach dem wir die beeindruckenden Inka Ruinen um Cusco gesehen haben stand noch ein Besuch in Chonta (Schonta gesprochen) auf dem Plan. Chonta ist keine Sehenswürdigkeit und kein Touristen Magnet, es ist das Dorf aus dem meine Mutter stammt. Das Dorf liegt eine drei bis vier Stunden Autofahrt von Cusco entfernt. DSC02650Nach ca. zwei Stunden kamen wir in Limatambo an. Von dort geht es dann eine Schotterpiste das Gebirge hoch. Der Aufstieg dauerte für uns ca. eineinhalb Stunden da wir das Auto des öfteren anschieben mussten. Ein Geländewagen wäre eigentlich angebracht gewesen. Auf dem Weg kam uns ein Schafsherde entgegen. Chonta ist nicht mehr das was es einmal war. Es leben kaum noch Menschen dort oben, das Dorf wirkt verlassen und verfallen. Früher lebten hier sehr viele Familien (300), die Landwirtschaft betrieben haben. Die ehemaligen Einwohner sind fast alle weggezogen, so wie meine Mutter und ihre Geschwister. Chonta ist auch sehr sehr abgelegen, früher gab es weder Strom noch fliesend Wasser. Angeblich verlaufen sich hier doch einzelne Touristen hin, um sich den Kondor anzusehen, die größte Vogelart auf Erden. Wir haben den Kondor leider nicht gesehen.DSC02666 Als wir das Dorf verlassen haben sind wir im Tal bei Limatambo auf eine ehemalige Zuckerrohr Plantage gefahren, auf der werden heute Avocado angebaut. So große Avocado haben wir noch nie gesehen. Am späten Nachmittag sind wir dann zurück nach Cusco. Am nächsten Tag haben wir uns auf den Weg nach Lima gemacht. Die Fahrt dauert ca. 24 Stunden. Wir sind nach ca. 14 Stunden in Nasca ausgestiegen um die mysteriösen Linien von Nasca zu sehen. Wir sind in eine kleine Propellermaschine gestiegen. Die Linien von Nasca sind kilometerlange Linien in der Wüste bei der Stadt Nasca. Neben den Linien und Trapezen sind auch einiger Figuren zusehen wie zB. ein Affe oder eine Spinne.DSC02711 Die Figuren haben eine Länge von bis zu 200 Metern, weshalb sie nur aus dem Flugzeug zu sehen sind. Die Figuren sind über 2000 Jahre alt und einer Kultur vor den Inka zuzuschreiben. Über die Entstehung der Linien und Bedeutung der Figuren gibt es mehrere verschiedene Theorien. Die Menschen die sie gezeichnet haben, konnten nicht fliegen und sie somit auch gar nicht sehen. Der Flug über die Figuren dauerte ca. 40 Minuten. Leider sind wir so hoch geflogen das die Figuren relativ klein waren, wir haben irgendwie mehr erwartet – Jammern auf hohem Niveau :-)
Nach dem kurzem Flug sind wir wieder in den Bus, um nach Lima zu kommen. Dort habe ich noch recht viele Verwandte. Wir haben fast vier Wochen bei meiner Tante verbracht. Wir wurden sehr gut bekocht. Die peruanische Küche ist sehr empfehlenswert. Neben einigen Ausflügen in die Innenstadt von Lima wurden wir zu Ostern von einem Cousin von mir in ein Landhaus eingeladen. DSC02912Am Ostersonntag waren wir zurück und haben mit dem Großteil der Familie auf dem Dach gegrillt. Neben einigen Einladungen zum Essen, haben wir noch den Aqua Park in Lima besucht der besonders nachts durch die Beleuchtung besonders schön ist. Am 30. April haben wir dann noch in Christins Geburtstag rein gefeiert. Der 1. Mai ist auch in Peru Tag der Arbeit so dass fast alle frei hatten. Und am 1. sind wir dann auch schon weiter gereist nach Brasilien.

Alle Fotos gibt es hier.

Cusco und das heilige Tal Teil 2

Auf unserer Tagestour zu den Ruinen rund um Cusco waren wir besonders von Pisaq und Ollantaytambo beeindruckt. DSC02286Pisaq liegt in großer Höhe über dem Tal. Es besteht aus 2 Teilen, einer Stadt und einem heiligen Bereich. Auch hier wurden Terrassen angelegt und Landwirtschaft betrieben. Die Häuser sind noch gut erhalten, alles war sehr verwinkelt angelegt und der Ausblick über das Tal fantastisch. In Ollantaytambo beeindruckte die sorgfältig ausgewählte Lage auf 3000 Metern Höhe. Die Inkas haben nie einfach so ihre Siedlungen gebaut, sondern die Natur und die Sonne sehr genau beobachtet. So liegt Ollantaytambo genau gegenüber dem Berg, in dem die Inkas 2 Gesichter erkannten.DSC02315 Die aufgehende Sonne steht genau im Auge eines dieser Gesichter und beleuchtet den heiligen Teil der Anlage zuerst. Die gigantischen Steine wurden aus dem Tal auf der Rückseite des Berges herausgeschlagen und auf den Berg gezogen. Es wurden die natürlichen Risse im Gestein genutzt, in die Holzkeile getrieben wurden. Diese wurden mit Wasser zum quellen gebracht, so dass die Felsen heraus brachen. Je nach Größe der Steine wurden 100 Männer benötigt, um diese den Berg runter oder hoch zu bewegen. Das höchste Inkabauwerk befindet sich auf fast 6000 Metern Höhe. Wie geschickt alles gebaut war erkennt man auch daran, dass die Spanier ganze 40 Jahre benötigten um das Reich zu erobern. Die Festungen waren gut versteckt und schwer erreichbar. Die Pferde waren kaum zu gebrauchen und die Inkas waren sehr fit und dem Gebirge eben so gut angepasst. Daher konnten sie schenll aus den Tälern über die Gipfel fliehen. Zum Vergleich: Die Eroberung Mexikos dauerte nur 3 Jahre. Das letzte Ziel der Tour war Chinchero, ein ehemaliger Palast eines Inkakönigs.DSC02369 Hier steht heute eine Kirche. Die Inkakönige bekamen damals lediglich ihren Titel von ihrem Vater vererbt. Ihren Palast mussten sie selbst bauen. In der Kirche berichtete uns unser Führer von der Zwangskatholisierung und der Folterung und Tötung aller derer, die die neue Religion nicht annehmen wollten. Die Zerstörung der Anlagen durch die Spanier war immens. Umso großartiger ist daher Maccu Piccu, der erst vor 100 Jahren entdeckt wurde. Der richtige Name der Stadt ist nicht mehr bekannt. Sie ist jedoch vollständig erhalten und kann in ihrer ganzen Pracht besichtigt werden. Auch hier wurde die Lage der Inka Mythologie entsprechend ausgewählt: Der Fluss, der sich um den Berg schlängelt ist Symbol der Schlange, die die Unterwelt repräsentiert. Der Pumakopf, den man in den Berg interpretieren kann und der Macht in dieser Welt repräsentiert. Und der Kondor, der als einziger die Grenzen der Welten überschreiten konnte.DSC02486 Wir sind mit dem Sonnenaufgang losgelaufen, um die Stufen auf den Berg zu erklimmen. Es fahren auch Busse auf den Berg, die waren aber so lächerlich überteuert, dass wir entschieden zu laufen. Wir haben das Stufen steigen jedoch ganz schön unterschätzt und sind völlig fertig oben angekommen. Beeindruckend, dass die Inkas diese Stufen damals überhaupt gebaut haben und dann da hoch und runter gelaufen sind. Durch den Nebel, der früh noch über der Stadt hing, wirkte Machu Piccu zunächst sehr mystisch und unwirklich. Wir hatten den ganzen Tag Zeit und konnten in Ruhe alles ansehen. Beeindruckend war zum Beispiel die etwas abgelegene Inkabrücke. Der Pfad ist im Fels kaum zu erkennen und geht steil an der Wand entlang. Es ist für Touristen nicht möglich dort lang zu gehen, umso unglaublicher finden wir, dass die Menschen dort überhaupt einen Pfad bauen konnten.DSC02512 Als sich der Nebel verzog konnten wir die ganze Anlage in ihrer Pracht betrachten. Sehr schön waren die riesigen Felsbrocken der Tempel, die perfekt bearbeitet waren und sich ineinander fügten, ohne Mörtel und Fugen. Mit den riesigen Terrassen wurde auch hier Landwirtschaft betrieben. Es lebten ungefähr 800 Menschen hier. Und es dauerte um die 100 Jahre, um die Stadt zu bauen. Uns wird sie auf jeden Fall als ein Highlight in Erinnerung bleiben. Wir sind dann die Treppen wieder ins Tal zurück gegangen und haben uns nach der Anstrengung des Tages gutes Essen und einen riesigen Mangoshake gegönnt.

HIER sind die Bilder.

Cusco und das heilige Tal Teil 1

Vom Titikakasee aus sind wir mit dem Inka Express nach Cusco gefahren. Eine 10 Std. Busfahrt. Der Inka Express macht jedoch an mehreren Sehenswürdigkeiten Halt, so dass die Busfahrt halb so schlimm war. Es gab sogar ein Buffet, für das wir zum Mittag Halt gemacht haben. Ein sehr interessanter Stopp war bei einem Inka Tempel der dem Gott Viracocha zu Ehren war.DSC02086 Die Inka verehrten viele Gottheiten und hatten eine sehr komplizierte Religion. Neben dem Sonn-, Mondgott und der Erdgöttin Pachamama war Viracocha die höchste Gottheit der Inka und Erschaffer des Universums. Die Inka Könige beanspruchten die Söhne der Sonne zu sein, weshalb der Sonnenkult hoch im Kurs stand. Die Inka beobachteten ihre Umwelt sehr genau. Der Inka Kalender zB. beginnt/endet mit der Sonnenwende am 21. Juni. Die Tempel sind nach der Sonne ausgerichtet, zum Teil geht genau am 21. Juni die Sonne in einem der Gänge auf. Die Bauwerke der Inka geben noch heute Rätsel auf. So hatten die Inka beispielsweise in ihren Anlagen ausgeklügelte Bewässerungssysteme die heute noch funktionieren.DSC02231 Teilweise sind die Quellen der Gewässer bis heute nicht bekannt.

Das Stadtzentrum Cuscos zeichnet sich durch die Plaza de Armas aus. Hier tummeln sich die meisten Touristen und Büros für Touren in die Umgebung und vor allem zum Machu Piccho. Architektonisch erkennt man schnell den katholischen Einfluss der Spanier. Gleich zwei große Kirchen befinden sich auf der Plaza de Armas. Doch auf den zweiten Blick sieht man die alten Mauern der Inka, die sich sogar in den Kirchen wieder finden. Ansonsten ist Cusco eine kleine Stadt, die in den letzten Jahren überwiegend wegen des ansteigenden Tourismus gewachsen ist.DSC02585
Unser erster Ausflug dauerte einen halben Tag. Wir haben uns mehrere Ruinen angesehen, die alle für sich sehr beeindruckend sind. Als wir vom Tourguide hörten das jeweils nur noch ca. 20% erhalten ist, waren wir um so mehr erstaunt. Leider haben die spanischen Konquistadoren fast alle Gebäude und Anlagen der Inka zerstört und die Wissensträger getötet, weshalb Archäologen heute zum Teil nur vermuten können welchen Zweck sie gehabt haben könnten.

HIER gehts zu allen Bildern.

Puno und der Titikakasee

Von San Pedro de Atacama sind wir mit dem Nachtbus nach Arica gefahren, das an der Grenze zu Peru liegt. Von dort wurden wir in einen Kleinbus verfrachtet, der losfuhr als er voll war und uns nach Tacna brachte, die erste Stadt nach der Grenze. Mein erster Eindruck von Peru war zunächst erschreckend. Das Armutsgefälle im Vergleich zu Chile wird sofort sichtbar, statt freundlich angestrichenen Häusern überwiegend dunkle Lehmhütten und etlicher Müll an der Straße. Wir wollten in Tacna auf keinen Fall übernachten und haben uns entschieden direkt nach Puno am Titikakasee weiterzufahren. Nach einigen Stunden Wartetei und einer weiteren 9 Stunden Busfahrt kamen wir in Puno an.DSC01781 Die Stadt liegt auf 3800 m Höhe, was uns 2 Tage Kopfschmerzen und allgemeine Schlappheit bescherte. Danach hatten wir uns an die Höhe gewöhnt und konnten die Umgebung erkunden. Aufgefallen ist mir, wieviele Traditionen hier noch herrschen. Überall sieht man Frauen mit bunten Kleidern und Tüchern auf dem Rücken gebunden, in denen sie alles transportieren: Lebensmittel, Getreide, Kinder. Das ist wirklich faszinierend. Unser erster Ausflug führte nach Sillustani, wo einige Grabtürme der Inkas die Zeit überlebt hatten. Die Inkas hatten ihre Toten mumifiziert. DSC01838Diese Grabtürme hier waren für die Adligen gedacht. Es gibt einen winzigen Eingang, durch den den Toten Opfern gereicht werden konnten. Die Inkas glaubten an ein Leben nach dem Tod, weshalb die Toten in fötaler Haltung und mit allen möglichen Beigaben beerdigt wurden. Da die Türme aus Vulkangestein gebaut wurden, welches Eisen enthält, schlug schon einige Male der Blitz ein. Somit sahen wir nur noch einen vollständigen Turm. Beeindruckend ist die Bauweise, denn es wurde ohne Fugen und Mörtel gebaut. Bis heute ist nicht sicher wie die Inkas die Steine poliert hatten oder wie sie die Steine so passgenau formen konnten, das sie bis heute jedem Erdbeben standhielten. An unserem nächsten Tag sind wir mit dem Boot auf dem Titikakasee gefahren. Unser erstes Ziel war eine der 40 schwimmenden Schilfinseln, auf denen die Menschen genauso wie vor hundert Jahren leben.IMG_2119 Die Wurzeln vom Schilf sind essbar und schmecken gar nicht schlecht. Wir lernten wie so ein Dorf gebaut wird. Die Leute leben von selbst gemachten Textilien, Fischfang, Jagt und eben Tourismus. Anschließend haben wir die Insel Taquille besichtigt. Die Tracht der Einheimischen hier ist anders als bei den schwimmenden Dörfern, ebenso die Sprache. Auch hier werden Textilien hergestellt und Kinder verkaufen selbstgemachte Armbänder. Obwohl wir laut Karte nur einen winzigen Ausschnitt des Sees sahen, sah es aus als wären wir am Meer.
Puno selbst haben wir uns in den Tagen ebenfalls angesehen. Es gibt einige schöne Aussichtsplattformen. Der Weg dahin ist allerdings extrem anstrengend, da die Stadt am Berg liegt und unzählige Stufen hinaufführen. DSC02060Für den Ausblick hat es sich jedoch gelohnt. Wir haben noch einen weiteren Tempel der Inkas gesehen, es war ursprünglich ein Fruchtbarkeitstempel. Noch heute legen Frauen kleine Opfergaben an dem riesigen Phallus ab.
Erwähnenswert ist die peruanische Küche, die eine der besten Südamerikas ist. Im Land der Kartoffeln und des Mais gibt es unheimlich viele kreative Gerichte. Ich habe sogar schon eine einheimische Spezialität probiert: Cuy. Wir sagen dazu Meerschweinchen. Ja, die sind hier keine Haustiere.

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Start in Südamerika

Der letzte Abschnitt unseres Abenteuers hat in Santiago de Chile begonnen. Santiago ist für Südamerika eine sehr moderne und sichere Stadt. Da ich ja schon des öfteren in Peru war, war ich gespannt wie Chile so sein wird. Ich war positiv überrascht. Das Land ist wohlhabender als andere südamerikanischen Länder, was unter anderem an den großen Kupfervorkommen liegt. Das ist gut, aber dadurch gehört Chile auch zu den teureren Länden. Es ist aber immer noch deutlich billiger als Australien und Neuseeland.DSC01295
Für Santiago haben wir uns zwei Tage Zeit genommen, was für uns ausreichend war. Länger bleiben kann man auf jeden Fall.
Was in der Stadt sofort auffällt: es gibt wieder viel Kultur, Geschichte, alte Gebäude und so weiter. Kulinarisch wurden wir enttäuscht, wir haben keine besondere Küche finden können. Trotzdem gab es einige Überraschungen, wie Hot Dogs mit Avocadocreme und vermeintliche Croissants mit herzhafter Füllung: Muscheln. Nach dem ersten Schreck war das aber gar nicht so schlecht.DSC01337
Eine Besonderheit auf unserer Stadterkundung war ein kleiner grüner Park, Santa Lucia im Stadtzentrum. Hier wurde die Stadt gegründet. Der Weg nach oben führt durch den schönen Park. Oben gibt es nicht nur eine tolle Aussicht sondern auch eine alte Festung. Ein weiteres Highlight war die Seilbahn, „Funicular“ genannt, welche auf einen größeren Berg, San Cristóbal fährt. Oben erwartet einem neben einer putzigen Kirche eine 12 Meter große Maria Statur. DSC01411Die meisten Chilenen bzw. Südamerikaner sind Katholiken, ein Mitbringsel der Spanier.
Unterm Strich kann man sagen: „Santiago ist Südamerika für Einsteiger“.

Unser Ziel ist es von Santiago nach Norden bis nach Lima in Peru mit dem Bus zufahren. Es ist die Art, wie man hier reist und wesentlich günstiger als Fliegen. Wir haben selbstverständlich viele Stops eingeplant, so das wir für die gesamte Strecke mehrere Wochen brauchen werden.
Die erste Busfahrt dauerte nur zwei Stunden. Valparaiso ist die Hafenstadt von Chile. Wir sind hier nur eine Nacht geblieben und haben dann den Nachtbus Richtung Antofagasta genommen. Valparaiso gehört zum Unesco Weltkulturerbe und zeichnet sich zum einen durch seinen Hafen aus, zum anderen gibt es dort ein Künstlerviertel. DSC01476Das Viertel hebt sich durch die bunten Häuser hervor. Die ganze Stadt ist in einen steilen Hang gebaut, so dass sich viele Treppen durch die Viertel ziehen. In unserem nächsten Ziel, Antofagasta gab es eigentlich nichts zu sehen, die Stadt ist nicht wirklich schön. So war es für uns nur ein Zwischenstop auf dem Weg nach San Pedro de Atacama. Die Atacama Wüste ist die trockenste der Welt. Hier sind wir mit einer Tour auf 4.200 m Höhe gefahren (San Pedro ist eine Oase und liegt auf 2.300 m). Es gibt hier einen riesigen Salzsee und mehrere Lagunen zusehen, die von Vulkanen umringt sind. Der einzig aktive Vulkan rauchte sogar noch. Der Salzsee ist 1,5 km tief, in seinen Lagunen tummeln sich Flamingos. DSC01579In der Umgebung konnten wir noch einen Wüstenfuchs und wilde Alpakas sichten. Am Nachmittag ging es dann gleich weiter ins Valle de la Luna. Die Landschaft ist mondartig. Besonderes Highlight war der Sonnenuntergang bei dem sich das Gebirge durch die Salzkristalle in der Luft von gelb bis lila färbt. Das war wirklich beeindruckend. Am nächsten Tag ging es für uns dann schon nach Peru. DSC01736

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Unsere Reise auf der Nordinsel

Nach Wellington sind wir in den Tongario Nationalpark gefahren, um die wohl schönste Tageswanderung Neuseelands zu machen. Es gibt dort 3 Vulkane (ich erspare euch die unaussprechlichen Namen), einer davon ist als Schicksalsberg aus Herr der Ringe bekannt.DSC00919 Wir sind im Morgengrauen los gelaufen. Die Wanderung war stellenweise ganz schön anstrengend und durch das ganze Geröll und den starken, eisigen Wind auch nicht immer ungefährlich. Aber als sich der Nebel verzog und die Sonne schien, war es einfach wunderbar. Besonders fanden wir auch einen großen See in einem der Krater sowie ein paar kleine farbige Seen. Wir konnten gar nicht genug Bilder machen.DSC00956 Unser weiterer Weg führte uns in Richtung Rotorua, wo die unterirdischen Aktivitäten der Erde in Form von heißen Quellen und dampfenden Löchern besichtigt werden können. Der Geruch nach faulen Eiern ist allgegenwärtig aber nicht nur Schwefel, sondern auch andere Elemente, wie zB Eisen dominieren das Gebräu in manchen Erdlöchern. Entsprechend ist das Wasser verfärbt. Die Temperaturen in den blubbenden Gewässern liegen zwischen 80 – 100 Grad. Nein, dort kann man nicht baden. Besonders spektakulär war der Champagner Pool, der direkten Zugang zur Lava hat und in dem es tatsächlich sprudelte.DSC01057 Der nächste Teil unserer Reise führte uns an die Ostküste oberhalb von Auckland, wo wir vor Goat Island schnorchelten und die Küstenstraße der Bay of Island erkundeten. Diese zeichnet sich durch tolle Buchten, Klippen und einer Unmenge an Inseln aus, die vor der Küste liegen. Wir haben jedoch auf größere Touren verzichtet und sind lieber an die Westküste gefahren um noch die Kauribäume zu bewundern. Der älteste dieser Bäume ist um die 2000 Jahre alt. Außerdem sind sie wahnsinnig dick und so sind wir staunend durch den Wald gelaufen und fühlten uns in Gegenwart dieser Riesen doch ziemlich klein und unbedeutend

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Das letzte Ziel unserer Neuseelandreise war Auckland. Wir haben die Stadt ein wenig erkundet. Auffallend ist, dass alles ganz schön hügelig ist. Das liegt daran, dass Auckland ebenfalls von Vulkanen umgeben ist, bzw. auf ihnen gebaut wurde. Zum Teil sind die noch aktiv, der letzte Ausbruch war jedoch vor 600 Jahren. Insgesamt fanden wir die Stadt ganz schön, in der Innenstadt lässt es sich herumbummeln und auch der Hafen lädt zum Verweilen ein. Unser Neuseelandabenteuer ist nun doch ganz schön schnell gegangen. Wir haben ziemlich viel Abwechslung in diesem Land gehabt, was einem glauben lässt, es wäre viel größer. Die Leute waren stets freundlich und mit unserem Auto mit dem Zelt auf dem Dach waren wir auf jedem Campingplatz das Highlight. Das Wetter hätte besser sein können, besonders nachts war es oft nass und kalt. Insofern freuen wir uns auf Chile, dort ist es warm. Wir fliegen heute am Sonntag Abend los und kommen am gleichen Tag morgens an, da wir die Zeitgrenze überfliegen. Nach deutscher Zeit fliegen wir also vom Morgen ist Gestern
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Von Gletschern und Meer

Nach unserem Besuch in Milford Sound waren wir nochmal in Queenstown um auf einen Berg zu wandern und die Aussicht auf den See und die Gebirgskette zu genießen. Anschließend führte uns die Reise zu den zwei Gletschern Fox und Franz Josef. Das Besondere an den beiden Gletschern ist ihre Nähe zum Meer sowie die Schnelligkeit mit der der gefrorene Schnee von oben nach unten rutscht. Während es früher noch ungefährlich war auf dem Eis zu spazieren, können die Gletscher heute nur mit dem Hubschrauber erreicht werden.

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DSC00752 Da das Wetter uns die nächsten beiden Tage einen Strich durch die Rechnung gemacht hat sind wir bis zum Abel Tasman Nationalpark durchgefahren. Auf dem Weg lagen jedoch noch die Pancake Rocks, die tatsächlich wie aufeinander gestapelte Pfannkuchen aussahen. Just in dem Moment guckte auch mal die Sonne für gute Fotos raus. Im Abel Tasman Park erklärte uns ein Einheimischer das dort seit Wochen die Sonne scheint, was uns an unsere Routenführung zweifeln ließ. Tatsächlich hatten wir die zwei Tage im Norden der Insel wunderschönes Wetter und krönten den Nationalpark als unser persönliches Highlight der Südinsel. Der Küstenwanderweg ist ein circa 40 km langer Weg, den sehr Viele in mehreren Tagen gehen. Wunderschön liegen dort goldene Strände in winzigen Buchten. Türkises Wasser überall und im Rücken dichter grüner Regenwald. Ein Traum. DSC00830Schade das wir das nicht eher wussten, denn dort hätten wir am Strand unser Zelt aufschlagen können. Uns hat leider die Zeit gefehlt, wir hatten schon einen Termin mit der Fähre, die uns von Picton nach Wellington auf die Nordinsel bringen sollte. Die Hauptstadt Neuseelands empfing uns mit Sonne und irgendwie bekommt man dort gute Laune beim schlendern durch die City und dem Stöbern in kleinen Shops und Second-Hand Läden. Zwischendurch gibt es interessante künstlerische Skulpturen zu sehen. Einen schönen Ausblick auf die Stadt am Meer hat man auch vom botanischen Garten aus, der sich über der Stadt erhebt und den wir mit der Seilbahn erreicht haben. DSC00854An unserem zweiten Tag in Wellinton besuchten wir das Te Papa Museum, ein interaktives, mehrstöckiges Gebäude. Das Nationalmuseum zeigt sowohl die Geschichte Neuseelands als auch die natürlichen Phänomene mit denen die Einheimischen hier leben müssen. Erdbeben und Vulkanausbrüche werden sehr gut beschrieben. Man kann hier locker den Tag verbringen. Wir haben Wellington dann verlassen und sind Richtung Norden gefahren. HIER gibts die Bilder dazu.

Unser Start in Neuseeland

Wir sind gut in Neuseeland angekommen, bis auf eine Ausnahme. Christin’s Backpack ist nicht mit angekommen. Der Schock saß tief und keiner konnte uns sagen wo das Gepäck sich befindet. Nach drei Tagen kam dann der Anruf: der Rucksack ist aufgetaucht. Die Freude war groß. Das ganze ließ sich zum Glück rechtzeitig vor unserer Abreise aus Christchurch regeln.

DSC00382Unser Neuseeland Abenteuer begann in Christchurch auf der Südinsel von Neuseeland. Die Stadt selber hat leider kaum mehr etwas zu bieten. Das liegt unter anderem daran, dass sich Christchurch von dem schweren Erdbeben vor ca. drei Jahren aus unserer Sicht kaum erholt hat. Die Innenstadt weist neben viel Bauland noch Gebäude auf, die abgerissen werden oder einfach leer stehen. Überall wird gebaut. Die Einkaufsmeile im Zentrum besteht nur aus Schiffscontainern, die zu schicken Läden und Cafes umgebaut wurden. Das Wahrzeichen der Stadt, die Christuskirche (Christchurch) ist dem Einsturz nahe, der Turm fehlt bereits.

In Christchurch haben wir nach drei Tagen unsern Leihwagen abgeholt. Das besondere an dem Auto ist das Zelt auf dem Dach, welches man in ca. 5 Minuten auf- bzw. abgebaut hat. Eigentlich muss man ein- und ausklappen sagen.

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Der grobe Plan ist, die Südinsel einmal zu umrunden bis es im Norden mit der Fähre auf die Nordinsel geht. Im Süden gibt es eine Touristen Route bei der man die Landschaft genießen kann. Mit dem Wetter haben wir bis jetzt nicht so viel Glück. Es ist meistens bewölkt, oder regnet, wir haben selten mehr als 20 Grad. Im Reiseführer steht das man hier Vierjahreszeiten an einem Tag haben kann, als wäre das etwas Gutes. Unterm Strich bedeutet das: man hat immer die falsche Kleidung an. Die Vegetation sowie die Landschaft erinnert schon das ein oder andere mal an zu Hause. Man könnte auch meinen, dass wir in den Alpen oder im Harz sind. Fairerweise muss man sagen, das es doch etwas beindruckender ist.

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 DSC00563Auf der Touristen Route im Süden sind wir unter anderem an einer kleinen Stadt namens Dunedin vorbeigekommen, die im Gegensatz zu Christchurch noch richtig viele alte Gebäude hat. Sowie an schönen Klippen und Stränden mit Seelöwen und Robben.

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Nach dem wir mit dem Süden fertig waren (Wir lassen die Bilder für sich sprechen) ging es weiter nach Queenstown. Wir hatten uns schon gefreut und wurden dann leider enttäuscht. Queenstown ist sehr sehr touristisch. Kaum Einheimische und alle Aktivitäten sind sehr teuer und nur über Touren möglich. Wenigstens gabt es dort den angeblich besten Burger der Welt. Gut geschmeckt hat er.

DSC00568Wir haben Queenstown schnell hinter uns gelassen um in Milford Sound den Fjord zu befahren, dies wurde uns mehrfach empfohlen. Tatsächlich hat uns die Tour auf dem Wasser zwischen all den Bergen gut gefallen. Nächstes Ziel ist der Mount Cook und vielleicht sein Gletscher. Hier gehts zu den Bildern.

 

Die letzten Wochen in Australien

Die letzten zwei Wochen in Perth haben wir uns hauptsächlich entspannt. DSC00184Wir haben uns noch einige Male in Fremantle herumgetrieben, da das kleine Örtchen einfach sehr schön und lebendig ist. DSC00125Das von Gefangenen erbaute Gefängnis von Fremantle steht unter Kulturschutz und war eines der ersten Gebäude in Western Australia. Hier wurden auch viele Aborigines gefangen gehalten, die meisten wegen Nichtigkeiten. Es gab Folterungen und Hinrichtungen. Einen Schreck kriegt man beim Anblick der winzigen Zellen, es ist kaum vorstellbar, dass dort Menschen hausen mussten. Als Toilette diente ein Eimer mit Deckel. Ein weiteren Ausflug unternahmen wir nach Rottnest Island.

DSC00223Der Name der, vor Fremantle liegenden Insel, leitet sich von rat’s nest “Rattennest” ab, was nicht stimmt, da die dort lebenden Quokka den Ratten zwar ähnlich sehen, aber eine Känguru Art sind. Auf der Insel sind keine Autos erlaubt, weshalb wir die Insel mit dem Fahrrad umrundet haben. Die unzähligen Buchten laden zum Schwimmen und Schnorcheln ein. Wir haben es richtig genossen, mal wieder ein bisschen sportlich unterwegs zu sein.DSC00248

Die sogenannten Hügel von Perth besuchten wir ebenfalls, da dort tolle Sonnenuntergänge zu sehen sind sowie eine sehr schöne Aussicht auf die Skyline der Stadt. Ein weiteres Highlight war der Australia Day, ein staatlicher Feiertag, der in Perth mit einem großen Fest am Flussufer zelebriert wurde. Hier bekamen wir Flug- und Stuntshows zu sehen sowie eines der besten Feuerwerke.

DSC00231Am 4. Februar sind wir dann an unserem letzten Ziel in Australien angekommen: Sydney. Die Stadt fällt besonders durch ihre vielen alten Gebäude auf. Australien hat nicht so viel alte Gebäude. Die Lage am Fluss mit dem Opernhaus und der Harbour Bridge ist wunderschön. DSC00337Die Brücke kann man als Fußgänger überqueren und hat so eine sehr schöne Aussicht über den Fluss und auf die Stadt. Wir haben auch den kleinen Ortsteil Manly mit der Fähre besucht, der wie ein kleiner entspannter Urlaubsort wirkt und direkt am Strand liegt. Unser Highlight hier war deutsches Essen. IMG_1826Wir haben ein bayrisches Restaurant besucht und uns Sauerkraut, Rotkraut, Schweinebraten und Wurst schmecken lassen. Ansonsten bietet Sydney unendlich viele Shoppingmöglichkeiten oder Plätze zum Verweilen sowie ein Chinatown mit vielen Restaurants.
Am 9. Februar war unsere Australien Reise zu Ende und wir sehen unserem nächsten Ziel entgegen: Neuseeland.

Wir wollen euch jedoch unsere Sammlung persönlicher Highlights von Australien nicht vorenthalten:

schräg aufgefallen: Australien hat noch mehr überflüssige Straßenschilder als Deutschland. Außerdem gibt es eine Vielzahl an lustiger Ortsnamen wie GinGin, 1770 aber auch Miami und Altona haben wir gesehen.

was wir vermissten: vernünftige Weihnachtskultur, das absurdeste Präsent im Supermarkt waren Gummibärchen in einer Weihnachtspackung. Wir haben uns nach Lebkuchen und Glühwein verzehrt.

kulturelle Unterschiede: es war sehr erheiternd in staunende Gesichter zu gucken wenn wir erzählten, dass in Deutschland die Leute ihre Autoreifen wechseln müssen, dass man auch bei unter Null Grad noch arbeiten geht, dass wir in jedem Laden Alkohol kaufen dürfen und im Glühwein auch Rum sein kann. Wir mussten lachen als wir gesehen haben, dass es hier in einigen Bars erlaubt ist Alkohol mitzubringen statt, wie in einigen Biergärten bei uns, das Essen.

das nervigste: Die australische Regierung scheint ihren Mitbürgern nicht viel Zivilcourage und sonstige gute Eigenschaften zuzutrauen, da man an wirklich jeder Ecke mit irgendwelchen Belehrungen rechnen muss, die bei Nichtbeachtung unter absurden Geldstrafen stehen. So kostet z.B. nicht anschnallen 600 $. Die Polizei sperrt hemmungslos komplette Straßen, um jeden einzelnen Autofahrer auf Alkohol zu testen und mitunter auch belehrend die Reifenbeschaffenheit am Auto zu kritisieren. In Alice Springs ist sogar der Billigwein “Gun” verboten, weil die Aboriginies das sonst immer kaufen.

größter Schreck: Wir erhielten einen Anruf von einer Tauchschule, dass unsere Kreditkarten dort gefunden wurden, wir verloren zwei Mal die Ladung vom Dachgepäckträger wegen des schlimmen Windes und wir sind einmal mit offener Kofferraumklappe losgefahren und verteilten das Innere des Kofferraumes auf der Straße. Schuld war Caspar.

bester Tauchspot: die S.S. Yongala an der Ostküste, unser bester Schnorchelspot war am Ningaloo Reef an der Westküste.

lebenswerteste Stadt: Je nachdem was man möchte Melbourne oder Perth. Während in Melbourne unheimlich viel Kultur und auch eine schöne alternative Szene vorherrscht, hat man in Perth den Strand und alle damit verbunden Aktivitäten direkt vor der Nase. Außerdem ist das Klima wärmer und gleichbleibender.

Wir haben alle Klimazonen in einem Land bereist, sind in der Zeit gesprungen und haben Berge, Meer, Wüste, Wasserfälle und Städte gesehen. Überall gab es freundliche, aufgeschlossene und hilfsbereite Menschen. Wenn kein Auto auf der Straße zu sehen ist an dem man sich orientiert, gucken wir immernoch in die falsche Richtung.

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